(Rezension) Weit weg und ganz nah von Jojo Moyes

Quelle: rowohlt



Autor: Jojo Moyes
Preis: € 14,99 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 512
ISBN: 9783-449-26736-3
Verlag: rowohlt
Leseprobe: Weit weg und ganz nah



Inhalt:

Einmal angenommen …
… dein Mann hat sich aus dem Staub gemacht. Du schaffst es kaum, deine Familie über Wasser zu halten. Deine hochbegabte Tochter bekommt eine einmalige Chance. Und du bist zu arm, um ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Plötzlich liegt da ein Bündel Geldscheine. Du weißt, dass es falsch ist. Aber auf einen Schlag wäre dein Leben so viel einfacher 
… Und einmal angenommen, du strandest mitten in der Nacht mit deinen Kindern am Straßenrand – und genau der Mann, dem das Geld gehört, bietet an, euch mitzunehmen. Würdest du einsteigen? Würdest du ihm irgendwann während eures verrückten Roadtrips gestehen, was du getan hast? Und kann das gutgehen, wenn du dich ausgerechnet in diesen Mann verliebst?

Bewertung:

Seit sich Jess von ihrem Mann getrennt hat, lebt sie alleine mit ihren beiden Kindern und versucht sich mit mehreren Jobs über Wasser zu halten. Ihre kleine Tochter Constanza “Tanzie” ist ein Mathegenie und ihr Sohn Nicky zieht sich nach Schlägereien und Hänseleien in der Schule immer mehr zurück. Ed, ein überarbeiteter Workaholic gerät durch einen Fehler in große Schwierigkeiten und somit am Ende auch in den Pub in dem Jess arbeitet… Das ganze Buch liest sich wie ein irre langer, total verrückter Roadtrip. Ein nagelneues Auto, ein Mann, eine Frau, zwei Kinder und ein Riesen großer sabbernder Hund auf dem weg zur Mathe-Olympiade in Schottland. Jess ist immer gut gelaunt und optimistisch, so optimistisch das es mich als Leser fast schon nervt. Sie scheint auf alles irgendeine Lösung zu haben oder redet sich das zumindest ein. Es hingegen macht über das gesamt Buch eine große Wandlung durch. Vom Workaholic Idioten zum einfühlsamen besorgten Freund. Die Autorin schlägt ein sehr aktuelles Thema an in dem sie darüber schreibt, wie Nicky verprügelt und gemobbt wird und sich so ein junger unsicherer Teenager immer mehr zurückzieht. Während der Dialoge spürt man wie Aussichtslos die Situation für ihn und für die ganze Familie ist. Spätestens als seine kleine Schwester gesteht, das auch sie Angst vor den “Fishers” hat wird einem bewusst, wie sehr es die Familie trifft. Die einzelnen Kapitel sind größtenteils recht kurz und jeweils aus der Sich von Ed, Jess, Tanzie oder Nicky geschrieben. Teilweise erfahren wir sogar, wie es zu bestimmten Ereignissen gekommen ist aus verschiedenen Perspektiven. Für die Leser die Jojo Moyes schon länger kennen, wird irgendwann der Punkt kommen, an dem man weiß in welche Richtung die Geschichte läuft, denn auch “Weit weg und ganz nah” folgt dem typischen Schema der Autorin. Besonders hängen geblieben ist bei mir der folgende Satz in eines der letzten Kapitel: “Es war Eds Mutter, die ihm einmal erklärt hatte, dass man echte Freunde daran erkannte, dass man mit ihnen sofort wieder anschließen konnte, wo man aufgehört hatte. ganz gleich ob das Treffen eine Woche oder zwei Jahre her war.” 

Fazit:

Ein Buch über Freunde, Moral und das liebe Geld. Für Jojo Moyes Fans, keine Frage, aber auch für diejenigen die einfach mal vom Alltag abschalten wollen. 





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