(Rezension) Wenn du vergisst von Lisa Ballantyne

Inhalt:

Inhalt: Die Londoner Lehrerin Margaret Holloway ist auf dem Weg von der Schule nach Hause, als ihr Wagen in einen Unfall gerät. Sie ist gefangen in dem Fahrzeug, das kurz davor ist, in Flammen aufzugehen. Ein Fremder befreit sie und verschwindet sofort wieder. Anfangs kann sich Margaret kaum an etwas erinnern – wie so oft in ihrem Leben. Nur die Narben im Gesicht des Mannes sind ihr deutlich vor Augen. Doch nach und nach kehren die Erinnerungen zurück: nicht nur an den Unfall, sondern auch an Erlebnisse in ihrer Kindheit in Schottland, die sie allzu lange verdrängt hat … (Quelle: btw Verlag)

 

 

Wenn du vergisst
von Lisa Ballantyne

9,99 € / Taschenbuch / 480 Seiten 

ISBN: 978-3-442-71525-1 / btb Verlag

 

 

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Meine Meinung: 

Die Geschichte beginnt mit einem Unfall. Lehrerin Margaret gerät auf glatter Straße in einen Verkehrsunfall und rettet danach einem wildfremden Mann das Leben. Dieser Unfall bringt bei Margaret Erinnerungen ins rollen die sie seit Jahren erfolgreich verdrängt hat. Sie möchte nun unbedingt herausfinden woher diese Erinnerungsfetzen kommen und was sie mit ihrem Leben zutun haben. Sie begibt sich aus Spurensuche und stößt auf dem Dachboden ihrer Eltern auf das ein oder andere Überbleibsel ihrer Kindheit. 

Die Geschichte spielt auf zwei verschiedenen Zeitebenen in verschiedenen Handlungssträngen. Im Jahr 1985 lernen wir George McLaughlin kennen, einem Mittzwanziger der von einem besseren, anderen Leben träumt. Mit seiner ehemaligen Freundin hat er eine kleine Tochter und möchte die beiden nun damit überraschen, das ein gemeinsames Leben möglich ist. Seine Tochter kennt ihn allerdings nicht und seine Ex-Freundin hat inzwischen einen anderen geheiratet. Wenn es nach George geht ist diese Tatsache zwar bedauerlich, aber kein Hindernis. Er beobachtet die Familie, insbesondere seine Tochter und fasst aus einer Situation heraus kurzentschlossen den Entschluss seine Tochter einfach mitzunehmen. 

Andere Handlungsstränge beschrieben Margarets Suche nach ihrer Erinnerung und die Kindheit ihrer eigenen Mutter als Tochter eines gewalttätigen Vaters. Die Autorin wechselt immer wieder den Blickwinkel um die Ereignisse rund um das kleine Mädchen wiederzugeben. 

Die Autorin schreibt sehr flüssig und fesselnd, ich habe schon sehr früh im Buch die Zusammenhänge verstanden. Genau die waren es, die mich dazu gebracht haben, dieses Buch zu verschlingen. Ich finde der Autorin gelingt es immer wieder eigene und lebendige Charaktere zu erschaffen. Diese sind meist eher kantig und eigenwillig, haben ihre Eigenarten und Schwächen. Das macht sie in meinen Augen so interessant. Der Charakter George McLaughlin zum Beispiel reagiert zunehmend unüberlegt, naiv und manchmal auch ein wenig kindlich. 

„Wenn Du vergisst“ ist ein leichter Roman. Ein Familiendrama mit viel Spannung und Geschichte, aber wenig Action. Für mich genau die richtige Mischung. Für Leser die trotz Spannung keinen Thriller erwarten genau das Richtige. Eine Leseempfehlung für die kommenden Herbsttage.

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