2019,  Off Topic - Rena privat

Migräne – Mein Leben mit dem Miststück

Menschen ohne Migräne kennen es nicht das Gefühl wenn einem fast der Kopf platzt weil ihn jemand in einen imaginären Drehstock spannt oder mit dem dazugehörigen Schraubendreher auf einen einschlägt. Kommentare wie „Dann geh doch mal an die frische Luft.“ oder „Ich kenn das, ich habe auch ständig Kopfschmerzen.“ sind da ehrlich gesagt nur noch ein Schlag in die gleiche Kerbe. 

Ich versuche mal ein klein wenig das aufzudröseln das ich selbst nicht verstehe. Migräne gibt es in unglaublich vielen unterschiedlichen Formen. Es ist eine neurologische Erkrankung unter der eine Menge Menschen leiden. Eine Migräne zeichnet sich meist durch einseitig, pochenden Schmerz aus und kann oft begleitet werden durch Übelkeit, Erbrachen, Schwindel oder Licht- und Geruchsempfindlichkeit. Dieser Kopfschmerz kann Stunden oder Tage anhalten und ist mitunter sehr scher in den Griff zu bekommen. 

Wer an dieser Stelle immer noch denkt, es seien doch nur Kopfschmerzen dem ist nicht mehr zu helfen. Da ich weder Arzt noch Experte bin, habe ich unten ein paar Links hinzugefügt die all das sagen können, was ich nicht weiß. 

Wieso also heißt es „Mein Leben mit dem Miststück“? Weil ich meine Migräne seit langem liebevoll das Miststück nenne und auch das ich noch viel zu harmlos. Je nach dem wie die Migräne ausfällt, schwanke ich zwischen ‘geht gerade noch so’ und ‘mach verdammt noch mal das Licht aus und lass mich alle in Ruhe’. Will sagen, es gibt Tage an denen ich durch die Migräne wirklich gar nichts machen kann. Kein Haushalt, nicht fahren und schon gar nicht Arbeiten. Das nervt nicht nur, das ist einfach scheiße. Ja, scheiße! 

Die Auslöser einer Migräne sind von Mensch zu Mensch verschieden. Bei mir ist es oft das Licht, wenn es in einem bestimmten Winkel einfällt. Auf manche Gerüche reagiere ich auch mit dem Miststück. Das sind aber nur die Trigger, also Auslöser, die ich zur Zeit kenne. Es gibt so viele verschiedene Faktoren die eine Attacke auslösen können, aber nicht müssen. Und weil sich diese natürlich im Laufe des Lebens auch verändern können, ist es wirklich nicht einfach mit einer Migräne zu leben. 

Es gab schon Tage an denen ich einfach bloß schlecht geschlafen habe und prompt mit einer Migräne belohnt wurde. 

Zur Zeit habe ich pro Monat 3 bis 11 Attacken. Somit liege ich tatsächlich noch recht weit unten an der Skala, dennoch belastet mich jede einzelne Attacke sehr. Jede raubt mir Kraft und vor allem Lebensqualität.

Es gibt Tage an denen ich vor Schmerzen nicht mehr weiß was ich anstellen soll und oft am liebsten mit dem Kopf auf die Tischplatte schlagen würde. Das sind die Momente wo ich mich frage, wieso ausgerechnet ich nun auch noch Migräne haben muss. Das sind auch die Tage an denen ich auch noch ganz andere Worte für dieses Miststück finde.  

Hier gibts passende Informationen zum Thema Migräne: 

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