Auris von Vincent Kliesch nach einer Idee von Sebastian Fitzek – Eine Nicht-Rezension

Auris dreht sich um den forensischen Phonetiker Matthias Hegel und um Jula Ansorge. Sie ist True-Crime-Bloggerin und ihr Schicksal kreuzt sehr schnell den Weg des Audio-Profilers.  

Foto Hörspiel Auris Vincent Kliesch und Sebastian Fitzek

Ich habe mehr oder weniger beide Versionen gleichzeitig gelesen/gehört, weil ich mich zunächst nicht so richtig entscheiden konnte. Inhaltlich kommen wir am Ende zum gleichen Ergebnis, die Geschichte wurde aber für die verschiedenen Medienarten verschieden umgesetzt damit sowohl Leser als auch Hörer auf ihre Kosten kommen. 

Das Buch Auris ist als Taschenbuch im Droemer Knaur Verlag erschienen. Das Hörspiel Auris ist eine Audible original Produktion und steht dort als Download bereit. 

Die Idee an sich ist meiner Meinung nach typisch Fitzek, das kann auch Vincent Kliesch nicht verstecken. Der Plot ist spannend, aber irgendwie schon wieder so sehr drüber das ich an zwei Stellen vorspulen/überblättern wollte. Ich lese viel, darunter ein Großteil Triller, aber irgendwann ist auch meine literarische “Schmerzgrenze” erreicht und das war in einigen Szenen der Fall. 

Wer aufmerksam die Beschreibung gelesen hat, wird wissen, das Auris der Auftakt einer neuen Serie ist. Man kann sich also schon zu Beginn darauf einstellen, das die Geschichte nicht zu Ende ist. Ob das gut oder schlecht ist muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. 

Der Charakter des Matthias Hegel hat mir sehr gut gefallen, ein forensischer

Buch Auris von Vincent Kliesch nach einer Idee von Sebastian Fitzek

Phonetiker ist mal etwas anderes und spannendes. Auch in der Hörspielversion wurde er durch die Stimme von Oliver Masucci glaubhaft umgesetzt. 

Jula Ansorge hat mir dagegen nicht so gut gefallen. Sie wirkte auf mich sehr labil, aber der Charakter hat sich in meinen Augen nicht groß entwickelt. Es tut mir auch sehr leid das jetzt schrieben zu müssen, aber Svenja Jung als Hörspiel Jula ging mir sehr schnell auf den Keks. Für mich passte das leider überhaupt gar nicht und je aufgeregter die Rolle wurde, desto unpassender war die Stimme. Bekanntlich ist sowas aber alles Geschmacksache und vielleicht ist jemand unter euch, dem es super gefallen hat. 

Das Sebastian Fitzek mit hinter der Geschichte steckt, tut dem Werk gleichermaßen gut und schlecht. Für mich hatte Auris die ganze Zeit einen faden Beigeschmack, das dieses Buch wohl hauptsächlich gelesen wird, weil Fitzek drauf steht. Das Vincent Kliesch den eigentlichen Text verfasst hat und bestimmt nicht wenige Drehungen und Wendungen von ihm sind, spielt für viele bestimmt keine Rolle. Genau diese Tatsache spricht aber auch dafür, das nun einige, darunter auch ich, über die anderen Bücher von Kliesch gestolpert sind. Ich gebe zu, ohne diese Zusammenarbeit hätte ich diese nicht auf dem Schirm. 

Warum das hier nun eine Nicht-Rezension ist? Weil ich gar nicht genau weiß wo ich für eine komplette, richtige Rezension ansetzen soll. Mir fällt es schwer ein Projekt zu bewerten, das so viele verschiedene Facetten hat. Es fängt schließlich schon bei der Frage an ob Buch oder Hörspiel. (Eine klare Antwort darauf habe ich übrigens nicht.) 

Ich würde jedem empfehlen sich seine eigene Meinung zu bilden, das Buch ist schnell gelesen und die ganz Lesefaulen können ja immer noch das Hörbuch hören. Einem zweiten Band werde ich auf jeden Fall eine Chance geben und lasse mich vom Plot überraschen. Wann das genau soweit sein wird, steht aber glaube ich noch nicht fest. Auf der Homepage des Autors Vincent Kliesch findet sich zur Zeit bloß die Information das es 2020 sein wird und das Buch (z.Zt.) Aurelia heißt. 

Nun würde mich aber eure Meinung interessieren und vor allem der Hinweis habt ihr Auris gelesen oder gehört? Oder vielleicht sogar beides? 

Auris von Vincent Kliesch
nach einer Idee von Sebastian Fitzek 
Hörspiel 

Audible

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