(Rezension) Silber Das erste Buch der Träume von Kerstin Gier

Quelle: FJB S. Fischer




Autor: Kerstin Gier    
Preis: € 18,99 [D] 
Seitenzahl: 410 Seiten
ISBN: 978-3-8371-3038-6
Verlag: FJB S.Fischer Verlage
gebunden
ab 12 Jahren



Inhalt:

Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet.
Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett.
Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen …

 

Meine Meinung: 

Ich muss ja gestehen, ich bin sehr lange um Silber herum geschlichen im Glauben, es sei viel zu schnullzig und jugendlich für mich, aber Überraschung: Es ist toll!
 
Sowohl die Geschichte als auch die verschiedenen Charaktere haben mich sofort verzaubert und in ihren Bann gerissen. Im Grunde dreht sich die ganze Geschichte um Liv , Olivia Silber und ihre Familie. Aus der Perspektive der 15 jährigen, Rätsel liebenden Träumerin werden wir schnell in die Welt der Träume entführt. 
 
Die Charaktere sind allesamt sehr sympathisch, teilweise vielleicht etwas überspitzt. Liv ist so normal, das man sie einfach mögen muss, ihre kleine Schwester ebenso, denn sie ist fast eine kleine Ausgabe von Liv. 
Die Mutter der beiden ist, nenne wir es mal anders, aber dennoch sympathisch. Nicht zu vergessen wäre da noch Lotti. Lottie Wastelhuber war das deutsche Au-Pair der beiden Mädchen die einfach geblieben ist, als es Zeit war zu gehen. Sie ist fast wie eine zweite Mutter für die beiden Mädchen, hat für jedes Wehwehchen das passende Gebäck und ist auch sonst die liebenswerteste Person im ganzen Umkreis. Einfach jeder braucht so eine Lotti.  
 
Das Buch beginnt, als Liv, Lotti und ihre kleine Schwester Mia nach den Ferien in ihrer neuen Heimat London landen. Mehr oder weniger freiwillig müssen sie sich mit den neuen Freund ihrer Mutter und desen Kinder abfinden. Es bleibt ihnen ja auch nichts anderes übrig, ihre Mutter zieht nämlich gleich zu Beginn mit Sack, Pack und Kindern bei ihm ein. 
 
An ihrem ersten Schultag lernt sie schnell die Freunde ihres „neuen Bruders“ kennen und schafft es im Handumdrehen auf dem „Tittle-Tattle-Blog“ zu landen. Ein gehmeinnisvoller Blogger der immer über alle Geschehnisse an der Schule bestens bescheid weiß. 
Die Schüler an sich sind so unterschiedlich wie sie nur sein könnten und decken so ziemlich jedes Klischee ab. Das ist aber nichts negatives in diesem Fall, Frau Gier treibt das gekonnt auf die Spitze und spielt sogar damit. („Rasierspaß-Ken“ ist nur eins der vielen tollen Beispiele.)
 
Die Idee Träume die durch Türen und Korridore verbunden sind gemeinsam Träumen zu können, finde ich einfach toll. Manche Türen sind gut verschlossen, manche laden geradezu zum Eintreten ein. Mit etwas Übung gelingt es einem sogar die Träume zu verändern und zu steuern. 
Obwohl Liv weder an Dämonen noch an Magie glaubt steckt sie plötzlich Mitten drin, als ihr eines Morgens plötzlich bewusst wird, das ihr neuer Freund Henry Dinge über sie weiß, die sie ihm nur im Traum erzählt hat. Aber kann das denn sein? Schnell muss sie feststellen, dass sie bereits tiefer drin steckt als sie dachte. 

Kerstin Gier verzaubert jung und alt mir ihrem gewohnt fröhlich, frechen Schreibstil, sympathischen Figuren und einer traumhaften Geschichte. 
Mit Silber – das erste Buch der Träume hat sie einen tollen Auftakt zu einer All Age Trilogie vorgelegt. Aber Vorsicht, Silber hat definitiv ordentlich Suchtfaktor. 
 
Übrigens, wer sich die Mühe macht den im Buch oft genannten Tittle-Tattle-Blog zu suchen, findet einen echten Blog mit ordentlich viel Inhalt. (Vorsicht: Hier kann ich nicht garantieren das es keine Spoiler enthält.) 



 

 

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