(Rezension) Das Geheimnis von Benwick Castle (Stableford 2) von Rob Reef

Reef_Geheimnis_von_Benwick_Castle_300dpi_RGB
Das Geheimnis von Benwick Castle von Rob Reef  

EIN STABLEFORD-KRIMI AUS SCHOTTLAND

Schottland 1937: Sir Alasdair Benwick, Hausherr einer im Rannoch Moor gelegenen Burg, ist verschwunden. Er wollte seine Anwälte in Glasgow aufsuchen, doch auf dem Weg dorthin verliert sich seine Spur.

Da die Polizei keinen Anhaltspunkt für ein Verbrechen findet und folglich keine Ermittlungen aufnimmt, bittet Sir Alasdairs Bruder Adrian den Detektiv John Stableford um Hilfe. Dieser sagt zu und macht sich gemeinsam mit seiner Frau Harriet, Dr. Holmes und dessen neuester Eroberung Lady Penelope auf den Weg in die schottischen Highlands.

 

Das Geheimnis von Fenwick Castle von Rob Reef (Stableford Reihe Teil 2)          

12 € / 272 Seiten  / Paperback

ISBN: 978-3-940258-60-1 / Dryas Verlag 

 Meine Meinung: 

Stableford die zweite 

Nachdem mir Band 1 der Stableford Reihe von Rob Reef schon gut gefallen hat, wollte ich natürlich auch den nächsten Teil lesen.  Weiterlesen

(Rezension) Ein Fehler mit Vergangenheit von Katharina M. Mylius

 Während eines Poloturniers in Kirtlington, einem wohlhabenden Vorort Oxfords, stirbt ein Spieler. Alles weist auf einen Unfall hin. Doch unter den Polospielern kursiert das Gerücht, dass ein Mädchen namens Cecilia Hillington etwas mit dem Vorfall zu tun hat. Die Inspectors Heidi Green und Frederick Collins ermitteln und stehen schon bald vor einem Rätsel. Denn Cecilia ist vor einigen Jahren spurlos aus Blenheim Palace verschwunden …

 

 

Katharina M. Mylius: Ein Fehler mit Vergangenheit

11,95 € / 242 Seiten / Taschenbuch

ISBN: 978-3-9402-5857-1 / Goldfisch Verlag 

 

 

Meine Meinung: 

„Ein Fehler mit Vergangenheit“ ist schon der zweite gemeinsame Fall der Inspectors Heidi Green und Frederick Collins. Gemeinsam ermitteln sie im Falle eines toten Polo-Spielers während eines Turniers in einem Oxforder Vorort. Obwohl es nicht der erste Fall der beiden ist, kann man hier bedenkenlos zugreifen, „Ein Fehler mit Vergangenheit“ ist ein in sich geschlossener Oxford Krimi der Lust auf mehr macht. Es ist nicht zwingend notwendig vorher den ersten Teil gelesen zu haben, danach wird man es wahrscheinlich aber wollen. 

Charaktere: Mir gefällt der Charakter der Heidi Green total gut, sie ist nicht wie der typische Inspector in anderen Büchern, sie ist leicht chaotisch versucht einen Mittelweg zu finden zwischen Ehe und Arbeitsleben. Außerdem sind da noch ihre beiden sehr aufgeweckten Zwillinge die sie auf trab halten. Ihr Kollege Frederick Collins ist dagegen eher der lässige ruhige Pol in diesem Duo. Die Nebencharaktere sind sehr vielseitig, bedienen sich aber oft dem Klischee der „versnobten Englischen Upperclass“.

Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin hat mir überraschend gut gefallen. Obwohl ich nie in Oxford war, ist die Bescherung der Umgebung und der Schauplätze so bildlich, das ich mich trotzdem nicht fremd gefühlt habe. Außerdem merkt man dem Text an, das die Autorin weiß wovon sie schreibt, das gibt dem ganzen Buch etwas sehr lebendiges. Mir gefalle ganz besonders die knackigen, einfachen Dialoge. Vor allem während verschiedener Verhöre machen diese die Geschichte richtig flott. Leider ist die Geschichte zwar in sehr viele Absätze aufgeteilt, aber nur in 7 große Kapitel. (Jedes Kapitel umschreibt die Geschehnisse eines Tages.)  Für mich als eingefleischten Kapitel-Leser war das gar nicht so einfach.

Die Geschichte: Der Plot hat mir gut gefallen, für Geschichten mit Familiengeheimnissen bin ich sowieso immer zu haben. Leider ging die Auflösung dann ziemlich rasant über die Bühne. Der Fall wird zwar schlüssig gelöst und lässt auch keine Fragen mehr offen, das ganze allerdings auf wenige Seiten beschränkt in einem wahnsinnigen Tempo. Das gute daran ist aber, ich wusste tatsächlich bis ins letzte Kapitel hinein nicht wie es ausgehen würde, verschiedene Drehungen und geschickte Wendungen haben mich in die falsche Richtung gelockt.

Cover: Das Cover gefällt mit gut auch wenn es mystischer wirkt als die Geschichte eigentlich ist. Wahrscheinlich stellt das Bild den im Buch viel erwähnten „Blenheim Palace“ dar. Alles in allem ein sehr ansprechendes einfaches Cover.

Fazit: Ein absolut empfehlenswerter Oxford Krimi mit kleinsten Mängeln. Solide einfache Polizeiarbeit, tolle ehrliche Charaktere und alles zusammen verpackt in eine spannende Geschichte rund um das altehrwürdige Oxford. Von mir bekommt „Ein Fehler mit Vergangenheit“ auf jeden Fall 5 Sterne und ich hoffe das wir nicht das letzte mal von Heidi und ihrem Kollegen Frederick gelesen haben.

5

Vielen Dank an den Goldfinch Verlag für dieses Rezensionsexemplar. 

(Rezension) Der Heiratsplan von Sophia Farago

Quelle: Dryas Verlag




Autor: Sophia Farago     
Preis: € 8,95 [D] 
Seitenzahl: 320 Seiten
ISBN978-3-940855-60-2
Verlag: Dryas Verlag 
im Dryas Verlag nur als Taschenbuch 

 

 

 

 

Inhalt:

England, 1811. Frederica, die älteste Tochter des verstorbenen Viscounts of Panswick, träumt von einer glanzvollen Saison in London. Doch ihr Vater hat der Familie einen Berg Schulden hinterlassen.

Um wenigstens das Anwesen Lancroft Abbey zu retten, beschließt ihre Mutter, alles auf eine Karte zu setzen. Anstelle von Frederica soll zuerst die zweitälteste und schönste Tochter Penelope in London debütieren, ausgestattet mit dem letzten Bargeld.

Als sich Penelopes Anstandsdame das Bein bricht, übernimmt Frederica, als verwitwete Cousine verkleidet, ihren Part. Die ersten Versuche, Kontakt zur vornehmen Gesellschaft aufzunehmen, scheitern kläglich. Kann Frederica ihre Aufgabe doch noch erfüllen und einen reichen Junggesellen für ihre Schwester finden?

Meine Meinung: 

Ich muss gestehen, besonders anspruchsvolle Literatur ist „Der Heiratsplan“ nicht, aber gerade das macht es zu etwas besonderem. Für mich war es eine sehr kurzweilige, aber mitreißende Geschichte. Tatsächlich irgendetwas zwischen Downton Abbey und Seifenoper.

Aber fangen wir vorne an: Im Gegensatz zu ihrer kleinen Schwester Penelope träumt Lady Frederica seit eh und je von ihrer Einführung in die Gesellschaft, zu ihrem Entsetzen beschließt ihre Mutter aus Geldnot allerdings zunächst die jüngere nach London zu schicken um einen Ehemann zu finden. Einen finanziell gut gestellten Gentleman natürlich, der mit seinem Geld bereit ist das bankrotte Anwesen Lancroft Abbey zu retten. Das Vorhaben droht schon zu scheitern, als Lady Abigail, Cousine der beiden und geplante Anstandsdame, sich den Fuß bricht und nun nicht mehr in der Lage ist Penelope zu begleiten.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Ich kann nicht sagen ob es der authentischen Sprache im Jahre 1811 entspricht, aber ich finde es bis auf zwei Ausnahmen sehr stimmig und passend. (Ich fand die Worte „krass“ und „dumm“ in diesem zeitlichen Zusammenhang einfach unpassend. Das war aber auch schon alles das ich daran auszusetzen habe.)

Die beiden Hauptprotagonistinnen gefallen mir sehr gut. Zwei Schwestern die sich sehr nahe stehen und dabei unterschiedlicher nicht sein könnten. Penelope ist die ruhigere, liebt Tiere, die Natur und das Leben auf dem Land und macht auch keinen Hehl daraus. Frederica ist weltoffene aber verträumte junge Frau die am liebsten sofort am Gesellschaftsleben in London teilhaben möchte. Die Mutter der beiden spielt mirt vielen Klischees und wird am Ende noch den ein oder anderen von euch überraschen.

Die Geschichte ist leider manchmal etwas vorhersehbar und berechnend, und genau das machte den Flair dieses Buches aus. Nichts wird dem Zufall überlassen, alles hat seinen Platz und jeder hat seine Stellung. Es passt einfach irgendwie zusammen. Ich hatte zu Beginn befürchtet das es sich um einen trockenen historischen Roman handeln könnte, aber „Der Heiratsplan“ entpuppt sich als recht jugendlich und flott und zu seiner Zeit sogar modern.

Fazit:

„Der Heiratsplan“ ist ein toller Auftakt in die Lancroft Abbey Reihe, zumindest hoffe ich, das noch weitere Bände folgen werden. Von mir bekommt dieses Buch 4,5 von 5 Sternen und wir mir ganz sicher in Erinnerung bleiben.

 

4-252C5