Abtei Königsmünster – Der Trauer einen neuen Platz geben

Abtei Königsmünster – Der Trauer einen neuen Platz geben

Wusstest du, das ein Mensch im Schnitt rund 30.000 Leichen gesehen hat bevor er den ersten Verstorbenen seines Lebens sieht? Wie das geht? Die Medien überfluten uns regelrecht mit Leichen. In Serien, in Filmen und sogar in Büchern sind sie heute an der Tagesordnung und gehören für manch einen zu einem guten Krimi dazu. Doch bereitet uns das wirklich auf den Verlust eines realen Menschen vor?


Abtei Königsmünster

Quelle: Privat

Im Rahmen einer Exkursion zum Thema Trauerarbeit im Berufsbildungsbereich durfte ich mit drei weiteren Kollegen und zwei Gruppenleitern die Abtei Königsmünster in Meschede besuchen. Im Vorfeld haben wir über diesen Tag gesprochen und unsere Erwartungen gesammelt. Lea zum Beispiel war überzeugt davon, das die Gemeinschaft eher abgeschlossen und für sich lebt. „Eine ganz andere Welt“ nannte sie es, wie in einer Schneekugel.

Manuela war sehr daran interessiert, den Umgang mit Tod und Trauer im Kloster kennen zu lernen. Was passiert wenn einer der Brüder verstirbt und was haben Besucher für Möglichkeiten wenn sie sich im Trauerfall Hilfesuchend an die Gemeinschaft wenden?

Der Habit war ein Thema das Tim sehr interessierte. Was tragen die Mönche im Kloster und verlasen sie eben diese auch mal in „Zivil“?

Mein Kollege Dondo fand es besonders spannend, welche Räume wir besuchen dürfen und ob es Räume, wie zum Beispiel Gruppenräume oder eine Mensa gibt, die ausschließlich für die Gemeinschaft vorbehalten sind.

Haary kannte das Kloster schon. Er hat seit mehr als 30 Jahren einen persönlichen Bezug zur Abtei Königsmünster. Es war kaum zu übersehen wie wohl er sich an diesem Ort fühlt und das es für ihn war “wie nach Hause kommen”.

Ich selbst habe eine ruhige und besinnliche Umgebung erwartet und gehofft, das wir den Klosteralltag zwar erleben dürfen, aber niemand versucht uns etwas aufzudrängen.

Und obwohl nun alle unsere Erwartungen und Vorstellungen erfüllt wurden, war der Besuch im Kloster so ganz anders als ich ihn mir vorgestellt habe. Besucht haben wir dort nämlich keinen dunklen und verstockten Ort wie man ihn gerne in Filmen porträtiert. Ganz im Gegenteil! Ich habe die Abtei Königsmünster als sehr offene und moderne Gemeinschaft wahrgenommen, die viel Wert darauf legt auf vielfältige Weise mit ihrer Umgebung in Kontakt zu treten.

Tod und Trauer

Quelle: Privat

Besonders beeindruckt hat mich der Umgang mit dem Thema Tod und Trauer. Pater Guido hat ausführlich erzählt, wie die Mönche mit dem Tod eines Mitbruders umgehen. Ganz anders als dieses Thema erwarten lässt, ist ihr Umgang mit diesem Thema weder düster, noch kehrt man es unter den Teppich. Man nimmt sich viel Zeit um sich von dem lieb gewonnenen Menschen zu verabschieden. Wir hatten den Eindruck, das man dort viel selbstverständlicher und natürlicher mit Trauer umgeht als wir es im Alltag gewohnt sind. Wichtig finde ich auch, das sie ihrer verstorbenen Mitmenschen regelmäßig gedenken und auf vielfältige Art und Weise Raum für Erinnerungen schaffen.

Für mich war der Besuch im Kloster eine ganz besondere Erfahrung. Ich habe die Ruhe sehr genossen und neue Sichtweise auf manche Themen mitnehmen dürfen. Der Tag hat mir richtig gut getan, ich konnte gedanklich einiges ordnen und ich fühle mich nun im wahrsten Sinne aufgeräumt.

Abtei Königsmünster

Wer die Möglichkeit hat die Abtei Königsmünster einmal zu besuchen sollte die Chance wahrnehmen. Die Abtei selbst, ganz ungewöhnlich und schlicht, lädt die Besucher dazu ein, sich einmal wieder aufs wesentliche zu besinnen. Das Besucherhaus das „Haus der Still“ macht seinem Namen wirklich alle Ehre. Durch die außergewöhnliche Architektur strahlt es auch nach außen hin Ruhe und Besinnung aus. Nicht zu vergessen die „Gaststätte“ in der regionale oder sogar selbst erzeugte Produkte verarbeitet werden.

Vielen herzlichen Dank, das ich Teil dieser Exkursion sein durfte. Es war ein schöner Tag an dem ich meine Kollegen auch noch einmal von einer anderen privaten Seite kennen lernen durfte.

(Rezension) Die Vergessenen von Ellen Sandberg

(Rezension) Die Vergessenen von Ellen Sandberg

 

Die Vergessenen 
von Ellen Sandberg 

13,00 € / Klappenbroschur / 512 Seiten   

ISBN: 978-3-328-10089-8 / Penguin Verlag

 

Meine Meinung: 

Es geht um Vera, eine Journalistin die weder in ihrem Job noch in dem Ressort glücklich ist für das sie schriebt. Als ihr Cousin sich mit Geldproblemen an sie wendet und kurz darauf auch noch ihre Tante Kathrin mit einem Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert wird, lernen wir ihre ziemlich verkorkste und total eigensinnige Familie kennen. Während ihre Tante noch nicht aus dem Koma erwacht kommt sie nach und nach hinter Kathrins Geheimnis. Ohne ihrer Familie je davon erzählt zu haben hat sie ihre Ausbildung in der Heil- und Pflegeanstalt Winkelberg begonnen. An diese war auch eine „Kinderfachabteilung“ angeschlossen in der viele Kinder ihr Leben ließen. Nach und nach geht Vera der Frage auf den Grund was Kathrin davon überhaupt gewusst hat und ob sie am Ende sogar noch an den grausamen Morden beteiligt war. Antworten darauf erwartet sie in einer Akte zu finden.

Hier knüpft auch der zweite Handlungsstrang an. Dieser dreht sich um Manolis, einen vielleicht nicht ganz so sauberen Autohausbesitzer der ganz nebenbei den ein oder anderen Detektiv Auftrag für einen alten Freund erledigt. Für seinen Auftraggeber ist auch Manolis auf der Suche nach oben erwähnter Akte. Manolis Vater hat als kleiner Junge während des zweiten Weltkrieges ein Massaker in einem kleinen Griechischen Dorf überlebt und mit angesehen. Zeit seines Lebens sollte er diese Nacht nicht mehr vergessen und gibt die Erinnerungen an diese Tat auch an seinen Sohn weiter.

Der Teil des Buches rund um die „Kinderfachabteilung“ Winkelberg finde ich sehr spannend und tiefgründig. Hier ist es der Autorin auf erschreckend tiefgründige Weise gelungen Fiktion und grausame Realität miteinander zu verknüpfen. Das Buch bringt die beklemmende und aussichtslose Atmosphäre die damals langläufig geherrscht haben muss gut rüber. Da ich selbst nicht weit entfernt einer damaligen „Kinderfachabteilung“ lebe, macht dieses Buch Geschichte noch einmal auf besondere Art und Weise real.

Nicht weniger schlimm ist der Handlungsstrang um ein Massaker in einem kleinen griechischen Dorf. Auch hier steckt leider mehr Wahrheit in der Geschichte als einem vielleicht lieb ist. Personen und Orte würden zwar geändert, ein solches Dorf gab es aber wirklich. Ich habe sehr viel Respekt vor den Geschehnissen, leider passen diese zwei Handlungsstränge einfach nicht optimal zusammen. Jeder Handlungsstrang für sich ist alleine schon so stark, das er für ein ganzes Buch gereicht hätte.

Wer sich der Tiefgründigkeit dieses Romans bewusst ist, wird ein paar spannende und bewegende Lesestunden damit verbringen, die vielleicht auch noch dazu anregen sich einmal mit der eigenen Landesgeschichte auseinander zu setzen. Ich hoffe, es wird mehr von dieser Autorin geben oder sogar von Vera und Manolis geben. 


Andere Meinungen: 

“Alexa, Du hörst nicht zu!” – Mein Alltag mit der digitalen Assistentin

“Alexa, Du hörst nicht zu!” – Mein Alltag mit der digitalen Assistentin

“Hey Flo, es gibt da eine neue App, die solltest Du Dir ansehen!”

So fangen bei mir oft Prozesse an, die viele Tage, manchmal Wochen in Anspruch nehmen und an deren Beginn ich oft nicht weiß, wo die Reise am Ende hingeht und ob wir überhaupt irgendwo ankommen. Was das für Prozesse sind? Ich arbeite in einer Branche, in der fast alles digital und vieles automatisiert läuft. Da ist der Schritt ja nicht weit, auch für den Alltag Automatismen entwickeln zu wollen, die das tägliche Leben vereinfachen sollen. Das fängt damit an, dass der Wecker im Handy selbst weiß ob heute ein Arbeitstag ist oder ob ich liegen bleiben kann und hört da auf, wo das Smart Home selbständig das Licht ausmacht, wenn ich im Bett liege. Zumindest vorerst. Die Zeit dazwischen wird aber auch immer digitaler und automatisierter und ich finde das gut so. Das wird jetzt keine Grundsatzdebatte über das Für und Wider moderner Technik hier, die führen wir ja schon, seit 1835 die erste Dampflok von Nürnberg nach Fürth gefahren ist.

Der Sekretär die cloud

Mein Opa hatte früher in der “guten Wohnstube” einen Sekretär. Dieses unheimlich stylische Möbelstück war sein Büro. Dort wurden sämtliche Briefe, die er bekam, geöffnet, gelesen und entweder abgeheftet oder weggeworfen. Was aufgehoben wurde, wurde fein säuberlich abgeheftet und dort schrieb er auch seine Briefe, teils handschriftlich, teils mit einer alten Schreibmaschine, die ich heute noch habe. Die Post war das Internet seiner Zeit und der Sekretär seine cloud und sein home office. Und heute, tja ich sitze gerade mit dem Tablet auf dem Sofa und schreibe diese Zeilen mit einer Bluetoothtastatur, während ich dabei ganz easy auf das komplette Wissen der Menschheit zugreifen kann, wenn ich das möchte. Und auf meinen Cuba Libre, der steht ganz analog und kühl neben mir. Wenn ich spontan einen Gedanken festhalten möchte, muss ich den nicht mal mehr aufschreiben, es gibt immer mindestens ein Gerät in Reichweite, das einfach auf Zuruf reagiert und meine Stimme erkennt. Alexa und Siri sind die Vorzimmertipsen des 21. Jahrhundert geworden. Brauchen wir das denn? Brauchen wir jetzt workflows und Prozessoptimierung im privaten Leben, haben wir das nicht an der Arbeit genug? ich sage, ja brauchen wir. Zeit ist Geld, an der Arbeit zumindest, und Zeit ist Freizeit und damit Freiheit im Privatleben. Und die möchte ich nicht damit verbringen, meine Rechnungen abzuheften oder den Versicherungsordner zu sortieren. Wenn Alexa schon für mich das Licht anmachen und das Radio starten kann, dann soll sie sich mit ihren digitalen Kollegen bitte auch mal nützlich machen und was sinnvolles tun. Z.b. meine Post für mich abheften oder mir die Dinge bereitstellen, die ich gerade benötige, weil ich z.B. einen Brief (oder E-Mail, ja) schreiben will und daneben bitte noch meine Termine verwalten und mich an Dinge erinnern. Kennt Ihr das, wenn man irgendwo ist und nicht mehr wusste, was man da wollte? Auch da schaffen die digitalen Helferlein Abhilfe. 

Zunächst mal das einfachste, der Kalender. Der kommt von Google, synchronisiert sich selbst über alle Geräte und erinnert mich auf Wunsch auch an Termine. Aus dem Adressbuch des Handys zieht er die Geburtstage, die ich sonst immer gern vergesse. Und Alexa kann sprachgesteuert sowohl Termine eintragen als auch morgens einen Überblick über den anstehenden Tag geben. Ich finde das gut. Das gleiche gilt für meine To-Do-Listen, wobei die wichtigste davon die Einkaufsliste ist. Wann immer ich die letzte Tüte Milch im Kühlschrank öffne, sag ich Alexa bescheid und sie erinnert mich daran, wenn ich im Edeka stehe.

Bleibt das sortieren und abheften von Unterlagen. Das macht Alexa tatsächlich nicht, keine Arme, keine Kekse. Aber auch hier gibt’s spannende technische Hilfsmittel, Stichwort papierloses Büro. Bei mir an der Arbeit ganz langsam im kommen, bei mir privat gerade ein aktuelles Thema. Ich besitze jetzt einen kleinen, WLAN-fähigen Dokumentenscanner, der meine tägliche Post futtert und als pdf verschlüsselt in einer cloud ablegt. Der ganze Vorgang dauert etwa so lange wie früher der Weg zum Aktenschrank.

Ich persönlich finde das gut. Ich mag es, wenn Dinge einfacher werden und schneller gehen und mir mehr Zeit für andere Dinge bleiben.

Orkantief Friederike

Orkantief Friederike

Friederike

Orkantief Friederike hat gestern ganz Deutschland auf trab gehalten und die Nachwirkungen halten bis heute an. Bei uns in der Gegend sind einige Bäume umgeknickt und legen den Verkehr lahm, Busse fahren nicht und auch die Regionalbahn hat erst mal den Verkehr eingestellt. 

Was das ganze mit mir zu tun hat? Ich kann mit Eis leben und mit Schnee kann man im Sauerland auch recht gut umgehen, aber ein Sturm oder eben Orkantief Friederike ist noch mal eine ganz andere Angelegenheit. Ich gab es ja zu, ich bin ein kleiner Angsthase! Außerdem bin ich heilfroh das mein Gruppenleiter so viel Verständnis für mich hatte und ich spontan einen halben Tag Urlaub nehme durfte um das ganze bei mir zuhause aussitzen zu dürfen.

 

Mit einem Kopfhörer kann man auch bei einem Sturm noch recht produktiv arbeiten und ich habe bei mir zuhause einiges weggeschafft. Gut das das schlimmste überstanden ist und das der Familie und Freunden nichts passiert ist. Ich hoffe, euch geht es auch allen gut und ihr habt nicht allzu große Schäden zu beklagen. 

 

 

Blatt für Blatt in die richtige Richtung – Papierloses Büro

Blatt für Blatt in die richtige Richtung – Papierloses Büro

Die Akten sind sortiert, ein neues System ist ausgedacht, was bleibt nun nach meiner Hau-Ruck Aktion in Richtung papierloses Büro? Ein neuer, ziemlich simpler Workflow und ein Berg Papier der einfach nicht von alleine verschwinden will.


Ein großer Schritt in die richtige Richtung

Einen großen Schritt in die richtige Richtung habe ich ja nun schon gemacht und meine Altlasten in mein neues System einsortiert. Ich weiß, im Grunde rät man dazu, altes Papier, altes Papier sein zu lassen und nur bei Bedarf dem neuen Workflow zuzuführen. Im Grunde bin ich ganz der Meinung, aber ich habe einfach zu wenig Platz Zuhause um das ganze Altpapier weitere Jahre zu beherbergen. Nur aus diesem Grund habe ich mir die Zeit genommen, es war wirklich viel Zeit, alles zu sortieren, einzuspannen und wieder zu ordnen. Der Platz den ich dadurch wieder gewonnen habe gibt mir in meiner Entscheidung recht.

 


Aktenordner - Papierloses Büro Mein neuer Workflow sieht also vor, Briefe zu öffnen, zu lesen und dann direkt zu entscheiden was damit passiert. Als Privatperson habe ich in der Regel selten Briefe im Kasten die eine direkte Aktion von mir verlangen, daher kann ich alle Anschreiben an einem Ort sammeln und am Wochenende mal kurz durch den Scanner jagen. Die meisten Originale kann ich danach getrost weg werfen und die wenigen Ausnahmen die ich behalten muss hefte ich danach schnell ab. Das Wichtige an diesem System ist für mich, Briefe nicht wieder in der ganzen Wohnung zu verteilen. Um alles an einem Ort zu sammeln, habe ich einen Ablagekasten direkt neben meiner Schlüsselbox positioniert und dort landet vom Brief bis zum Kassenzettel alles. Abgesehen von kleinen Aussetzern, Kinderkrankheiten sozusagen, klappt das alles auch wunderbar schnell und spart mir Zeit und Nerven. 


Blatt für Blatt

AktenshredderEinen großen Nachteil hatte diese Aktion aber dann doch. Der große Stapel Papier unter meinem Esstisch verschwindet ja nicht automatisch. Im Gegenteil, er wächst dann Werbeblättchen und gratis Wochenzeitung noch weiter an. Reklame oder leere Briefumschläge kann ich einfach entsorgen, aber ich habe keine Lust alte Kontoauszüge und Lohnzettel einfach so über die blaue Tonne zu entsorgen. Nun habe ich zwar einen Aktenvernichter, aber mit dem alleine kann ich auch nicht Herr über diese unendliche Geschichte werden. Da es zu wenig für mich ist um es zum Entsorgen zu bringen, aber zu viel für den Heimschredder, sitze ich nun tatsächlich immer mal wieder vorm Fernseher und stecke fast hypnotisch Blatt für Blatt zwischen die scharfen Zähne dieses Reißwolfs. 


Wenn ihr eine tolle Lösung hab, viel Papier ohne Aufwand auf einmal loswerden zu können und das auch noch Datensicher, dann lasst es mich unbedingt wissen. Ansonsten brauche ich noch eine ganze Weile. 

Wohin mit all dem Papier? – Papierloses Büro

Wohin mit all dem Papier? – Papierloses Büro

Ein papierloser Paper-Addict?

Ihr kennt sie, die Flut an Papier die es tagtäglich in den eigenen Briefkasten schafft. Angefangen bei der Tageszeitung, bis hin zu Rechnungen oder Werbeflyern die kein Mensch braucht. Für mich war es nun an der Zeit all das loszuwerden und mich neu zu organisieren. Euch nehme ich nun mit auf meine Reise ins Land des papierlosen Büros.


Kurz vor Weihnachten 2017 ist mir der imaginäre Kragen geplatzt und ich habe meine komplette Papierablage
aus den Regalen geholt und sortiert. Nachdem ich einmal alles durchgegangen war, blieben mir nur noch 1,5 Ordner übrig die ich unbedingt behalten muss. Oder anders gesagt, ich kann ganze zwei Wäschekörbe Altpapier entsorgen, muss 7 leere Aktenordner und viele Hefter loswerden und habe ganze 3 Bretter in meinem Bücherregal zurückgewonnen.

Aktenordner

Ich habe mich dazu entschieden meine Unterlagen nun digital zu archivieren. Warum? Weil ich finde, das ich den Platz den ich dadurch erhalte, wesentlich sinnvoller nutzen kann als zum beherbergen von Akten und Papieren die ich im Grunde nie brauche. Ganz abgesehen davon spart mir eine digitale Suchfunktion viel Zeit und vor allem Nerven.

Als digitale Ablege wird mir in Zukunft Evernote dienen. Die Suche ist einfach einmalig und ich kann mir eine wahnsinnig durchdachte tiefe Ordnerstruktur sparen, weil ich sie mit Evernote einfach nicht mehr brauche. Es reichen ein paar wenige Notizbuchstapel gefüllt mein einer Handvoll digitaler Notizbücher. Alles was ich meinem System frisch hinzufüge landet in dem entsprechen Notizbuch und bekommt zusätzlich noch ein paar Tags, also Schlagworte. (Bei meinem ersten Evernote Versuch vor ca. 2 Jahren wusste ich die Schlagwortfunktion nicht zu schätzen, heute möchte ich nicht mehr ohne sie auskommen. Ich kann also nur jedem raten sich das ganze einmal genauer anzusehen.)

Hier mal ein Beispiel: Landet die neue Nebenkostenabrechnung bei uns im Briefkasten scanne ich sie in Zukunft ein und schiebe sie als PDF in das Notizbuch “Wohnung”. Mit den Schlagworten ‘Nebenkostenabrechnung’ und ‘Steuern 2017’ versehen, kann ich sicher sein, das ich sie zu passender Zeit wieder finden werde. (Zum Beispiel wenn es an die Lohnsteuererklärung geht.) Die PDF-Datei an sich lasse ich durch einen Automatismus noch einmal lokal und offline speichern. Das Papierschreiben wandert dann im Gegensatz zu früher auf direktem Wege in den Aktenvernichter.  


Ist das wichtig oder kann das weg? 

Am Anfang stand auch für mich die leidige Frage: Ist das wichtig oder kann das weg? Ich musste also erst einmal herausfinden, was man als Privatperson behalten MUSS und welche Unterlagen ich auch einfach für mein Gewissen in digitaler Form aufbewahren darf. Für Geschäftsleute stehen die Regeln da ziemlich fest, für alle anderen habe ich da eher vage Empfehlungen gefunden. Ein guter Anhaltspunkt war zum Beispiel Aufbewahrungsfristen.org. Ich würde mir da eine klare und transparente Regelung wünschen an der man sich entlang hangeln kann. [ctt template=”8″ link=”ex3Fm” via=”no” ]Ist das wichtig oder kann das weg? [/ctt]


Vom Paperaddict zum Paperless Pioneer? 

Alte Briefe

Mache ich nun eine 180° Grad Kehrtwende nachdem hier alles mit einem Bericht über Kalender und Papier angefangen hat? Nein! Ganz sicher niemals. Ich liebe Papier und weiß es sehr zu schätzen. Ich werde mir aber sogenannte Inseln bauen und mich nur all des Papiers entledigen, das hier immer ungefragt auf meinem Tisch landet. Handschriftliche Notizen oder Kalender werden mich sicher auch weiterhin begleiten.

 Denn seien wir doch alle mal ehrlich: Wie viel von dem war wir da so fein säuberlich abheften und horten brauchen wir wirklich regelmäßig wieder? Reicht da nicht vielleicht sogar einfach eine digitale Kopie die nicht im Regal verstaubt? Vieles haben wir nämlich sicherlich nur auf, weil wir es aus anderen Generationen so kennen oder weil wir aus sentimentalen Gründen glauben es bestimmt irgendwann einmal wieder zu brauchen. Eben frei nach dem Motto: Besser haben als brauchen! 


Wie versprochen möchte ich euch in Zukunft über meinem Prozess zum Papierlosen oder eher Papierarmen Büro teilhaben lassen. Es steht ja noch die Frage aus, welche Dokumente ich entsorgt habe und vor allem, wie wird man solche Massen Altpapier auf einmal los. 

Wie schaut das bei euch aus? Lasst mich doch in einem Kommentar wissen ob sich bei euch noch Berge von Papier türmen oder teilt euer System mit uns. 

 

Stunk auf der Buchmesse?

Stunk auf der Buchmesse?

Die Frankfurter Buchmesse

Die ersten Meldungen

Nun ist die Frankfurter Buchmesse schon mehr als eine Woche beendet und irgendwie habe ich nun das Gefühl, mich doch noch einmal dazu äußern zu müssen. Wir waren am Freitag den 13.10.2017 vor Ort und hatten einen angenehmen und interessanten Tag auf der Messe. Da ich den ganzen folgenden Tag unterwegs war, fielen mir erste Meldungen in den Sozialen Medien erst am Sonntag Morgen auf.

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(Hörbuch) Das Mädchen aus dem Norden von Katarzyna Bonda

(Hörbuch) Das Mädchen aus dem Norden von Katarzyna Bonda

Inhalt:

Inhalt: Nach einem Aufenthalt im Ausland kehrt die Profilerin Sasza Załuska zurück in ihre Heimatstadt Danzig. Sie hat beruflich und privat viel durchgemacht. Eine verdeckte Ermittlung endete in einer Katastrophe. Verbrennungen und das Trauma einer Geiselnahme blieben zurück. Nun soll Schluss sein mit Verbrechen und unstetem Leben. Sasza erhofft sich ein ruhiges Dasein an der Seite ihrer kleinen Tochter. Doch kaum in Danzig angekommen, erhält sie einen lukrativen Auftrag: Der Inhaber eines Musikclubs bittet sie, die Hintergründe von wiederholten Erpressungen und Morddrohungen aufzudecken. Für die Ermittlerin eine vermeintlich einfache Aufgabe. Kurz darauf gibt es einen Anschlag auf den Club, bei dem ein Mensch stirbt. Sasza Załuska beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen. Eine Entscheidung, die sie bald bereut. (Quelle: Random House Audio)

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Mein Messebericht – Frankfurter Buchmesse 2017

Mein Messebericht – Frankfurter Buchmesse 2017

Frankfurter Buchmesse 2017 – #fbm17

Wie mir die Frankfurter Buchmesse gefallen hat, was ich alles erlebt habe und ob sie mich geschafft hat, oder ich die Messe… 

 

Logo Frankfurter Buchmesse

Quelle: Frankfurter Buchmesse

 

Am Freitagmorgen ging es sehr früh los. Schon um 6.00 Uhr früh saßen wir im Auto auf dem Weg nach Frankfurt. Wir beide hätten wohl noch eine gute Hand voll Schlaf gebracht, es war aber auf jeden Fall die Richtige Entscheidung früh zu fahren um viel vom Tag zu haben. Nach etwas mehr als 2,5 Stunden haben wir im Menschenleeren Parkhaus am Reebstock sehr schnell einen guten Parkplatz gefunden und waren im Null-Komma-Nix mit dem Shuttlebus an den Messehallen. Auch hier war zum Glück noch nicht viel los. Kein Wunder, es war ja nicht einmal 9.00 Uhr. 

Messeturm Frankfurt

Agora – Frankfurter Buchmesse Foto: analog 2.0

Wir haben diese einmalige Gelegenheit genutzt und sind schon einmal durch Halle 3 gebummelt und konnten uns in aller Ruhe einen Überblick verschaffen. Es war schon ein spannendes Erlebnis zu sehen wie Autoren und Aussteller kurz vor der Öffnung energiegeladen die Hallen betreten haben um pünktlich die Menschenmassen zu begrüßen.

Gitta Edelmann und Rena von analog 2.0

Gitta Edelmann und Rena von analog 2.0 Foto: analog 2.0

Die nächsten zwei Stunden haben wir damit verbracht die Hallen 3 zu durchforsten und haben schnell das ein oder andere Buch für unsere Leselisten entdeckt. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll zu lesen. Um diese Zeit hielt sich die Besucherzahl auch noch in Grenzen und man hatte ausreichend Gelegenheit zu stöbern. 

Gegen 11.00 Uhr haben wir uns auf den Weg zum Gemeinschaftsstand der Verlage Dryas und Plaisir d’Amour. Dort habe ich mich über die aktuellen Programme informiert und habe mehr oder weniger durch Zufall die sehr sympathische Autorin Gitta Edelmann getroffen. Sie hat mir mein Buch signiert und auch für ein Foto war genügend Zeit. Außerdem fand ich es wirklich spannend mit ihr über ihre Bücher zu reden. Die Ella Martin Reihe habe ich verschlungen und freue mich jetzt schon auf den nächsten Band rund im die Hobby Kriminalistin in Canterbury. Für mich gehörte dieses Treffen absolut zu meinen Messehighlights und ich hoffe man hat mir meine Nervosität nicht all zu sehr angemerkt. 

Susanne Fröhlich Buchmesse Frankfurt

Susanne Fröhlich – Buchmesse Frankfurt 13.10.2017 Foto: analog 2.0

Danach wurde es erst Mal Zeit für eine verfrühte Mittagspause. Die Food-Stände waren noch schön leer und wir brauchten definitiv mal eine Pause um danach entspannt die nächste Halle in Angriff nehmen zu können.

Sebastian Fitzek und Marco Teubner - Buchmesse Frankfurt 13.10.2017

Sebastian Fitzek und Marco Teubner – Buchmesse Frankfurt 13.10.2017 Foto: analog 2.0

Über den Nachmittag verteilt habe ich noch Susanne Fröhlich und Sebastian Fitzen auf der Open Stage gesehen. Bei letzterem hatte ich zwar kaum Chance etwas zu sehen weil es so überlaufen war, aber immerhin kann ich nun sagen, ich habe ihn live gesehen und gehört. Da ich nie die Ruhe habe irgendwo mehr als eine Stunde zu warten oder für eine Lesung eine Karte zu bekommen, hatte ich bisher nie das Glück ihm zu begegnen. Aber was nicht ist kann ja immer noch werden.

Kurz bevor wir uns wieder auf den Weg nach Hause gemacht haben, hatte ich noch die Gelegenheit eine liebe Bekannte und Bloggerin zu Treffen. Endlich konnte ich Marie von Vielleserin einmal persönlich treffen nachdem wir schon so lange online Kontakt habe. Irgendwie ist es mir aber durch die Lappen gegangen ein Foto zu machen. 

#litnetzwerk Bloggertreffen - Frankfurterbuchmesse 2017

#litnetzwerk Bloggertreffen – Frankfurterbuchmesse 2017 Foto: Nadine H. WortKunstSalat

Im Anschluss fand noch das #litnetzwerk Bloggertreffen draußen vor dem Lesezelt statt. Ich hätte gar nicht gedacht, das so viele kommen würden. Es hat mich gefreut, euch alle endlich mal persönlich zu treffen. Im vorbeigehen hätte ich euch wahrscheinlich gar nicht erkannt.

Für mich hat sich die Frankfurter Buchmesse 2017 auf jeden Fall sehr gelohnt. Ich habe tolle Menschen getroffen und neue Kontakte knüpfen können. Außerdem bin ich natürlich auch wieder mit neuen Ideen nach Hause gekommen und meine Buch-Wunschliste ist um einige Titel gewachsen. 

 

(Hörspiel) Die Wahrheit von Melanie Raabe

(Hörspiel) Die Wahrheit von Melanie Raabe

Inhalt:

Das Hörspiel zum Thriller-Bestseller

Vor sieben Jahren ist der reiche Geschäftsmann Philipp Petersen während einer Südamerikareise spurlos verschwunden. Seither zieht seine Frau Sarah ihren Sohn alleine groß. Doch dann erhält Sarah die Nachricht, dass Philipp am Leben ist. Seine Rückkehr löst ein gewaltiges Medieninteresse aus. Sarah hat zwiespältige Gefühle: Was wird werden? Gibt es noch eine gemeinsame Zukunft? Sie ist auf alles vorbereitet, nur auf das nicht: Der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht ihr Ehemann. Es ist ein Fremder – und er droht Sarah. Wenn sie ihn jetzt bloßstelle, werde sie alles verlieren: ihren Mann, ihr Kind, ihr ganzes Leben …  (Quelle: der Hörverlag)

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