Stunk auf der Buchmesse?

Die Frankfurter Buchmesse

Die ersten Meldungen

Nun ist die Frankfurter Buchmesse schon mehr als eine Woche beendet und irgendwie habe ich nun das Gefühl, mich doch noch einmal dazu äußern zu müssen. Wir waren am Freitag den 13.10.2017 vor Ort und hatten einen angenehmen und interessanten Tag auf der Messe. Da ich den ganzen folgenden Tag unterwegs war, fielen mir erste Meldungen in den Sozialen Medien erst am Sonntag Morgen auf.

Von Ausschreitungen und der Buchblase

Quelle: Frankfurter Buchmesse

Ausschreitungen auf der Frankfurter Buchmesse? Für mich war die Buchmesse bis dahin eine kunterbunte, flauschige Buchblase. Eine Blase im wahrsten Sinne des Wortes. Wer schon einmal auf der Buchmesse war, wird wissen wie groß das Gelände ist und das man sich an diesen Tagen, hingegen aller Gewohnheiten, eher selten online tummelt. Das Reale Leben hält einen schließlich ausnahmsweise mal davon ab. Also alles schön und kunterbunt?!

Nun sitze ich hier also wieder zuhause und muss in den Medien über besagte Vorfälle lesen, die in den Hallen stattgefunden haben die ich doch vor kurzem noch besucht habe. Auch wenn ich nichts davon live mit ansehen musste, werfen diese Ereignisse einen Schatten über meinen Messebesuch. (Aufgrund besagter Größe der Messe hätte ich mich allerdings auch in einer der Hallen befinden können, ohne etwas mitzubekommen.) Ich finde diese Entwicklung gefährlich und auch beängstigend.

Messeturm Frankfurt – Frankfurter Buchmesse Foto: analog 2.0

Außerdem wirft sie bei mir auch viele Fragen auf, zumal ich im Nachhinein sagen würde, das die Stimmung ja bereits vor der Messe am köcheln war. Hätten die Veranstalter andere/bessere Vorkehrungen treffen müssen? Wird man darauf Konsequenzen ziehen im Bezug auf die nächste Messe? Und noch wichtiger, wie gehen Autoren, Lese und Blogger in Zukunft damit um? 

Und nun? 

Eines kann ich ganz klar sagen: Es wäre der denkbar falscheste Weg der Messe von nun an fern zu bleiben. Damit würden wir uns doch bloß ins eigene Fleisch schneiden und uns unsere ganz eigene wunderbare Buchblase nehmen lassen. 

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