(Rezension) Der schwarze Schmetterling (Mickey Bolitar ermittelt Teil 1) von Harlan Coben

(Rezension) Der schwarze Schmetterling (Mickey Bolitar ermittelt Teil 1) von Harlan Coben

Inhalt:

Inhalt: Wer das Böse jagt … Schlimmer geht’s nicht, denkt Mickey Bolitar: Sein Vater ist tot, seine Mutter auf Entzug und jetzt muss der 14-Jährige auch noch zu seinem ungeliebten Onkel Myron ziehen! Doch es kommt noch schlimmer: Gerade als er neue Hoffnung schöpft, verschwindet seine Freundin Ashley spurlos! Fest entschlossen herauszubekommen, was mit Ashley passiert ist, findet er sich plötzlich in einem Strudel mysteriöser Ereignisse wieder – die auch mit dem Tod seines Vaters zu tun haben … (Quelle: cbt Verlag)

Damit keine Missverständnisse entstehen. Dieser Teil ist außerdem bereits unter folgenden Titeln erschienen: Butterfly Code und Nur zu deinem Schutz 

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10 Gründe warum ich Harry Potter und der Gefangene von Askaban mag

10 Gründe warum ich Harry Potter und der Gefangene von Askaban mag

Vorsicht, wenn du die Harry Potter Reihe noch nicht gelesen hast, enthält dieser Text auf jeden Fall Spoiler. 


Zuerst wollte ich Harry Potter niemals lesen. Ich war jung und fand es einfach langweilig, dass alle davon geredet haben. Schulfreunde, Nachrichten, einfach alle überall. Wie ich Harry Potter und der Stein der Weisen dann doch in die Finger bekommen habe, weiß ich heute gar nicht mehr so genau, anbahnt drei kann ich mich hingegen sehr gut erinnern. Meine beste Freundin hatte ihn ausgelesen auf dem Schreibtisch liegen, ganz klar das ich unbedingt weiterlesen musste. 


Harry Potter und der Gefangene von Askaban…

… ist seit diesem Tag mein absoluter Lieblingsteil der ganzen Reihe. Die berühmt-berüchtigte Harry
Potter Magie versprühen alle sieben Bände, aber im dritten Teil findet Harry endlich ein Stückchen Familie. Nachdem man Tante und Onkel einfach schrecklich zu Harry waren und die wunderbare Familie Weasley nun mal eben nicht seine eigene ist, freut es mich das nun endlich Harry am Zug ist. Schnell träumt er von einem Leben bei seinem Paten Sirius Black und auch der Leser kann sich vor soviel Hoffnung nicht verschließen. Ein wenig so, als würde man am Ende des Tunnels endlich das Licht sehen. 

Außerdem hat die Autorin spätestens hier begonnen Details in die Geschichten einzuarbeiten die später für den Verlauf noch wichtig werden und erzählt gleichzeitig wie wir gemeinsam an diese Stelle des Plots gelangt sind. 

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10 Details die ich an Harry Potter und der Gefangene von Askaban mag

  1. Harry und seine Klassenkameraden dürfen zum ersten Mal den Zaubererort Hogsmead besuchen. Ich liebe die Stellen an denen wir mehr über andere Hexen und Zauberer erfahren.
  2. Wir erfahren mehr über seine Eltern, vor allem aber über seinen Vater, als sie so alt waren wie Harry, Ron und Hermine jetzt sind.
  3. Der fahrende Ritter – diese Zauberer Erfindung hat mir schon immer sehr gut gefallen. Wer würde sich nicht manchmal einen verzauberten Bus wünschen der einen an Ort und Stelle einsammelt und hinbringt wo immer man hin will?
  4. Hippogreife – Wer will schon eine Ratte oder eine Katze wenn er wie Hagrid einen Hippogreif namens Seidenschnabel haben kann? Das Er Sirius später zur Flucht verhilft freut mich zusätzlich.
  5. Zeitumkehrer – Ist doch praktisch Momente Nichteinhaltung erleben zu können.
  6. Generell sind alle Harry Potter Bücher für mich “wie nach Hause” kommen. Band 3 ist aber wie schon gesagt mein absoluter Liebling und ich kann ihn immer und immer wieder lesen und er schafft es immer die gleichen Gefühle hervorzurufen. 
  7. Die Winkelgasse – Endlich bekommt Harry die Möglichkeit sich nach Lust und Laune in der Winkelgasse umzusehen. Niemand der ihm Vorschriften macht und er kann dort sein Zauberergeld auf den Kopf hauen.
  8. Harry bekommt einen neuen Besen. Viel spannender finde ich aber die Art und Weise wie er bei ihm landet und wer ihm für Harry gekauft hat.
  9. Hermine schlägt Malfoy – muss ich das wirklich noch erklären?
  10. Das ganze Buch steck voller Hoffnung

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Jetzt seid ihr dran!?

Wie sieht es bei euch aus? Welches ist euer liebster Harry Potter und warum? 

(Rezension) Die Frauen von Salem von Brunonia Barry

(Rezension) Die Frauen von Salem von Brunonia Barry

Inhalt:

Salem, Neuengland: drei tote Frauen, ein kleines Mädchen als Augenzeugin und eine bekannte Historikerin unter Mordverdacht – ein Fall, der nie ganz gelöst werden konnte. Auf den Tag genau fünfundzwanzig Jahre nach dieser unheilvollen Nacht, an Halloween 2014, wird wieder ein Mord verübt. Erneut wird Rose Whelan verdächtigt, der man damals jedoch nichts nachweisen konnte. John Rafferty, Polizeichef in Salem, untersucht den aktuellen Fall und rollt im Zuge der Ermittlungen auch diesen berühmtesten Cold Case der Stadt wieder auf. Callie Cahill, das Mädchen, das damals verschont wurde und später Salem verließ, erfährt aus dem Fernsehen von dem Mord – und kommt zurück in ihre Heimatstadt, denn sie muss beweisen, dass Rose nicht die Täterin sein kann. Rose, die Frau, bei der sie aufwuchs, die ihr einst so nahe stand. Sie kann es einfach nicht gewesen sein – weder damals noch heute. Oder etwa doch? (Quelle: btb Verlag)

 

Die Frauen von Salem von Brunonia Barry

9,99 € / 608 Seiten / Taschenbuch

ISBN: 978-3-442-71436-0 / btb Verlag

 Meine Meinung: 

Eigentlich hatte ich nach dem Klappentext einen spannenden Krimi erwartet, eingebettet in eine reale historische Begebenheit. „Die Frauen von Salem“ ist aber keine Kriminalgeschichte im eigentlichen Sinne. In diesem Buch steck von vielem etwas, Mystik, Spannung, Aberglaube und auch ein klein wenig Wahnsinn. 

Die Autorin Brunonia Barry hat ihre eigene fiktive Geschichte sehr geschickt in zahlreiche reale historische Details eingeflochten. Der Übergang ist nahtlos und gut gemacht.  

Die Sprache der Autorin hat mir gut gefallen, sehr bildhaft und mitreißend. Trotz der Spannung und des Sprachstils gab es für mich zwischendurch die ein oder andere Länge. Den Fluss mit dem man in die Geschichte startete reichte nicht bis zum Ende. Apropos Ende, der Fall wurde schlüssig aufgelöst und lässt zwar keine Fragen offen. Zufrieden lässt es mich aber auch nicht zurück. Ich kann es nicht genau beschrieben, aber für mich ist die Autorin an einigen Stellen einfach mit zu viel Mystik am Ziel vorbei geschossen. (Ich fand zum Beispiel den Beruf der Protagonistin Callie beliebig ersetzbar. Sie ist Klangtherapeutin und eben diese Stellen sind es oft die sich zäh in die Länge ziehen.) 

Grundsätzliche bekommt „Die Frauen von Salem“ eine Leseempfehlung von mir. Es ist was es ist und das füllt dieses Buch gut aus, aber eine fundierte klassische Kriminalgeschichte sollte man nicht erwarten um nicht enttäuscht zu werden.

(Rezension) Das Lied der Dunkelheit von Peter v. Brett

(Rezension) Das Lied der Dunkelheit von Peter v. Brett

Inhalt:

Inhalt  … und in der Dunkelheit lauert die Gefahr. Das muss der junge Arlen auf bittere Weise selbst erfahren. Schon seit Jahrhunderten haben Dämonen, die sich des Nachts aus den Schatten erheben, die Menschheit zurückgedrängt. Das einzige Mittel, mit dem die Menschen ihre Angriffe abwehren können, sind die magischen Runenzeichen. Als Arlens Mutter bei solch einem Dämonenangriff umkommt, flieht er aus seinem Heimatdorf. Er will nach Menschen suchen, die den Mut noch nicht aufgegeben und das Geheimnis um die alten Kriegsrunen noch nicht vergessen haben. (Quelle: Heyne Verlag)

 

Das Lied der Dunkelheit von Peter v. Brett   

16,99 € / 800 Seiten / Taschenbuch  

ISBN: 978-3-453-52476-7 / Heyne Verlag 

Band 1/5  der Demon Zyklus Reihe 

Meine Meinung: 

Fantasy? Das is ja gar nicht meins. Da erfinden die Autoren ein paar Monster und ein bisschen Zauberei, um damit die Lücken zu schließen, die sie inhaltlich mit ihrem fehlenden Talent offen lassen.
Und weil Harry Potter bloß Quatsch für Kinder ist und Herr der Ringe was für verträumte Nerds, ließ ich von diesem Genre bisher die Finger. Ja, Peter Grant hab ich gelesen. Da schafft es der Autor aber auch, durch Humor und guten Stil über das bisschen Zauberei ganz gut hinweg zu trösten. Auch Lockwood & Co. habe ich gelesen, hier sind wir aber für mich schon ganz hart an der Grenze zum Kinderquatsch, wobei es dafür eigentlich zu gewalttätig ist.

Das war meine bisherige Meinung zum Thema Fantasy. Und dann kommt Peter v. Brett mit dem “Demon Zyklus”. Warum ich das trotzdem gelesen habe? Ehrlich gesagt war es beim ersten Buch ein Versehen, ich wähne mich einem historischen Roman gegenüber, als plötzlich des Nachts böse Wesen aus dem Boden steigen, die Menschheit bedrohen und sich nur aufhalten lassen durch magische Symbole, die sich mit Energielinien verbinden und ein magisches Abwehrnetz bilden können. Ah ja. Is klar. Hätte mir das vorher einer gesagt, ich hätte es gelassen. Und ich hätte eine Menge verpasst! So aber bin ich völlig unbedarft und vorurteilsfrei in die Welt von Thesia gepurzelt und ich muss sagen, ich bin begeistert. Eines ist “Das Lied der Dunkelheit” nämlich nicht: Fantasyschrott für 14jährige Mädchen und andere Nerds, die in der realen Welt nicht klar kommen….
Wir starten unsere Reise in einem kleinen Dorf namens Tibbets Bach, wo wir den 11jährigen Arlen treffen. Schnell wird klar, wir sind insgesamt in einem mittelalterlichen Setting, die Leute leben tagsüber von der Landwirtschaft und nachts, tja nachts kommen die Horclinge. Wer? Eben jene Monster der Nacht, die allen anderen nach dem Leben trachten und die nur durch magische Siegel aufgehalten werden können. An der Stelle wollte ich dann eigentlich wieder gehen aber Arlen lies mich nicht. Wir besuchen zunächst ein Dorf, welches in der Nacht ein Opfer der Horclinge wurde, als die Siegel versagten. Schnell lernen wir, wie diese Welt gestrickt ist, und wer wie ich das einfache Leben liebt, der hätte sich hier wohlgefühlt. Ein Dorf im Mittelalter, hier wird Gemeinschaft groß geschrieben, man hilft sich… wirklich hübsch. Und keineswegs langweilig. Wir lernen einige interessante Menschen kennen, der Kosmos an Personen, die Peter v. Brett hier erschafft, ist durchaus als vielfältig und komplex zu bezeichnen.

Im Laufe des ersten Buches lernen wir noch Leesha kennen, ein junges Mädchen, dass es in der patriarchalischen Welt nicht einfach hat, sich aber eines starken Charakters erfreut und ihre Ziel etrotzdem durchsetzen kann. Und den jungen Rojer, welcher bei einem Angriff von Horclingen alles verloren hat und von einem Schausteller großgezogen wird.
Wir springen mehrfach zwischen den Geschichten dieser drei Charaktere hin und her und jeder von ihnen hat mich so in seinen Bann gezogen, dass ich jedes mal etwas traurig war, sie wieder verlassen zu müssen. Am Ende – wie sollte es anders sein – begegnen die drei einander endlich und mit dem Ende des ersten von insgesamt vier Büchern fängt die ganze Geschichte eigentlich erst an.
Trotz meiner Skepsis gegenüber Fantasyromanen hat mich “Das Lied der Dunkelheit” absolut überzeugt. Warum? Weil es eben nicht übertreibt mit der Zauberei, obwohl es manchmal grenzwertig wird. Die medizinische Versorgung der Bevölkerung übernimmt z.B. so eine Art Kräuterhexe, und was die so alles kann ist für mittelalterliche Medizin schon reichlich talentiert. Wenn man das mal nicht so eng sieht, wird man aber gut unterhalten. Die Darstellung der Charaktere, auch der Nebenfiguren, ist absolut gelungen und teilweise sehr scharf gezeichnet. Es fällt nicht schwer, die Personen bildlich vor sich zu sehen und man versteht ihre Denk- und Handlungsweise doch recht schnell.
Manchmal hatte ich sogar deren Gesichtsausdruck bildlich vor Augen.

Die Sprache ist einfach und verständlich gehalten, das Ganze liest sich sehr flüssig, wird dabei aber nicht langweilig. Der Autor bleibt in der dritten Person, die Handlung verlässt jedoch nie den jeweiligen Protagonisten. Wie schon erwähnt, beginnen wir mit drei unterschiedlichen Erzählsträngen, die am Ende wenig überraschend zusammenlaufen. Spätestens da kommen wir auch zu den sozialen Interaktionen der drei Hauptcharaktere, und da wir ihrer aller Geschichten in recht jungen Jahren begleiten, ist nicht schwer zu erraten wohin die Reise geht. Die Interaktionen der drei miteinander sind jederzeit logisch und aus der jeweiligen Perspektive gut nachvollziehbar, der Autor bringt uns dafür die Personen und ihre Denkweisen ausreichend nahe.

Bezüglich der Namen, sowohl von Personen als auch von Orten, hat der Autor kreativ versucht, eine ganz eigene Welt zu schaffen, was ihm im großen und ganzen auch gelingt.
Ist das jetzt was für meine eingangs erwähnten 14jährigen Mädchen und andere Nerds, die in der realen Welt nicht klar kommen? Nun, wenn sie die dichte Welt von Herr der Ringe gewöhnt sind, wird ihnen das hier unter dem Label “Fantasy” eher lasch vorkommen. Wer aber bei historischen Romanen mit Mittelaltersetting zu Hause ist und gegen ein bisschen Zauberei hier und da nix einzuwenden hat, der wird mit “Das Lied der Dunkelheit” eine unterhaltsame Zeit haben und wahrscheinlich auch genau wie ich den zweiten Teil gleich hinten dran packen.