Sie haben Post!

Es ist noch nicht lange her, da hat Papiergeflüster einen tollen Artikel darüber veröffentlicht warum man auch als Blogger nicht immer auf alles antworten muss was in deinem Postkasten landet. Spätestens seit dem drücke auch ich gerne mal beherzt auf die Löschen-Taste.

letter-boxes-437284_1920Wieso ich mich ausgerechnet jetzt dazu äußern möchte? Weil mein Postfach zur Zeit magnetisch alles Mögliche und Unmögliche anzieht und ich des Öfteren Kopfschüttelnd vor meinem Display sitze und mich Frage: „Seriously?“ Und dabei spreche ich nicht einmal von den üblichen Spam-Mails die einem durchs Raster fallen. Neben vielen penetranten Werbemails bekomme ich neuerdings Anfragen ob ich über bestimmte Plattformen/Artikel schrieben möchte um diese dann selbstverständlich auch zu verlinken, das ganze natürlich gegen Bezahlung. Auch wenn ich jedes Mal dem unwiderstehlich Drang widerstehen muss auf so eine Mail mit viel Ironie zu antworten, es gibt auf diese Frage nur eine Antwort, Nein!

  • Ganz klar der wichtigste Grund: Ich bin nicht käuflich und mein Blog ist es auch nicht.
  • Dann ist da noch die Frage, warum sollte ich dafür überhaupt Werbung machen wenn mich das Produkt weder interessiert noch zu meinem Blog oder mir selbst passt? Jeder der meinen Blog vor einer Anfrage besucht hat, hätte das wahrscheinlich auch bemerkt.
  • Anfragen die total am Thema vorbei gehen kosten einfach viel Zeit und Nerven und das schon ohne drauf zu antworten. (Ein leicht überspitztes Beispiel: Wir bitten einen Vegetarier-Blog Werbung für eine Metzgerei zu machen…)

Es gibt zum Glück auch tolle Beispiele die beweisen, dass auch das Gegenteil geht. E-mails in denen in persönlich angesprochen werde und letters-1390463_1280bei denen man merkt, das sich der Absender mit meinem Blog auseinander gesetzt hat. Ich freue mich über solche Mails oder Rezensionsanfragen die erkennen lassen das es da jemand ernst ist und man nicht bloß auf eine kostenfreien Probeleser sucht. Manchmal wirkt es auch schon Wunder, einfach mal wahrzunehmen welche Genre mich überhaupt interessieren. Ich finde, wer sich wünscht das ich meine Zeit damit verbringe auf Mails zu antworten sollte sich auch selbst die Zeit nehmen eine persönliche, individuelle Nachricht an mich zu verfassen.

Veröffentlicht in 2016

4 thoughts on “Sie haben Post!

  1. Ein interessanter Artikel zu einem kontroversen Thema.

    Ich hab mir früher schon schwer getan, Mails nicht zu beantworten, weil ich das einfach für einen Akt der Höflichkeit halte. Inzwischen antworte ich auf Massenmails so gut wie gar nicht mehr und wenn ich individuell angeschrieben werde, auch nicht immer. Wenn mich auf der Straße ein Unbekannter anspricht und mit seine Lebensgeschicht erzählen möchte, dann kann er auch nicht erwarten, dass ich mir das von Anfang bis Ende anhöre – selbst wenn er bereit ist, mich zu einem Kaffee einzuladen.
    Zum Glück gibt es auch positive Beispiele für sehr nette Kontakte zu Verlagen, Agenturen oder Autoren, sonst würde man bei so manchen Mails, die einem in den Posteingang gespült werden, verzweifeln. Für die gibt’s dann die Lösch-Taste.

    LG Gabi

  2. Hallo Gabi,
    es gibt auf jeden Fall positive Beispiele in allen Bereichen. Ich hoffe doch mein Text scherrt sie nicht alle über einen Kamm, das war nämlich damit nicht beabsichtigt.
    Viele Grüße,
    Rena

  3. Hallo Rena,

    ich denke, wir verfahren beide nach dem alten Sprichwort „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus“ und geben jedem die Antwort, die er / sie verdient 🙂

    LG Gabi

  4. Hallo Gabi,
    ganz genau danach verfahre ich tatsächlich. Wer freundlich zu mir ist bekommt auch eine freundliche Antwort.
    Wer mich schräg von der Seite anhaut oder Massenmails bekommen eben keine Antwort. Ganz einfach und ich habe da auch kein schlechtes Gewissen mehr dabei.

    Rena

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