Meine Meinung

Ich bin ein großer Peter Grant Fan und habe lange auf den 7. Band der Reihe gewartet. Entsprechend groß waren meine Erwartungen an Die Glocke von Whitechapel, denn bisher hat Ben Aaronovitch es bisher immer geschafft mich mit seinen Geschichten zu fesseln.

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Libellenschwestern Die Glocke von Whitechapel

                   
Die Glocke von Whitechapel
von Ben Aaronovitch  

Teil 7 der Peter Grant Reihe

10,95 € / Taschenbuch / 416 Seiten  

ISBN 978-3-423-21766-8 / dtv Verlag 

 

Vorweg kann ich gleich sagen. das ich nicht glaube das jemand Spaß an diesem Buch hat, der die vorherigen Bände übersprungen hat. Neueinsteiger sollten unbedingt ganz vorne anfangen, den auch als aufmerksamer Leser kann man sich im Dschungel der vielen Personen, Flüsse und Geschöpfe verlieren. 

Der Plot: Der Autor lässt in diesem Buch einiges an offenen Handlungssträngen zusammen laufen. Daher ist es wie oben erwähnt unbedingt notwendig zu wissen was bisher passiert ist. Ohne dieses Wissen ist man hoffnungslose verloren und hält das was der Kenner als netten Wortwitz versteht wird für krudes Zeug. Obwohl die ganze Gesichte schon lange auf diese Handlung zusteuert, konnte mich “Die Glocke von Whitechapel” leider nicht vom Hocker hauen. Es fängt an bei Figuren die ich einfach nicht mag, die aber in diesem Buch eine größere Rolle einnehmen. Und es hört auf, indem die Handlung irgendwie langweilig vor sich hin plätschert. Man wartet ständig auf den großen Knall der einfach nie kommt. Das ist Schade, der Autor und seine Figuren können mehr. Das hat er in den ersten Teilen mehr als bewiesen. Mir ist die Handlung daher auch kaum kaum bis gar nicht in Erinnerung geblieben, einfach mit einem nächsten Buch an dieser Stelle anknüpfen könnte ich nicht.

Die altbekannten Figuren sind alle wieder mit von der Partie. Für meinen Geschmack sind es viel zu viele und werden ständig mehr. Ich fand es manchmal sehr schwer zu folgen wer da nun gerade mit wem… (Bände 1-6 habe ich schon zweimal gelesen. Ich sollte sie also schon etwas besser kennen.) Für mich ist die Geschichte um Peter Grant noch nicht zu Ende erzählt. Weder seinen persönlichen Handlungsstrang, noch den von Lesley halte ich für abgeschlossen. Irgendwie fehlt da einfach etwas. Das Ende hat mich sogar ziemlich unzufrieden zurückgelassen. Ich hoffe wirklich das da ein Band 8 folgen wird. Zum einen ist das Ende einfach unvollständig und irgendwie auch falsch und zum anderen scheint das gesamte Buch ausschließlich dazu da zu sein um den Leser schon mal in die richtige Richtung für Band 8 zu lotsen.

Eingefleischte Fans sollten Die Glocke von Whitechapel natürlich der Vollständigkeit halber lesen, aber Neueinsteiger sollten unbedingt bei “Die Flüsse von London” anfangen. So können sie schauen ob ihnen die Art und Weise Geschichten zu erzählen und der ironische Humor gefällt. Und nun? Hoffe das unsere Wünsche erhört werden und warten was Band 8 bringen könnte.

Rena