So nun kommen wir zum „Aber“ das mir schon die ganze Zeit auf der Zunge liegt. Zugegeben es ist schon ein paar Tage (Wochen, Monate) her, dass ich dieses Buch gelesen haben, aber im großen und ganzen war mir der eigentlich Plot bekannt. War das Buch noch ein wenig krude aber irgendwie doch spannend, tuckerte die Verfilmung meiner Meinung nach irgendwie so dahin. Von Spannung keine Spur und irgendein Zusammenhang war auch sehr schwer zu finden. 

Richtig hundertprozentig Überzeugen konnte mich bisher keine der Fitzek Verfilmungen. Meiner Meinung nach liegt das daran, das die Filme-Macher es nicht schaffen, die sehr komplexe und manchmal auch abstruse Handlung glaubhaft rüber zu bringen. Wie soll das auch funktionieren in einem 20:15 Uhr Film der dann auch noch zig mal durch Werbung unterbrochen wird. Für komplexe Zusammenhänge, kleine Spielereien mit dem Zuschauer oder der große Knall am Ende ist einfach keine Zeit. 

Viele Nebenhandlungen sind meiner Meinung nach irgendwo auf Sand gelaufen und haben mich nicht überzeugt. Zum Beispiel wurde kaum auf die Motive des Täters oder der Täterin eingegangen. Natürlich fällt bei einem Film vieles dem Messer zum Opfer, aber ist das Warum nicht die grundliegende Frage die man sich bei einem solchen Film stellt? 

Hier fallen mir noch mehr Beispiele ein. Das Zusammenspiel zwischen Lisa, ihrer Mutter und dem Patenonkel, der auch gleich noch der Kapitän des Schiffes ist. Und was ist mit der alten Dombrowsky? Hätte man diese Figur gestrichen wäre es auf Film doch kaum aufgefallen. 

Eigentlich schade, aber ich fürchte ich bleibe auch in Zukunft lieber ausschließlich treuer Leser. 

Und jetzt ihr

Wie fandet ihr die Verfilmung von „Passagier 23“? Schaut ihr gerne rein oder steckt ihr eure Nasen in der Zeit lieber zwischen zwei Buchdeckel?