(Rezension) Mord zur Geisterstunde von Jean G. Goodhind

Bei einem Geisterspaziergang durch Bath verschwindet Lady Templeton-Jones. Wurde die alte Dame von einem bösen Geist ermordet? Bald stellt sich heraus, dass die Lady gar keine Lady war und auch noch andere Geheimnisse hatte. Ein neuer Fall für Honey Driver und Steve Doherty, das charmante Raubein, in dem es um falsche Adelstitel und Antiquitäten ganz besonderer Art geht.

 

 

Jean G. Goodhind: Honey Driver ermittelt – Mord zur Geisterstunde

Der 3. Fall für Honey Driver

9,95 € / 328 Seiten / Taschenbuch

ISBN: 978-3-7466-2616-1 / Aufbau Verlag

 

Meine Meinung: 

Zum Geburtstag ihrer Freundin Mary Jane lässt Hotelbesitzerin Hannah “Honey” Driver zu einem Geistesspaziergang überreden. Honey kann dem ganzen allerdings so gar nichts abgewinnen und lässt sich als Schlusslicht der Gruppe zurück fallen. Als die ältere Dame dir ihr dort Gesellschaft geleistet hat plötzlich verschwunden ist, macht Honey eine seltsame Entdeckung. 

“Mord zur Geisterstunde” ist bereits der dritte Fall für Miss Driver und reiht sich nachtlos in eine ganze Reihe anderer Cozy Crime Krimis ein. Das bedeutet, man bekommt solide, eher seichte Krimikost ohne Blutvergießen und viel Gewalt. Natürlich erleben die Protagonisten auch mal brenzlige Situationen, aber diese Bücher sind auch etwas für schwache Nerven.

Obwohl ich gefallen an dieser Reihe gefunden habe, finde ich hat dieser Band einfach zu viel Potential verschenkt. Gerade aus Themen wie “ein Geistesspaziergang in Bath”, “verlorene Artefakte der Titanic” oder den wahnsinnig skurrilen Charakteren hätte man wahrscheinlich einiges mehr machen können als das, was uns mit “Mord zur Geisterstunde” vorliegt.

Die Charaktere sind sehr vielseitig und teilweise wirklich schräg. Von Schrullig bis nervig ist dieses Mal auch wirklich alles dabei. Leider finde ich den Versuch die Zwischenmenschliche Beziehung zwischen Honey und ihrem Freund dem Inspector auf eine höhere Ebene zu bringen nicht sehr gelungen. Aus scheinbar guten Gründen zieht sich Steve zurück und macht damit das ganz Buch zu einem hin und her. Gut gefallen hat mir die Darstellung von Lindsay, Honeys 17 Jahre alter Tochter. Obwohl sie schon vorher ziemlich erwachsen ist, wirkt sie Schritt für Schritt etwas reifer. Dem Rest fehlt meiner Meinung nach in diesem Band leider eine größere Entwicklung.

Von mir bekommt “Mord zur Geisterstunde” 3,5 Sterne. Ich mag Honey Driver, ihre Familie und ihre Angestellten, aber dieses Buch schneidet so vieles nur an aus dem man noch etwas hätte machen können. Mein letzter Driver bleibt das allerdings nicht, denn ich fühle mich in der Atmosphäre in diesen Büchern sehr wohl.

 

3star_half

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