(Rezension) Traumschrott von Christian Krumm

Begleiten Sie Christian Krumm auf einer phantastischen Reise in das Reich der unerfüllten Träume, die irgendwo jenseits von Raum und Zeit in irgendeiner Welt (vielleicht im Seltenreich*?) als Traumschrott enden. Viele von diesen Träumen sind es wert, sie sich noch einmal ins Bewusstsein zu holen, sie zu prüfen um sie letztendlich als das anzusehen, was sie sind: Traumschrott. In zwölf Kurzgeschichten begleiten wir verschiedene Protagonisten, die einen verborgenen Teil in uns widerspiegeln, uns in andere Welten führen oder uns einfach dazu animieren, Inne zu halten und nachzudenken.

 

Christian Krumm: Traumschrott

9,95 € / 180 Seiten / Taschenbuch

ISBN: 978-3-946425-02-1 / Edition Roter Drache 

 

Meine Meinung: 

„Traumschrott“ von Christian Krumm besteht aus 12 Kurzgeschichten auf 180 Seiten. Die Idee hinter diesem Buch gefällt mir unheimlich gut, denn diese Kurzgeschichten wurden nicht einfach aneinander gereiht sondern in ein großes ganzes eingebunden. Zu Beginn des Buches lernen wir die Mitglieder des städtischen Literaturpreis Gremiums kennen. Großes Thema der diesjährigen eingereichten Arbeiten: „Traumschrott“. Neben vielen offiziellen Vertretern sollen auch zwei „normale“ Bürger zu Wort kommen und das ist der Clou an diesem Buch, denn hier werden wir angesprochen, die Leser. Jeder Juror bekommt eine Mappe mit besagten 12 Kurzgeschichten ausgehändigt und hat nun Zeit sie bis zu einem weiteren Treffen zu lesen. Hier folgen nun 12 wirklich verrückte, bizarre, großartige Geschichten. Für zwischendurch ist Traumschrott ganz sicher nichts, den jede einzelne Geschichte behandelt in sich wirklich starke und vor allem sozial kritische Themen. Die Geschichten regen an die eigene Sichtweise zu überdenken und vor allem zu hinterfragen. Vorurteile beiseite zu legen oder aber auch Klischees bestätigen. Die Schreibweise würde ich mal liebevoll als „eigen“ bezeichnen, etwas anders eben, auf jeden Fall aber sehr facettenreich und plastisch.

Viel mehr möchte und kann ich gar nicht sagen ohne euch den Spaß am Lesen zu nehmen. Wer übrigens immer noch glaubt Kurzgeschichten seien nichts für ihn, kann hier trotzdem Mal einen Blick riskieren. Mir hat es als sonst „nur Roman Leser“ gut gefallen und ich war sehr überrascht, viele dieser Botschaften werden außerdem im Kopf bleiben.

4

 

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