(Rezension) Die Schule der Nacht – Ann A. McDonald

(Rezension) Die Schule der Nacht – Ann A. McDonald

Inhalt:

Die Schule der Nacht von Ann A. McDonald handelt von der Amerikanerin Cassandra Blackwell. Sie erhält ein Päckchen, darin befindet sich ein Foto ihrer verstorbenen Mutter inklusive einer mysteriösen Nachricht: “Du kannst dich nicht für immer vor der Wahrheit verstecken. Bitte komm zurück, und bring alles zu einem guten Ende.” Sie beschließt der Vergangenheit ihrer Mutter auf den Grund zu gehen und legt sich ordentlich ins Zeug. Durch ein Stipendium erhält sie ein Auslandsjahr an der ehemaligen Uni ihrer Mutter in Oxford. Dort angekommen gerät sie ziemlich schnell in eine Welt aus Privilegien, altehrwürdigen Traditionen und viel Geld. Oxforder Universitäten versprühen bekanntlich ihren eigenen Charme und jede Menge Integrität. Als sie in den Archiven mit ihrer Suche nach ihrer Mutter beginnt, tritt sie damit Ereignisse los, die ihr Leben und das vieler anderer verändern werden. Hinter der Geheimhaltung ihrer Mutter steckte weit mehr als sich Cassie zu Beginn ausgemalt hat. 

Die Schule der Nacht

 

Die Schule der Nacht von Ann A. McDonald

19,99 € / 448 Seiten / Hardcover  

ISBN: 978-3-7645-3177-5 / penhaligon Verlag 

Meine Meinung: 

Die Schule der Nacht hat mir gut gefallen. Mal abgesehen von seiner mystischen Komponente quillt das Buch über vom Flair und Traditionen welche man langläufig Oxford und seinen Universitäten nachsagt. Eine Mischung aus mystischen Orten, wunderschönen alten Gebäuden und wissenshungrigen Studenten. 

Zu Beginn des Buches habe ich etwas ganz anderes erwartet, aber jede einzelne Seite hat mich gefesselt. Die Geschichte ist wirklich spannend, man sollte allerdings gewillt sein, seine Alltagsperspektive mal für ein Weilchen beiseite zu legen und sich auf Neues einlassen. 

„Die Schule der Nacht“ ist eine Mischung aus Familiengeschichte, Verschwörungstheorie und einer ganz kleinen Romanze. Diese wird aber nur am Rande erzählt, sollte daher nicht abschrecken. 

Die Geschichte nimmt zwar nur langsam Fahrt auf und endet in einem großen, eventuell sogar etwas übertriebenen Showdown, ist aber durchweg unterhaltsam. Es gefällt mir sehr, das sich die Gruppe der Figuren auf einen festen Kreis beschränkt. Diese lernt der Leser nur oberflächlich kennen, aber dennoch kann man sich die Charaktere gut vorstellen. 

Hauptprotagonistin Cassie, Cassandra Blackwell, fand ich zunächst sehr unsympathisch. Obwohl ihre Gründe in die Vergangenheit ihrer Mutter einzutauchen offensichtlich und nachvollziehbar waren, hat mir ihre abweisende Art nicht gefallen. Von Seite zu Seite wird sie aber sympathischer und taut förmlich auf. 

Den Plot finde ich gut durchdacht und wirklich solide. Das eigentliche Geheimnis ist spannend aufgebaut und alles fiktive, auch die Universität Raleigh, fügen sich perfekt in das reale Oxford ein. Auch die Gerüchte um die Sagenumwobene „Schule der Nacht“ existieren bereits und ich habe davon schon gelesen. Ich muss allerdings auch erwähnen, das ich einen teil des Geheimnisses sehr schnell gelöst hatte, am Ende trotzdem sehr zufrieden war es komplett gelesen zu haben. 

Das Ende war leider ein klein wenig vorhersehbar und eventuell auch ein wenig zu drüber. Bei mir sind viele Fragen offen geblieben die auf den wenigen gebliebenen Seiten nicht mehr beantwortet wurden. 

„Die Schule der Nacht“ bekommt von mir trotz kleiner Mängel eine Leseempfehlung. Wer keine konservative Studentengeschichte erwartet und auch mal über den Tellerrand hinaus schauen kann liegt hier genau richtig. 

Klappentext: 

Atmosphärisch, düster, spannend – perfekt für alle Fans von Deborah Harkness.

»Du kannst dich nicht für immer vor der Wahrheit verstecken. Bitte komm zurück, und bring alles zu einem guten Ende.« Diese Nachricht erhält die Amerikanerin Cassandra Blackwell in einem mysteriösen Päckchen, zusammen mit einem alten Foto ihrer verstorbenen Mutter, gekleidet in die schwarze Robe der Oxford Universität. Kurzerhand beschließt sie, nach England zu reisen, um mehr über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren. Dort entdeckt Cassie eine Welt voller Traditionen und Privilegien und merkt schnell, dass hier eine dunkle Macht am Werk ist – verbunden mit einer geheimen Gesellschaft, die sich Die Schule der Nacht nennt …  (Quelle: penhaligon Verlag)

(Rezension) Mord ist nicht das letzte Wort (Flavia de Luce) – Alan Bradley

(Rezension) Mord ist nicht das letzte Wort (Flavia de Luce) – Alan Bradley

Inhalt:

In Mord ist nicht das letzte Wort kehrt Flavia endlich aus dem Internat aus Kanada zurück. Sie freut sich auf ihr geliebtes Buckshaw wird aber am Bahnhof von Dogger mit der Nachricht erwartet, das ihr Vater schwer krank ist und keinen Besuch empfangen darf. Kaum wieder eingewöhnt stolpert sie auch schon (wieder) über eine Leiche. Während eines Botenganges für die Pfarrersfrau entdeckt sie in seiner eigenen Wohnung den toten Schnitzer Mr. Sambridge. Natürlich ermittelt Falvia auf eigene Faust, wie sollte es auch anders sein.    

Flavia de Luce Mord ist nicht das letzte Wort

 

Flavia de Luce (Band 8)
Mord ist nicht das letzte Wort von Alan Bradley  

19,99 € / 352 Seiten / Gebundene Ausgabe   

ISBN: 978-3-7645-3113-3 / penhaligon Verlag 

Meine Meinung: 

Flavia de Luce ist in Mord ist nicht das letzte Wort erwachsener den je. Obwohl Flavia schon immer sehr erwachsen für ihr Alter war, ist nun eine deutliche Veränderung zu erkennen. Sie wird reifer, denkt über ihr Handeln nach und auch über die Konsequenzen die daraus entstehen. Sie geht mit sehr viel geschickt und Wissen an ihre eigenen Ermittlungen und so vergisst man beim Lesen sehr leicht, das es sich bei Flavia doch eigentlich um ein zwölfjähriges Mädchen handelt dessen Mutter gestorben und dessen Vater schwer krank im Krankenhaus liegt. Es ist spannend wie Flavia buchstäblich ihre eigene Identität formt und zu dem wird was sei sein möchte. Aber auch Nebenfiguren wie Flavias guter treuer Freund und Angestellter Dogger machen eine interessante Entwicklung durch und wir erfahren mehr über ihn.

Es gefällt mir sehr gut, das die Handlung nun endlich wieder in Bishop’s Lacey stattfindet. Alte Bekannte wie Dogger oder Mrs Mullet nehmen ihre alten Plätze wieder ein und tragen deutlich zur Entwicklung dieser Reihe bei. Mit von der Partie ist auch die kleine Cousine Undine. Leider wirkt sie auf mich völlig fehl am Platz und ich bin froh, desto weniger ich von ihr lesen muss. Aber wer weiß schon wohin ihre Handlungsstränge noch führen sollen. 

Wie schon die anderen Bände, besticht auch Mord ist nicht das letzte Wort durch den typischen Sprachwitz und den tiefen schwarzen Humor den wir so an Flavia lieben. 

Die Handlung selbst ist sehr durchdacht und spannend, das Buch lässt sich wirklich flüssig lesen. Es macht Spaß dabei zuzusehen wie Flavia sich von einem zum nächsten Hinweis hangelt und sich so den nächsten Hinweis herleitet. Man sieht förmlich wie es in ihrem Kopf arbeitet und auch man selbst kann noch die ein oder andere Kleinigkeit lernen.

Flavia de Luce und Mord ist nicht das letzte Wort bekommt von mir eine ganz klare Leseempfehlung. Für Fans der Alan Bradley Reihe ist es ein absolutes Muss, aber dieses Buch ist auch etwas für alle, die einfach mal etwas neues probieren wollen. Den Flavia ist alles, nur nicht gewöhnlich…

Klappentext: 

Einer gibt den Löffel ab – und Flavia ermittelt wieder!

Endlich kehrt Flavia vom Internat in Kanada zurück nach Buckshaw, nur um dort zu erfahren, dass ihr Vater im Krankenhaus liegt und keinen Besuch empfangen darf. Um ihren boshaften Schwestern zu entkommen, schwingt Flavia sich auf ihr Fahrrad: Sie soll für die Frau des Pfarrers eine Nachricht an den abgeschieden lebenden Holzbildhauer Mr. Sambridge überbringen. Doch niemand öffnet. Neugierig betritt Flavia die Hütte und ist überrascht, einen Stapel Kinderbücher im Zuhause des ruppigen Junggesellen zu entdecken. Und noch ein unerwarteter Fund steht Flavia bevor – denn an der Schlafzimmertür hängt, kopfüber gekreuzigt, der tote Mr. Sambridge …  (Quelle: penhaligon Verlag)