(Rezension) Sag, das du mich liebst von Joy Fielding

 Sag, das du mich liebstAls erfolgreiche Privatermittlerin in Miami ist es Bailey Carpenter gewohnt, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Das ändert sich schlagartig, als sie eines Nachts von einem Unbekannten brutal überfallen wird. Von nun an quälen Bailey Panikattacken und Albträume, sie ist besessen von dem Gedanken, verfolgt zu werden. Und dann bemerkt sie, dass ein Nachbar im Hochhaus gegenüber sie beobachtet. Bailey ist außer sich vor Angst, denn er scheint ein makabres Spiel mit ihr zu treiben. Doch niemand will ihr glauben – selbst dann nicht, als der Mann in seiner Wohnung einen kaltblütigen Mord begeht …

 

 

 

 

 

Joy Fielding: Sag, das du mich liebst     
9,99 € / 448 Seiten 
978-3-442-48346-4
Taschenbuch
Goldmann Verlag

 

 

Meine Meinung: 

Vorsicht vor diesem Buch! Wer nämlich glaubt er könne Abends mal schnell ein Kapitel lesen und es dann beiseite legen, der wird eine Schlaflose Nacht erleben. Hat man einmal angefangen zu lesen und befindet sich in dem spannenden Strudel den Joy Fielding ganz gekonnt erzeugt, kann man das Buch einfach nicht so schnell weg legen .

Der Anfang war in meinen Augen etwas holperig, kaum haben wir als Leser Bailey und ihren beruflichen Alltag als Privatermittlern kennen gelernt, wird sie während eines Auftrages eines Nachts überfallen und vergewaltigt. Ich fand die bildliche Beschreibung des Angriffs sehr schwer zu lesen. Ist man einmal darüber hinaus, beschreibt die Autorin sehr real und treffsicher eine junge Frau die nach diesem brutalen Überfall an Panikattacken und Albträumen leidet. Hilflos muss sie nicht nur den Angriff verarbeiten sondern auch ein plötzlich auftauchendes Familienmitglied nach dem andern ertragen.

Die Charaktere finde ich sehr gelungen, wenn auch manchmal etwas überspitzt. Bailey selbst könnte vor und nach dem Überfall unterschiedlicher nicht sein. Vorher eine junge alleinstehende erfolgreiche Frau die vor Gericht „ihren Mann“ steht und nachher eine verängstigte zurückgezogene Frau die niemanden mehr an sich heranlassen kann. Dazu dann noch ihre fünf Halbgeschwister mit denen sie sich nach dem Tod ihres Vaters auf bestreben des ältesten Gene um das Erbe streiten musste und ihr jüngerer ständig zugedröhnter aber sehr liebevoller Bruder Heath.  Alles zusammen eine kunterbunte Mischung verschiedener Charaktere von „saumäßig“ unsympathisch bis hin zu muss man einfach lieb haben.

Der Plot selbst baut sich sehr langsam auf, beginnend mit dem Überfall und den Beobachtungen die Bailey im Nachhinein macht, spitzt es sich immer weiter zu bis ihr niemand mehr glauben will. Denn wer glaubt schon einer jungen verängstigten Frau die nun hinter jeder Tür einen Angreifer erwartet. Durch die Vielfalt der Personen die Joy Fielding im laufe der Kapitel mit ins Spiel bringt, steigt allerdings auch die Anzahl der Möglichen Täter die wir als Leser so ins Auge gefasst haben. Die Lösung verrate ich selbstverständlich nicht, aber ich kann sagen, dass ich von alleine nicht darauf gekommen wäre. Also Spannung bis ins letzte Kapitel.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und wie Anfangs schon berichtet, liest sich dieses Buch einfach sehr flott und vor allem gut. Man stolpert nicht ständig über Worte weil sich einfach alles ineinander fügt und zusammen passt.

Fazit:

Von der ersten bis zu letzten Seite einfach mitreißend, real und bedrückend.  Von mir bekommt Joy Fielding für „Sag, das du mich liebst“ auf jeden Fall dicke 5 von 5 Sternen. Ein flotter Psychothriller der es in sich hat.

 5

 

Ich möchte an dieser Stelle dem „Goldmann“ Verlag für dieses Rezensionsexemplar danken. Vielen Dank für die tollen Lesestunden!

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