ACHTUNG! Lesen auf eigene Gefahr, kann Spoiler enthalten!

Harry Potter and the cursed child

 

Als Harry Potter Fan der ersten Stunde habe ich schon lange voller Vorfreude auf die neuen Geschichten um Harry und seine Freunde gewartet. Gut, dieses Mal handelt es sich zwar nicht wieder um einen Roman, sondern um das Skript zu einem Theaterstück das zur Zeit in London aufgeführt wird. Zunächst ist dieser Stil etwas gewöhnungsbedürftig, aber man findet sich schnell rein vor allem weil man als Leser einfach dort abgeholt wird, wo man in Band 7 stehen gelassen wurde. Harry Potter and the cursed child hat mir viele Fragen beantwortet die ich nie hatte und wirft gleichzeitig neue auf die ich nie wollte, dennoch war es ein Stück weit wie nach Hause kommen oder gute Freunde wieder treffen. Gute alte Freunde wie Harry, Ron und Hermine.Cursed Child

Ich finde die Geschichte selbst hätte durchaus noch Potential gehabt und wurde nicht ganz bis zum Ende gedacht. Ihr fehlt es an Kontinuität und es gibt Logikfehler die sich nicht unbedingt wegreden lassen. Vor allem die Geschichte um Delphini hat mir das ein oder andre Kopfschütteln entlockt. Es gibt viele neue Charaktere und wir dürfen in Rückblenden noch einmal unsere Lieblingsmomente vorheriger Teile miterleben. Außerdem treffen wir viele alte Gesichter wieder, auch jemanden mit dessen Erscheinen ich gar nicht gerechnet hatte. (Ich gebe es zu, da war ich so gerührt, das ich die ein oder andere Träne vergossen habe.)  

Theaterstück hin oder her, man merkt dem Text zwar an, das J.K. Rowling ihre Finger im Spiel hatte, aber der Stil und die Sprache haben sich schon merklich verändert. Den warmherzigen Bildreihen Schreibstil der Autorin sucht man zwar vergebens, aber kleine Andeutungen an alte Zeiten finden man immer wieder mal.

Ich kann mir übrigens trotz der heutigen Technik kaum vorstellen, wie man dieses Skript auf die Bühne bringt, denn es gibt immer wieder Szenenwechsel.

Verzaubert

Aber was soll ich sagen, es ist und bleibt Harry Potter. Der gute alte Harry mit dem wir Jahrelang gelacht, gelitten und gefiebert haben. Der Harry den wir von Freunden leihen mussten weil das Taschengeld nicht reichte, den wir dann unter der der Bettdecke mit einer Taschenlampe gelesen haben. Für mich und viele andere kann Harry Potter einfach seinen Zauber nicht verlieren…