Eine Diskussion gibt es unter Buchbloggern immer mal wieder: Wer liest schneller und wer liest mehr. Mal ganz abgesehen davon, das ich es total blödsinnig finde sich ausgerechnet im Lesen zu vergleichen ist es auch völlig unnötig. Jeder hat nun mal sein eigenes Lesetempo und das ist doch auch gut so. Nun bin ich erst vor ein paar Tagen über einen Artikel über sogenannte Slow Reading Clubs gestolpert. 

Slow Reading

Was das heißt? Nimm dir Zeit für dein Buch. Plane bewusst Zeit ein um zu lesen und schalte alles ab was dich stören könnte.  Also kein Handy, kein Internet, kein Fernsehen und auch keine Gespräche. Einfach bloß du und dein Buch. Schreibe dir Zitate raus oder schlage Worte nach, beschäftige dich mit dem was du liest und tue das ganz bewusst. 

Slow Reading ist also in meinen Augen eine Form der Hektik im Alltag zu entgehen und sich bewusst mit etwas zu beschäftigen. Eine Art Stress abzubauen, seine Freizeit zu genießen und neue Erinnerungen zu schaffen.

Lesen ist allerdings nicht gleich Lesen. Im Zeitalter von Internet und Smartphones sind wir fast alle dazu verkommen, Texte nur noch zu scannen statt zu lesen. Wir suchen den Text mit den Augen nach Inhalten ab ohne dabei wirklich einfach nur zu lesen. Wir nehmen nur noch das nötigste auf und übersehen den Rest einfach.

Auch die Flut der Bücher die auf unseren Stapeln ungelesener Bücher landet trägt nicht zu Ruhe und Gelassenheit bei. Viel Auswahl verleitet leider auch schnell dazu etwas anderes zu wollen und wieder fängt man an, das Buch das man eigentlich genüßlich lesen wollte nur noch nach dem Ende abzuspanen. Weniger ist eben manchmal einfach mehr. 

Muss nun in einen Slow Reading Club eintreten? – Kann man, muss man aber nicht. Auch sich zu Hause einmal ganz bewusst damit zu beschäftigen reicht schon aus. 

Braucht man dazu etwas? – Nein, im Gegenteil. Einfach nur das Buch, kein Handy, kein Fernseher, kein gar nichts.  

Also was hält dich noch auf? Schalte alles aus, schnapp dir dein Buch und nimm dir Zeit.