(Hörbuch-Rezension) Das Haus der Verlassenen von Emily Gunnis

(Rezension) Das Glück des Schmetterlings beim Fliegen von Barbara Imgrund

„Das Glück des Schmetterlings beim Fliegen“ handelt von Marie, sie bringt ihr Kind durch einen Notkaiserschnitt tot zur Welt und kann danach keine weiteren Kinder mehr bekommen. Während sie sich im Krankenhaus davon erholen soll, fällt sie in ein tiefes Loch aus Selbstzweifel und Angst. Sie sucht Trost auf dem Friedhof auf der anderen Straßenseite.  (mehr …)

(Rezension) Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands von Salvatore Basil

(Rezension) Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands von Salvatore Basil

Inhalt:

Inhalt: Nur wer sich verliert, kann sich auch finden … Seit seine Mutter ihn als Kind verlassen hat, lebt der dreißigjährige Michele von der Außenwelt abgeschottet im Bahnhofshäuschen eines verschlafenen, idyllischen Dorfs in Italien. Seine einzige Gesellschaft sind die liegengebliebenen Gegenstände, die er im täglich ein- und ausfahrenden Zug einsammelt und in seinem Zuhause um sich schart. Doch dann begegnet ihm Elena, die sein Leben wie ein Wirbelwind auf den Kopf stellt und ihn aus seiner Einsamkeit reißt. Als er kurz darauf sein altes Tagebuch wiederfindet, das seine Mutter damals mitnahm, als sie aus seinem Leben verschwand, gibt dies den Anstoß für eine wundersame Reise quer durch Italien, die Micheles ganzes Leben verändern wird …  (Quelle: blanvalet Verlag)

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https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=ZLfBtWaFStg
Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands 
von Salvatore Basil 

19,99 € | Hardcover mit Schutzumschlag | 352 Seiten

ISBN: 978-3-7645-0600-1  | blanvalet Verlag  

Meine Meinung: 

Komplett überzeugen konnte mich „Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands“ leider nicht. Das Ende war mir zu offen gehalten und irgendwie neutral und obwohl ich den Grundton dieses Romans sehr mag werde ich wohl nie ganz warm mit diesem Buch werden. 

Alles in allem habe ich mit „Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands“ eine emotionale und romantische Geschichte in den Händen gehalten. Dem Autor ist es mit seinem Schreibstil gelungen Spannung und Gefühle rüber zu bringen. Er schreibt sehr detailreich und ausladend. Die Geschichte ist sehr rasant, an der ein oder anderen Stelle vielleicht ein klein wenig überladen. Das Protagonistin Elena kaum zu bremsen ist, tut mit Sicherheit ihr übriges. Ich konnte einfach mit keinem der beiden Protagonisten warm werden obwohl ich gerade die Entwicklung von Michele sehr eindrucksvoll fand. 

Ausnahmslos gefallen haben mir die vielen kleinen versteckten Botschaften. Aufmerksame Leser dieses Romans werden sie nicht verborgen blieben und vielleicht das ein oder andere mit auf den Weg nehmen.

(Rezension) Der Buchhalter von Auschwitz – Die Schuld des Oskar Gröning von Reiner Engelmann

(Rezension) Der Buchhalter von Auschwitz – Die Schuld des Oskar Gröning von Reiner Engelmann

Inhalt:

“Der Buchhalter von Auschwitz – Die Schuld des Oskar Gröning” von Reiner Engelmann beschreibt das Leben des jungen Oskar Gröning, der mit 21 Jahren als überzeugter SS-Mann nach Auschwitz abkommandiert wurde.  Basierend auf Interviews, Zeugenaussagen und anderen Dokument basieren die Erlebnisberichte des Herrn Grönig.  

 
Der Buchhalter von Auschwitz –
Die Schuld des Oskar Gröning
von Reiner Engelmann 

16,- € | Hardcover | 218 Seiten

ISBN: 978-3-570-16518-8 | cbj Verlag 

Meine Meinung:

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich hier nicht die Geschehnisse in und um Auschwitz beurteilen möchte, sondern lediglich das Buch selbst. (Im Grunde also der Text und die Recherche Arbeit des Reiner Engelmann.) beurteilen möchte.  

Der Buchhalter von Auschwitz

Obwohl “Der Buchhalter von Auschwitz – Die Schuld des Oskar Gröning” für mich nicht viel Neues enthalten hat, bin ich der Meinung das dieses Buch gerade für Jugendliche der Einstieg in dieses Thema sein könnte. Wenn sich vorher schon jemand mit der Thematik befasst und viel gelesen hat, wird Passagen aus dem BBC Interview von 2005 wieder erkennen in dem Herr Gröning dem Reporter sehr freigiebig viele Fragen beantwortet hat. 

Dieses Interview und viele weitere Dokumente hat Reiner Engelmann während seine Recherche zur Rate gezogen und ich denke, daraus ist ein durchaus runder Text zu dieser Thematik gelungen. Etwas Schade finde ich die Tatsache, dass der Autor nicht mehr die Möglichkeit hatte Oskar Gröning persönlich zu treffen. Das kann man ihm aber nicht zum Vorwurf machen, da sich Herr Gröning in den letzten Jahren zu diesem Thema nicht mehr öffentlich geäußert hat.

Natürlich ist es ein sehr schweres Pflaster das man mit diesem Thema betritt, aber der Schreibstil und die Aufarbeitung des Stoffes tragen dazu bei, den Horror in kleine Häppchen zu verpacken und ihn ein klein wenig greifbarer zu machen. Wie bereits angedeutet, besteht das Buch aus vielen kurzen Kapiteln. Diese sind in leichter Sprache geschrieben und gehören aber nicht immer zwangsläufig zusammen. Am Ende des Buches befindet sich ein tolles Glossar. Personen, Orte oder Begriffe die im Text nur angeschnitten werden konnten oder einigen Lesern vielleicht unbekannt sein könnten werden anschließend in diesem erklärt. Mir gefällt auch, das sich “Der Buchhalter von Auschwitz – Die Schuld des Oskar Gröning” mit der Sicht der “Täter” beschäftigt, die Geschichten der Opfer findet man hingegen öfter. 

Obwohl ich viele Aussagen aus dem Buch bis heute in verschiedenen Ausführungen immer wieder gelesen und gehört habe, fällt es mir immer noch sehr schwer die Tragweite dieser Taten wirklich zu begreifen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen in welcher Zeit und mit welchem Gedankengut man aufgewachsen sein muss um solche Gräueltaten gutheißen zu können. 

Ich würde dieses Buch gerade jungen Menschen empfehlen um sich einen ersten Eindruck über diese Thematik zu verschaffen. Es ist unglaublich wichtig das diese Menschen, diese Opfer nicht vergessen werden. 

Mehr von Reiner Engelmann

(Rezension) Anna Sacher und ihr Hotel von Monika Czernin gelesen von Michael König

(Rezension) Anna Sacher und ihr Hotel von Monika Czernin gelesen von Michael König

 Klappentext:

Goodbye Leningrad

“Das Sacher- das bin ich!” (Anna Sacher)


Berühmte Gäste und große Geschichte – vom Wien der Gründerzeit über das Fin de Siecle und den Ersten Weltkrieg bis in die 1930er Jahre.

Anna Sacher, selbstbewusste und legendäre Patronin des Hotel Sacher, leitete mehr als vier Jahrzehnte eines der führenden Hotels Europas. Ihre außergewöhnlichen Gäste und ihr unübertroffenes Gespür für die Wiener Gesellschaft haben sie weltberühmt gemacht. Sie inszenierte den Ort, an dem Geschichte geschrieben wurde.
In ihrem Hotel an der Wiener Ringstrasse trafen sich Menschen aus Hof und Hochadel, aus dem Geldadel und der aufstrebenden Industrie, Künstler, Schriftsteller und Ihre Musen. Das Hotel wird zur Bühne ihrer Begegnungen: Kaiserin Elisabeth, Kronprinz Rudolf, Arthur Schnitzler, Gustav Klimt, Gustav Mahler, die Rothschilds, die Wittgensteins – alles, was Rang und Namen hatte im Habsburgerreich.

Monika Czernin, deren Vorfahren selbst, ob als Außenminister oder Berater der Monarchie in dieser Zeit kräftig mitmischten, erzählt außerordentlich spannend und tief eintauchend in eine faszinierende Epoche die Lebensgeschichte einer außergewöhnlichen Frau.

Was das Adlon für Berlin und das Ritz für Paris, ist das Hotel Sacher für Wien. (Quelle: Bonne Voice Verlag) 

Anna Sacher und ihr Hotel von Monika Czernin
gelesen von Michael König (ungekürzt) 

24,95 € / 9 Audio CDs 

ISBN: 978-3-945095-10-2 / Bonne Voice Verlag 

Meine Meinung: 

Das Hörbuch Anna Sacher und ihr Hotel beschreibt eine gänzlich andere Zeit. Es war die Zeit in der das Hotel Sacher noch Prinzen beherrbergte und die Kaiserin beköstigte. Eine Zeit in der sich eine ganze Stadt im Umbruch befindet.

Mir gefällt der Aufbau dieses Buches sehr gut. Autorin Monika Czernin hat das Leben der Anna Sacher in viele kleine, aber in sich geschlossene Abschnitte geteilt. Jeder Abschnitt hat sein eigens großes Thema obwohl viele Personen immer wieder auftauchen und erwähnt werden. Das Hörbuch beschreibt allerdings nicht bloß das Leben von Anna Sacher, es greift auch andere Personen auf. Ihr früh verstorbener Ehemann Eduard Sacher zum Beispiel oder dessen Vater und die Entstehung der berühmten Sachertorte.

Eingelesen wurde Anna Sacher und ihr Hotel vom deutschen Schauspieler und Hörspielsprecher Michael König. Er möge mir verzeihen, das ich seine Stimme als “Märchen-Onkel” Stimme bezeichne. Die Betonung, die Sprache und die Stimme, einfach alles daran passte einmalig gut zusammen. Ich kann mir niemand anderen vorstellen, der diese Geschichte mit soviel Tiefgang und Authentizität hätte wieder geben könne.

Mehr Informationen über Anna Sacher und ihr Hotel: 

Wer nun mehr über Anna Sacher, ihre Gäste oder auch die Autorin erfahren möchte, findet eine Menge interessanter Informationen zusammengestellt auf der Seite des Bonne Voice Verlags

 

5 Sterne

Vielen herzlichen Dank an den Bonne Voice Verlag für dieses Hörbuch.  

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