(Rezension) Zorn – Kalter Rauch von Stephan Ludwig

Zorn Kalter RauchDonata Zettl ist verschwunden. Seit neun Tagen. Es gibt keine Spur, bis das künstliche Hüftgelenk, das ihr vor eineinhalb Jahren eingesetzt wurde, in einem öffentlichen Papierkorb gefunden wird. Hauptkommissar Zorn und Hauptkommissarin Schröder informieren sofort Gregor Zettl, den Ehemann der Verschwundenen. Doch dieser schweigt beharrlich. Was weiß er über den Verbleib seiner Frau? Kann oder will er ihnen nicht helfen? Je länger Zorn und Schröder in der Sache ermitteln, desto mehr Fragen tauchen auf. Und desto unwahrscheinlicher wird es, Sonata Zettl noch lebend zu finden. Wovon die beiden jedoch nichts ahnen: Gregor Zettl ist selbst in Gefahr. Jemand ist hinter ihm her und droht ihn umzubringen….

Der fünfte Fall für Hauptkommissar Claudius Zorn und den dicken Schröder.

 

Stephan Ludwig: Zorn – Kalter Rauch
9,99 € / 410 Seiten
978-3-596-03192-4 / Taschenbuch
S. Fischer Verlag

 

Meine Meinung:

Obwohl „Zorn – Kalter Rauch“ bereits der fünfte Band rund um das Ermittlerduo Zorn und Schöder  ist, ist dieses mein erstes dieser Reihe. Ich habe ich problemlos und schnell in die Geschichte hineingefunden. Man merkt gleich zu Beginn des Buches, das hier einiges an ist.

Mal ganz abgesehen von Fischen die mitten in der Stadt vom Himmel regnen wird man ziemlich direkt ohne großes Geplänkel in die Geschichte hinein geworfen. Während der Aufräumarbeiten entdeckt man ein künstliches Hüftgelenk in einem Mülleimer, vom ehemaligen Träger dessen fehlt aber weit und breit keine Spur. Die Ermittler Zorn und Schröder stolpern sehr bald über Gregor Zettel, dem Ehemann der verschwundenen Donata Zettl, der höchstwahrscheinlich das besagte Hüftgelenk gehört.

Da der Fall selbst eher im Hintergrund steht, trägt sich das Buch fast alleine durch das Zusammenspiel und den Wortwitz der beiden Ermittler. Mit der Zeit entwickelt sich eine ganz eigene Art von Komik und dem Autor gelingt es immer wieder den richtigen Dreh zu finden.

Die Charaktere sind gut durchdacht, sehr eigenwillig, markant und eckig. Zwei Männer im besten Alter die sich gelegentlich gegenseitig an die Gurgel gehen möchten, sich aber jeder auf seine Weise durchaus zu nehmen wissen. Wahrscheinlich gerade deshalb wirkt dieses Zusammenspiel so real.

Obwohl ich die Auflösung des Falles recht ordentlich fand, fehlte mir irgendwie das gewisse etwas, ein paar Fäden die noch in die richtige Richtung hätten gehen müssen. Kleine Fragen die noch offen sind. Ob das Stil des Autors ist vermag ich nicht zu sagen weil ich die anderen Bände nicht kenne, aber vielleicht ist das auch seine Art den Leser zum nächsten Buch zu schicken….

Das Cover dieses Titels fand ich übrigens als ich es auspacken durfte wahnsinnig grell und irgendwie wirr, aber wenn man sich mal die anderen vier Cover anschaut passt auch das gelbe wunderbar dazu.

 

Fazit: 

 

Ein spannender Fall mit viel Wortwitz und Charme der beweist, dass auch Deutsche Autoren gute Bücher schreiben können. Von mir bekommt der fünfte Fall von Zorn und Schröder 4 von 5 Sternen.

4

Vielen an den „Fischer Verlag“ für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

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