(Blogtour) Spreewaldrache – Depressionen

(Blogtour) Spreewaldrache – Depressionen

Hallo und herzlich willkommen zum 7. Teil der Blogtour “Spreewaldrache”. Nachdem wir Gestern schon das Thema Familienfehden hatten, wird es heute bei mir um Depressionen gehen. 

Depressionen gibt es überall, auch wenn es heute noch gerne tot geschwiegen wird. Das kann viele Gründe haben. Die Familie möchte nicht darüber reden oder man selbst möchte sich nicht als krank abstempeln lassen. Aber ich wenn man eine Depression oft nicht sehen kann, es ist eine Krankheit wieder andere auch und sie kann nicht einfach weggeredet werden. 

Depressionen in Spreewaldrache 

Ich glaube viele Menschen würden erst einmal so reagieren wie ich es bei Kommissar Thang in Spreewaldrache gelesen habe. Er sieht, das es seiner Frau nicht gut geht, aber er nimmt es nicht wirklich wahr. Das kann man ihm nicht verübeln, denn er weiß nicht wie er damit umgehen soll. Ich denke auch seine Arbeit wird unter den Problemen seiner Frau gelitten haben. Wahrscheinlich wird er es als Fluchtmöglichkeit genutzt haben um nicht zuhause sein zu müssen. Ich kann es ihm nicht verdenken. Er wird sehr hilflos gewesen sein.

Was ist eine Depression? 

Wer unter Depressionen leidet, fühlt sich oft sehr niedergeschlagen und bedrückt. Es fällt Betroffenen sehr schwer sich selbst aus dieser Situation wieder zu befreien. Depressionen sind nicht mit einem “normalen” Stimmungstief zu verwechseln. Diese hören in der Regel von alleine irgendwann wieder auf und man fühlt sich besser, Depressionen bessern sich in der Regel nicht von selbst. 

Gefühle einer Depression können starke Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit, Antiebslosigkeit und auch starke Angst sein. Diese können das gesamte Leben beeinträchtigen und sich in Schlafstörungen, Konzentrationsverlust, Kopfschmerzen oder Magenproblemen äußern. (Das sind nur einige Symptome. Jeder empfindet das unterschiedlich.) 

Wenn es euch selbst nicht gut geht oder ihr jemanden zum reden braucht, sprecht einen guten Freund oder die Familie an. Ich weiß, der erste Schritt ist nie leicht. Falls ihr niemanden habt dem ihr euch anvertrauen könnt , es gibt das Telefonseelsorge.  Die Nummer findet ihr auf der Homepage, der Anruf dahin ist kostenlos und anonym. Ich kann euch versichern, ihr seid nicht alleine damit. 

Gewinnspiel

Auch heute habt ihr bei mir die Chance in den Lostopf zu hüpfen. Beantwortet mir einfach die folgende Frage: Unter welcher Krankheit leidet Kommissar Thangs Ehefrau? 

Auslosung und Bekanntgabe am 12. Juni 2018 

Ich drücke euch die Daumen.

Was gibt’s zu gewinnen?

Buch Spreewaldrache von Christiane Dieckerhoff

Erster Preis: Spreewaldtrio – Chiligurken, Leinöl, Spreewaldrache (signiert) 

Zweiter Preis: Spreewaldduo – Salz-Dil-Gurken und Spreewaldrache (signiert) 

Dritter Preis: Spreewaldsolo: Spreewaldrache (signiert) 

 

Die Teilnahmebedingungen für dieses Gewinnspiel findet ihr bei Redaktionsbüro Lanfermann

Der Versand erfolgt über Christiane Diekerhoff und Spreewald-Praesente

Die anderen Stationen der Blogtour: 

  • 4. Juni – 6.30 Uhr: Buchvorstellung bei Carmen
  • 4. Juni – 18 Uhr: Die Protagonisten bei Juliane
  • 5. Juni – 6.30 Uhr: Die Autorin bei  Sabrina
  • 5. Juni – 18 Uhr: Orte bei Juliane
  • 6. Juni – 6.30 Uhr: Interview bei Christine
  • 6. Juni – 18 Uhr: Familienfehden bei Rena
  • 7. Juni – 6.30 Uhr: Depressionen bei Rena
  • 7. Juni – 18 Uhr: Die Reihe bei Marie
  • 8. Juni – 6.30 Uhr: Spreewald-Kultur bei Marie
  • 8. Juni – 18 Uhr: Teambuilding bei Anja
  • 9. Juni – 6.30 Uhr: Spreewälder Wassersport bei Anja
  • 9. Juni – 18 Uhr: Rezepte bei Carmen
  • 10. Juni – 6.30 Uhr: Der Spreewald als Urlaubsziel bei Sabrina
  • 10. Juni – 18 Uhr: Ein Ausblick bei Christine
  • 12. Juni – ganztägig: Auslosung und Bekanntgabe der Gewinner auf allen Blogs

 

(Blogtour) Spreewaldrache – Depressionen

(Blogtour) Spreewaldrache – Familienfehden

Hallo und herzlich willkommen zur Blogtour “Spreewaldrache”. Bei mir wird sich heute alles um die große Familienfehden in diesem Krimi drehen. Denn davon gibt es in Spreewaldrache mehr als genug. 


Das Wort Fehde stammt von dem mittelhochdeutschen “vehede” und dem althochdeutschen “fehida” ab. Es bedeutet Feindschaft und / oder Streit. Noch heute mit biblischen Wendungen in Verbindung gebracht, bezeichnet es heute im Grunde persönliche Streitereien. 

In diesem Falle, wenn wir uns Spreewaldrache einmal genauer anschauen, geht es um eine alte Familiefehde zwischen den Kahnführer-Familien Schenker und Klingebiel Diese beiden Familien konntet ihr am Montag schon bei Juliane näher kennen lernen. Besagte Fehde nimmt die ganze Geschichte über eine große Rolle ein. Auffallend ist, das entweder niemand mehr so genau weiß warum die Familien eigentlich im Klinsch liegen oder womit es damals eigentlich angefangen hat. Niemand will so recht darüber reden und das Thema wird nicht selten mit einem einfachen „alte Kamellen“ abgetan und unter den Tisch gekehrt.  

Wo genau der Streit angefangen hat vermag ich auch nicht zu sagen. Irgendwo am Anfang standen wohl die typischen Gründe Neid und Konkurrenz. Zwei Kahnführer-Familien in der gleichen Gegend die um Arbeit und Touristen kämpfen, das musste ja früher oder später zu Differenzen kommen. Der eine kann dem anderen den Erfolg nicht gönnen und so schaukelt es sich hoch. Es dauert auch nicht lange, bis es von einfachen Streitereien zu Sachbeschädigung auf Körperverletzung übergeht. 

Als dann auch noch die 15-Jährige Jana Schenker mit dem Sohn der Klingebiels anbandelt, bringt es das Fass endgültig zum überlaufen und die Familienfehde eskaliert vollkommen. Der Kahn-Schuppen der Familie Schenker brennt komplett nieder und einer der beiden Zwilling, Janas ältere Brüder, verliert dabei sein Leben. 

All das zieht sich nun mit Daniel Schenker in die dritte Generation. Er hat mit dem eigentlich Streit schon nichts mehr zu tun, aber man hat halt Streit weil das schon immer so war…


Schon Morgen früh um 6.00 Uhr geht es hier mit dem nächsten Teil der Blogtour weiter. Morgen geht es um Depressionen. 


Gewinnspiel

Natürlich gibt es auch heute bei mir ein Gewinnspiel. Um in den Lostopf zu gelangen, beantwortet mir einfach die folgende Frage: Womit verdienen die Familien Schenker und Klingebiel ihr Geld? 

Auslosung und Bekanntgabe am 12. Juni 2018 

Ich drücke euch die Daumen.

 

Was gibt’s zu gewinnen? 

Buch Spreewaldrache von Christiane Dieckerhoff

Erster Preis: Spreewaldtrio – Chiligurken, Leinöl, Spreewaldrache (signiert) 

Zweiter Preis: Spreewaldduo – Salz-Dil-Gurken und Spreewaldrache (signiert) 

Dritter Preis: Spreewaldsolo: Spreewaldrache (signiert) 

 

Die Teilnahmebedingungen für dieses Gewinnspiel findet ihr bei Redaktionsbüro Lanfermann

Der Versand erfolgt über Christiane Diekerhoff und Spreewald-Praesente

 

Die anderen Stationen der Blogtour: 

  • 4. Juni – 6.30 Uhr: Buchvorstellung bei Carmen
  • 4. Juni – 18 Uhr: Die Protagonisten bei Juliane
  • 5. Juni – 6.30 Uhr: Die Autorin bei  Sabrina
  • 5. Juni – 18 Uhr: Orte bei Juliane
  • 6. Juni – 6.30 Uhr: Interview bei Christine
  • 6. Juni – 18 Uhr: Familienfehden bei Rena
  • 7. Juni – 6.30 Uhr: Depressionen bei Rena
  • 7. Juni – 18 Uhr: Die Reihe bei Marie
  • 8. Juni – 6.30 Uhr: Spreewald-Kultur bei Marie
  • 8. Juni – 18 Uhr: Teambuilding bei Anja
  • 9. Juni – 6.30 Uhr: Spreewälder Wassersport bei Anja
  • 9. Juni – 18 Uhr: Rezepte bei Carmen
  • 10. Juni – 6.30 Uhr: Der Spreewald als Urlaubsziel bei Sabrina
  • 10. Juni – 18 Uhr: Ein Ausblick bei Christine
  • 12. Juni – ganztägig: Auslosung und Bekanntgabe der Gewinner auf allen Blogs

 

(Rezension) Die Klippen von Tregaron von Constanze Wilke

(Rezension) Die Klippen von Tregaron von Constanze Wilke

Inhalt:

Inhalt: „Die Klippen von Tregaron“ beginnt, als die junge Glasbläserin Caron einen Brief erhält, in dem ein Anwalt sie über ein Erbschaft in Wales informiert. Sie soll ein Cottage und ein Gemälde erben und macht sich auf den Weg in ihre alte Heimat Wales. Sie sieht der Frau auf dem Gemälde zum verwechseln ähnlich, aber niemand weiß so recht um wen es sich handelt. In Wales macht sie sich auf den Weg dem unvorhergesehen Erbe und auch ihrer eigenen Vergangenheit auf den Grund zu gehen. 

 

Die Klippen von Tregaron 
von Constanze Willen

10,- € | Taschenbuch | 441 Seiten

ISBN: 978-3-442-48477-5  | Goldmann Verlag 

Meine Meinung: 

Wie man es von Constanze Wilken und ihrer Wales Reihe gewohnt ist, steck auch „Die Klippen von Tregaron“ voller lokaler Details, liebevoll beschriebene Handlungsorte und eine Familiengeschichte deren Wurzeln tief zurück reichen. Dieser Roman ist der fünfte und letzte Teil dieser Reihe, aber jeder kann auch ganz alleine für sich gelesen werden. 

Zunächst ist es mir nicht leicht gefallen in die Geschichte zu finden. Das liegt wie so oft an den schönen walisischen Namen. Sie sind mir fremd und ich weiß nicht wie man sie ausspricht. (Das Namenregister wäre die passende Gelegenheit gewesen, die passende Aussprache gleich mit zu liefern.) Nachdem die Hürde überwunden war, konnte ich die spannende Familiengeschichte bis zum Schluss genießen. 

Die Autorin hat hier wieder sehr geschickt zwei verschiedene Erzählstränge zu einem spannenden Ganzen verbunden. Was zuvor wie zwei verschiedene Geschichten erschienen ist, fügt sich am Ende zu einer gut nachvollziehbaren und logischen Ereigniskette zusammen. Auf der einen Ebene wird die aktuelle Geschichte rund um Caron und ihr Erbe erzählt, die zweite Ebene wird immer wieder dazwischen geschoben und klärt Stück für Stück die Entstehung des Gemäldes und die dazugehörige Geschichte. Die Kapitel selbst lassen sich gut von einander unterscheiden, fügen sich aber am Ende ineinander. 

Die Figuren in „Die Klippen von Tregaron“ sind sehr detailliert ausgearbeitet. Am besten gefallen hat mir die Protagonisten Caron selbst. Sie war meiner Meinung nach am dichtesten beschrieben und auf das ganze Buch gesehen, kann man sie bei ihrer ganz persönlichen Weiterentwicklung beobachten. Sie wächst über ihre Gewohnheiten und ihre Familie hinaus. 

„Die Klippen von Tregaron“ hat mir gut gefallen. Man kann sich bei Constanze Wilken darauf verlassen, das sie einen auf unterhaltsame Lesestunden ins ferne Wales mitnimmt. Ihre Bücher sind doch immer wieder wie ein kurzer Urlaub an der Küste. Würde ich noch Sterne vergeben, gäbe es von mir mindestens 4 Sterne, auf jeden Fall aber eine klare Leseempfehlung. 

 

Eins nach dem andern

Eins nach dem andern

Gestern fragte mich eine “Mitstudentin” wie es denn läuft mit meinem Fernstudium. Eigentlich, finde ich, läuft es gut. Durch ihre Frage allerdings ist mir mal wieder aufgefallen, das ich viel zu viele Projekte (in diesem Fall Studienhefte) begonnen habe. 

Ich habe in letzter Zeit schon fleißig gelernt, aber irgendwie immer nur das worauf ich gerade Lust hatte. Die Einsendeaufgaben habe ich auch entsprechend lange vor mir hergeschoben. Leider bezieht sich das nicht bloß auf mein Fernstudium. Ganz allgemein begeistere ich mich für viele Dinge, finde aber kaum genügend Zeit mich mit all dem zu beschäftigen. 

Das Chaos mit dem Fernstudium ist da vergleichsweise einfach zu beheben, immerhin steckt das ja auch noch in den Kinderschuhen. Ich werde jetzt ein angefangenes Heft nach dem anderen beenden und zwar inklusive der Einsendeaufgaben. 

Der Rest gestaltet sich da schon schwieriger und ist definitiv eine andere Geschichte… 

 

 

(Rezension) Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands von Salvatore Basil

(Rezension) Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands von Salvatore Basil

Inhalt:

Inhalt: Nur wer sich verliert, kann sich auch finden … Seit seine Mutter ihn als Kind verlassen hat, lebt der dreißigjährige Michele von der Außenwelt abgeschottet im Bahnhofshäuschen eines verschlafenen, idyllischen Dorfs in Italien. Seine einzige Gesellschaft sind die liegengebliebenen Gegenstände, die er im täglich ein- und ausfahrenden Zug einsammelt und in seinem Zuhause um sich schart. Doch dann begegnet ihm Elena, die sein Leben wie ein Wirbelwind auf den Kopf stellt und ihn aus seiner Einsamkeit reißt. Als er kurz darauf sein altes Tagebuch wiederfindet, das seine Mutter damals mitnahm, als sie aus seinem Leben verschwand, gibt dies den Anstoß für eine wundersame Reise quer durch Italien, die Micheles ganzes Leben verändern wird …  (Quelle: blanvalet Verlag)

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https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=ZLfBtWaFStg
Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands 
von Salvatore Basil 

19,99 € | Hardcover mit Schutzumschlag | 352 Seiten

ISBN: 978-3-7645-0600-1  | blanvalet Verlag  

Meine Meinung: 

Komplett überzeugen konnte mich „Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands“ leider nicht. Das Ende war mir zu offen gehalten und irgendwie neutral und obwohl ich den Grundton dieses Romans sehr mag werde ich wohl nie ganz warm mit diesem Buch werden. 

Alles in allem habe ich mit „Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands“ eine emotionale und romantische Geschichte in den Händen gehalten. Dem Autor ist es mit seinem Schreibstil gelungen Spannung und Gefühle rüber zu bringen. Er schreibt sehr detailreich und ausladend. Die Geschichte ist sehr rasant, an der ein oder anderen Stelle vielleicht ein klein wenig überladen. Das Protagonistin Elena kaum zu bremsen ist, tut mit Sicherheit ihr übriges. Ich konnte einfach mit keinem der beiden Protagonisten warm werden obwohl ich gerade die Entwicklung von Michele sehr eindrucksvoll fand. 

Ausnahmslos gefallen haben mir die vielen kleinen versteckten Botschaften. Aufmerksame Leser dieses Romans werden sie nicht verborgen blieben und vielleicht das ein oder andere mit auf den Weg nehmen.

(Rezension) the woman in the window von A.J. Finn

(Rezension) the woman in the window von A.J. Finn

Ich weiß, was ich gesehen habe. Niemand glaubt mir. Sie?

Anna Fox lebt alleine in New York. Tochter und Ehemann sind nicht mehr da. Nach einem schweren Unfall leidet die Psychologin nun selbst an einer Posttraumatischen Belastungsstörung und verlässt ihr eigenes Haus aus Angst seit Monaten nicht mehr. Sie vertriebt sich ihre Zeit mit Online-Schach und damit ihre Nachbarn heimlich durch ein Fenster zu beobachten. Eines Tages beobachte sie währenddessen, wie im Haus nebenan jemand brutal überfallen wird. Aber wie kann sie Helfen, wenn sie das eigene Haus doch vor lauter Panik nicht verlassen kann?  

the woman in the window  
von A.J. Finn

15,- € | Klappenbroschur | 544 Seiten

ISBN: 978-3-7645-0641-4 | blanvalet Verlag 

 

Meine Meinung: 

“Für mich klingt das so, als würden Sie allmählich so weit kommen, das Sie anderen zu deren Bedingungen begegnen können und nicht nur zu Ihren eigenen.” (S. 109) 

Mit seinem Debüt-Roman hat A.J. Finn das Rad zwar nicht neu erfunden, dennoch hat der Hype um dieses Buch an dieser Stelle nicht zu viel versprochen. Auf seinen 544 Seiten holt dieser Thriller lange Schwung, um dann bis zur letzten Seite voller Spannung und Wendungen dem Leser den Atem zu rauben. 

Der Handlungsstrang um die Psychologin beginnt zunächst sehr seicht und wir haben die Gelegenheit die Protagonistin erst einmal kennen zu lernen. Sie sieht zum Beispiel gerne alte Schwarz-Weiß Filme, hat eine Vorliebe für Alkoholische Getränke und beobachtet liebend gerne durch ein Fenster ihre Nachbarn. Die Hintergründe dieser Geschichte werden nur Stück für Stück preisgegeben. Man weiß von Anfang an, es ist etwas Schreckliches passiert, etwas das Anna bis ins Mark erschüttert hat, aber das volle Ausmaß offenbart sich erst kurz vor Schluss.  

Der eigentliche Plot beginnt mit einer zufälligen Beobachtung nach der Annas Leben nie wieder so wird wie es vorher einmal war.  Nachdem ihr niemand Glauben schenken will, beginnt sie an sich selbst zu zweifeln. Und wer würde sich schließlich besser damit auskennen als eine Psychologin selbst? 

Ich finde die Beschreibung der jungen Frau Anna Fox sehr gelungen. Sie hat ihre eigenen Macken und Sorgen und ihr Verhalten und ihre Reaktionen waren in meinen Augen vollkommen nachvollziehbar und wirklich plausibel. Eine psychische Erkrankung ist wirklich kein einfaches Los und kann nicht über einen Kamm geschert werden. Für mich ist Anna ein starker Charakter mit vielen Facetten und viel Potential. Man kann mit ihr mitfiebern und spürt ihr Gefühlschaos ebenso wie ihre Verzweiflung.  Neben der Protagonistin hat mir Detektiv Little am besten gefallen. Auch er weiß Annas Ansagen zunächst nicht einzuordnen und kann ihr nicht glauben. Nachdem er das komplette Ausmaß ihrer Krankheit verstanden hat reagiert er aber sehr einfühlsam und wohlwollend.

Der Schreibstil ist sehr flott gehalten, kurze Kapitel die einem chronologischen Verlauf folgen, erzeugen Spannung. Zu großen Teilen kommt dieser Thriller ganz ohne Gewalt aus, die eigentliche Spannung entsteht auf der Psychischen Ebene. 

“the woman in the window” von A.J. Finn erinnert mich an Thriller von Joy Fielding oder Gillian Flynn. Leser dieser Autorinnen werden auch an diesem Buch Gefallen finden. 

Von mir bekommt “the Woman in the window” von A.J. Finn eine ganz klare Leseempfehlung. Dieser Psychothriller in der Ich-Perspektive garantiert rasante Lesestunden. Werbung und Klappentext haben an dieser Stelle nicht zu viel versprochen. 

Und wieder Schnee…

Und wieder Schnee…

Ostern im Schnee

Nachdem gestern noch so schönes Wetter war, lagen heute Morgen diese fetten Schneeflocken in der Luft. Nichts desto trotz hoffe ich, ihr habt alle ein schönes Osterwochenende und findet ein wenig Zeit für euch selbst.

(Rezension) Der Buchhalter von Auschwitz – Die Schuld des Oskar Gröning von Reiner Engelmann

(Rezension) Der Buchhalter von Auschwitz – Die Schuld des Oskar Gröning von Reiner Engelmann

Inhalt:

“Der Buchhalter von Auschwitz – Die Schuld des Oskar Gröning” von Reiner Engelmann beschreibt das Leben des jungen Oskar Gröning, der mit 21 Jahren als überzeugter SS-Mann nach Auschwitz abkommandiert wurde.  Basierend auf Interviews, Zeugenaussagen und anderen Dokument basieren die Erlebnisberichte des Herrn Grönig.  

 
Der Buchhalter von Auschwitz –
Die Schuld des Oskar Gröning
von Reiner Engelmann 

16,- € | Hardcover | 218 Seiten

ISBN: 978-3-570-16518-8 | cbj Verlag 

Meine Meinung:

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich hier nicht die Geschehnisse in und um Auschwitz beurteilen möchte, sondern lediglich das Buch selbst. (Im Grunde also der Text und die Recherche Arbeit des Reiner Engelmann.) beurteilen möchte.  

Der Buchhalter von Auschwitz

Obwohl “Der Buchhalter von Auschwitz – Die Schuld des Oskar Gröning” für mich nicht viel Neues enthalten hat, bin ich der Meinung das dieses Buch gerade für Jugendliche der Einstieg in dieses Thema sein könnte. Wenn sich vorher schon jemand mit der Thematik befasst und viel gelesen hat, wird Passagen aus dem BBC Interview von 2005 wieder erkennen in dem Herr Gröning dem Reporter sehr freigiebig viele Fragen beantwortet hat. 

Dieses Interview und viele weitere Dokumente hat Reiner Engelmann während seine Recherche zur Rate gezogen und ich denke, daraus ist ein durchaus runder Text zu dieser Thematik gelungen. Etwas Schade finde ich die Tatsache, dass der Autor nicht mehr die Möglichkeit hatte Oskar Gröning persönlich zu treffen. Das kann man ihm aber nicht zum Vorwurf machen, da sich Herr Gröning in den letzten Jahren zu diesem Thema nicht mehr öffentlich geäußert hat.

Natürlich ist es ein sehr schweres Pflaster das man mit diesem Thema betritt, aber der Schreibstil und die Aufarbeitung des Stoffes tragen dazu bei, den Horror in kleine Häppchen zu verpacken und ihn ein klein wenig greifbarer zu machen. Wie bereits angedeutet, besteht das Buch aus vielen kurzen Kapiteln. Diese sind in leichter Sprache geschrieben und gehören aber nicht immer zwangsläufig zusammen. Am Ende des Buches befindet sich ein tolles Glossar. Personen, Orte oder Begriffe die im Text nur angeschnitten werden konnten oder einigen Lesern vielleicht unbekannt sein könnten werden anschließend in diesem erklärt. Mir gefällt auch, das sich “Der Buchhalter von Auschwitz – Die Schuld des Oskar Gröning” mit der Sicht der “Täter” beschäftigt, die Geschichten der Opfer findet man hingegen öfter. 

Obwohl ich viele Aussagen aus dem Buch bis heute in verschiedenen Ausführungen immer wieder gelesen und gehört habe, fällt es mir immer noch sehr schwer die Tragweite dieser Taten wirklich zu begreifen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen in welcher Zeit und mit welchem Gedankengut man aufgewachsen sein muss um solche Gräueltaten gutheißen zu können. 

Ich würde dieses Buch gerade jungen Menschen empfehlen um sich einen ersten Eindruck über diese Thematik zu verschaffen. Es ist unglaublich wichtig das diese Menschen, diese Opfer nicht vergessen werden. 

Mehr von Reiner Engelmann

(Rezension) Das Jahr der wundersamen Begegnungen von Sarah Winman

(Rezension) Das Jahr der wundersamen Begegnungen von Sarah Winman

Inhalt:

Inhalt: Cornwall, 1947. Marvellous Ways und Freddie Drake könnten unterschiedlicher nicht sein. Doch das Schicksal führt die neunzigjährige Frau und den jungen Soldaten zusammen, denn Freddy, der einem im Sterben liegenden Freund versprochen hat, dessen Vater einen letzten Brief nach Cornwall zu bringen, landet unversehens bei Marvellous in ihrer selbsterwählten Einsamkeit. Sie nimmt den körperlich wie seelisch gebrochenen Mann bei sich auf, und eine unerwartete Freundschaft nimmt ihren Anfang. Wird Freddy Marvellous das geben können, was sie braucht, um dieser Welt auf Wiedersehen zu sagen? Und kann sie ihm geben, was er braucht, um weiterzumachen?  (Quelle: Limes Verlag)

Das Jahr der wundersamen Begegnungen  
von Sarah Winman 

19,99 € | Hardcover mit Schutzumschlag | 352 Seiten

ISBN: 978-3-8090-2662-4  | Limes Verlag  


Meine Meinung: 

Der Klappentext hatte mich au dieses Buch aufmerksam gemacht und ich habe mir davon einen gefühlvollen Roman versprochen den ich unbedingt lesen wollte.  

Leider habe ich mich mit diesem Buch irgendwie sehr schwer getan. Obwohl die Geschichte selbst schnell in Gang kam, konnte ich kaum folgen. (Zugegeben, das liegt wohl eher an mir.) 

Die Dialoge der Protagonisten habe ich als wirr und unlogisch empfunden und auch der Schreibstil der Autorin hat nicht gerade dazu beigetragen, diese Gespräche etwas zu entwirren. Sarah Winman schreibt sehr ausschweifend und irgendwie mit einem ordentlichen Hauch Fantasie. Oft springt sie von „hölzchen auf Stöckchen“ wie man so schön sagt. Mir ist es da wirklich schwer gefallen, einem roten Faden zu folgen. 

Für meinen Geschmack enthält das Buch einfach zu viele Charaktere, ich hatte keine Chance mich auch jemanden wirklich einzulassen weil ich ständig neue Personen kennen lernen durfte. Protagonistin Marvellous, eine alte Dame in ihren 90ern wirkt sehr überdreht und eigentlich ständig auf der Schwelle zwischen Realität und Fiktion. 

Gegenpol Francis Drake dagegen ist eher bodenständig und versucht nach Ende des 2. Weltkrieges sein Leben wieder in geregelte Bahnen zu bringen. 

Die Idee auf der das Buch basiert, eine Freundschaft zweier Menschen verschiedener Altersstufen, finde ich wirklich gut. Daraus hätte man sicherlich noch eine Menge machen können. Mich hat „Das Jahr der wundersamen Begegnung“ aber leider dennoch nicht überzeugen können. 

 

Trauer folgt keinem Schema

Trauer folgt keinem Schema

Trauer folgt keinem festen Schema

Jedes Jahr sterben geliebte Menschen. Manche gehen nach einem langen Leben ganz still von uns und andere sind einfach plötzlich nicht mehr da. Aber was heißt Trauer eigentlich? 

Im letzten Herbst ist mein Großvater verstorben. Er war schon einige Monate krank und lebte auch schon seit vielen Wochen in einem Heim, damit wir ihm die Pflege zukommen lassen konnten die er braucht. Im Grunde will ich damit sagen, das wir wussten, das es nicht mehr ewig so weiter gehen würde. Aber wann es zu Ende ist wussten wir natürlich nicht. Es war ein auf und ab das uns allen und nicht zuletzt meinem Großvater viel Kraft gekostet hat. 

Eines Abends kam dann der Anruf von meinen Eltern das es nun bald soweit sein könnte. In dem Moment völlig unwirklich und irrational. Es sollte noch fast einen ganzen Tag dauern bis er von uns gehen konnte. Ich war bis zum letzten Moment bei ihm und bin sehr froh darüber, das ich diese Möglichkeit hatte. Im Nachhinein war es mir unglaublich wichtig ein paar Minuten alleine zu sein und mich verabschieden zu können.  

Warum reagieren wir so unterschiedlich auf Tod und Trauer und wieso gibt es in unserem Leben sowenig Platz dafür?

Für eine gewisse Zeit toleriert die Umgebung die Trauer um einen geliebten Menschen gerne, Unterstützung ist nicht weit und Verständnis allgegenwärtig. Aber was kommt dann? Was passiert, wenn man erst Wochen oder sogar Monate danach um einen Menschen trauern kann? Fragen wie “Warum erst jetzt?” sind da nicht selten und die allgemeine Akzeptanz hat schon lange nachgelassen. Menschen sind aber nun mal verschieden. Dem einen reißt es auf der stelle den Boden unter den Füßen weg und andere leben einfach weiter. Versteht mich nicht falsch, jeder sollte so trauern können wie er möchte und vor allem wann er möchte. Jeder sollte die Möglichkeit haben sich die Zeit dafür nehmen zu können auch wenn schon viel Zeit verstrichen ist. Und überhaupt, was ist denn viel Zeit und wer legt die Maßstäbe dafür fest?

Auf seine eigene Art und Weise Abschied nehmen zu können ist wirklich unglaublich wichtig. Es braucht Zeit das Leben neu auszurichten. Das geht bei den einen schneller als bei dem anderen. 

Langläufig durchläuft die Trauer meist die folgenden vier Phasen:

Erste Phase 

Das Nicht-Wahrhaben-Wollen und verleugnen. Man ist starr vor entsetzen und fühlt sich wie in einem ‘bösen Traum’. Diese Phase dauert meist wenige Tage oder Wochen. Umso plötzlicher der Mensch verstirbt, desto länger dauert für gewöhnlich diese Phase. 

Zweite Phase

In dieser Phase spielen viele Emotionen auf einmal eine Rolle. Wut, Trauer, Freunde, Zorn und auch Angst. Die Frage nach dem Warum? ist wirklich wichtig. Der Verlauf dieser Phase hängt von vielen Faktoren ab. Gab es Streit und stehen noch offene Fragen im Raum. Die Möglichkeit seine Gefühle ausleben zu können hilft dem Trauernden sehr. Nachdem man diese Emotionen zulassen kann, kann die nächste Phase erreicht werden.

Dritte Phase 

Phase Drei ist die Phase des ‘Suchens’. Unbewusst oder bewusst suchen wir Orte auf an die man gemeinsame Erinnerungen hat oder findet andere Wege den geliebten Menschen in Erinnerung zu halten. Fotos, Bilder und lieb gewonnene Erinnerungsstücke können dabei helfen. Wenn man den Verstorbenen soweit loslassen kann das sich die Erinnerung weiter entwickelt, ist es an der Zeit für die nächste Phase. 

Vierte Phase

Wir beginnen den Verlust zu akzeptieren und neue Möglichkeiten tuen sich auf. Nicht selten entstehen diese aus dem Verlust dieses geliebten Menschen heraus. Neue Beziehungen, neues Verhalten oder Lebensträume scheinen nun möglich und wir gehen diese trotz des Wissens auf einen erneuten Verlust ein. 

Trauer folgt keinem festen Schema! Was ich damit sagen will, es dauert eben solange es dauert und das gehört nun mal leider zum Leben dazu. Oder ist das vielleicht nicht auch gut so? 

Rena Unterschrift