(Rezension) Der Oktobermann von Ben Aaronovitch (Peter Grant Reihe)

Meine Meinung

Mit “Der Oktobermann” hat Ben Aaronovitch kürzlich ein Kurzroman aus seinem Peter Grant Universum nachgelegt. Wer hier allerdings auf eine Fortsetzung der eigentlichen Geschichte gehofft hat, den muss ich direkt am Anfang enttäuschen. Die Geschichte um Tobi Winter reiht sich zwar nahtlos in das Serien-Universum dieser Reihe ein, das heißt aber nicht, das wir Peter Grant, Nightingale oder einem der anderen in diesem Buch auch nur eimal über den Weg laufen. 

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Libellenschwestern Der Oktobermann von Ben Aaronovitch (Peter Grant Reihe)

                   
Der Oktobermann  
von Ben Aaronovitch 

Kurzroman zur Peter Grant Reihe

8,95 € / Taschenbuch / 205 Seiten

ISBN: 978-3-423-21805-4 / dtv Verlag 

Worum geht es eigentlich?
Wer die Reihe um Peter Grant kennt und mitverfolgt hat, kennt sich ja schon aus. Tobi Winter ist tatsächlich wie im Klappentext beschrieben das Deutsche Pendant zu Constable Grant. Das dieses Buch in Deutschland spielt, wird einem förmlich auf jeder Seite bewusst. So viele Klischees oder Andeutungen habe ich selten auf einem Haufen gesehen. Von typisch deutschen Autobahnen bis hin zu den netten Abkürzungen die man den verschiedenen Dienstgraden der Polizei gegeben hat, ist einiges dabei. Und trotz all dem hat mir das Buch Spaß gemacht. (Wer mich kennt, weiß auch, das ich Bücher mit deutschem Setting nicht gerne lese. Daher soll es schon was heißen, das mir dieser Kurzroman gefallen hat.) 

Wer ist Tobias Winter?

Ich finde die Auszeit von Peter Grant hat diesem Kurzroman gutgetan. Mit vielen Andeutungen verbindet Ben Aaronovitch sein neustes Buch mit seinen vorherigen Geschichten, ohne das auch nur eine der Figuren aus dem ‘Original’ auch nur einmal in Erscheinung tritt. Dennoch kann man viele Parallelen ziehen. Tobias Winter ist ein junger Polizist der es irgendwie geschafft hat, im KDA zu landen. Die Abteilung für Kuriose und Diffuse Angelegenheiten, wenn man es so will dem Deutschen Gegenstück zum Folly. Natürlich wissen auch in Deutschland nur die notwendigsten Personen von Magie und deren Verbreitung. 

Mitten in seinem Urlaub wird Tobi Winter wegen eines leicht kuriosen Falles nach Trier gerufen. Dort wird im Vanessa Sommer zur Seite gestellt die mich bis zum Schluss an die Leslie aus den ersten Tagen erinnert. Bemerkenswert aufgeschlossen reagiert sie auf Tobis Erklärungen und so werden sie schnell zu einem guten Team. Ist euch das Wortspiel mit den Namen auch schon aufgefallen? 

Während der Ermittlungen kehren wir mit den beiden das ein oder andere Mal in ein Weinlokal ein oder besuchen ein Weingut. Abgestimmt auf die Geschichte bietet Der Oktobermann viele Details zugregionalem Weinanbau und einen guten Schuss örtliche Kultur. Der Fall an sich ist eher einfach gestrickt und wir am Ende aufgelöst. Vor Spannung vom Hocker gehauen hat mich die Story allerdings nicht. . 

Ein kurzes Vergnügen?

Ja, Der Oktobermann ist kurz und eher was für zwischendurch und auch die eigentlichen Stars der Serie Grant und Nightingale haben keinen Auftritt, aber ansonsten war alles vorhanden, was ich von einem Ben Aaronovitch erwartet hatte. Deutsche Flussgöttinnen, eine Art Spezialkommando für super diffuse Angelegenheiten und auch das ein oder andere kleine ‚Werelight‘ waren dabei. Auf mich wirkte dieser Kurzroman wesentlich frischer und weniger festgefahren als der letzte vollständige Roman “Die Glocke von Whitechapel”. Gerne wieder mehr von dieser Art, vielleicht sogar von Tobi und Vanessa.

Rena


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