(Rezension) Lockwood und Co. Die seufzende Wendeltreppe von Jonathan Stroud

 Lockwood1LONDON, ENGLAND: In den Straßen geht des Nachts das Grauen um. Unerklärliche Todesfälle ereignen sich, Menschen verschwinden und um die Ecken wabern Schatten, die sich nur zu oft in tödliche von Geisterwesen ausgesandte Plasmanebel verwandeln. Denn seit Jahrzehnten wird Großbritannien von einer wahren Epidemie an Geistererscheinungen heimgesucht. Überall im Land haben sich Agenturen gebildet, die in den heimgesuchten Häusern Austreibungen vornehmen. Hochgefährliche Unternehmungen bei denen sie, obwohl mit Bannkreisketten, Degen und Leuchtbomben ausgerüstet, nicht selten ihr Leben riskieren.

 

 

 

 

Jonathan Stroud: Lockwood und Co. Die seufzende Wendeltreppe

18,99 € / 432 Seiten / gebundenes Buch

ISBN: 978-3-570-15617-9 / cbj Verlag / Hier kaufen! 

 

 

Meine Meinung: 

Eigentlich bin ich ja überhaupt nicht so der Fantasy Fan, aber Lockwood und Co. ist so schön in einen realen Rahmen eingebunden, das fantastisch schon wieder gut ist

Seit nun mehr fast 50 Jahren machen ständig übernatürliche Besucher auf. Niemand weiß so genau warum oder was der Auslöser war, aber man hat sich anscheinend mit dieser Tatsache arrangiert. Um den Erscheinungen ein Ende zu setzen sprießen im ganzen Land Agenturen aus dem Boden die alle nur ein Ziel haben, die Vernichtung der Besucher! George, Lucy und Lockwood sind auch Geisterjäger. Was daran so besonders ist? Nun die drei sind Jugendliche und betreiben die Firma ganz allein ohne Erwachsenen an ihrer Seite.

Ohne sich vorher groß um die Geschichte gekümmert zu haben, könnte man glauben etwas verpasst zu haben, denn als Leser landet man wirklich direkt im Geschehen. Auf den ersten Blick wirkt die Welt in der wir uns befinden wirklich fremd und irgendwie falsch, aber je mehr man liest, desto mehr fängt einen die Geschichte und die Zusammenhänge bekommen eine gewisse unumstößliche Logik.

Ich fand es wirklich faszinierend mit wie viel Kreativität der Autor sich der Sache mit den Geistern gewidmet hat oder besser wie viele Arten es gibt Geister zu erledigen. Und wie einfach diese doch sind! Salz und Eisenspäne? Gerade diese Mischung aus Realität und Fantasie macht es einem beim Lesen so leicht einfach zu glauben was wir vorgesetzt bekommen. Mindestens einmal überkam mich der Drang meine Eisenketten raus zu holen und mein Bett damit zu sichern oder mir Salz in die Tasche zu stopfen.

Die Sprache ist im Grunde sehr simpel gehalten, aber es ist ja schließlich auch ein Jugendbuch. Der Humor ist größtenteils sehr schwarz, trocken und vor allem britisch. „Die seufzende Wendeltreppe“ ist ein in sich geschlossenes Buch das keinen Cliffhanger hat. (Was nicht heißt, das man nicht trotzdem weiter lesen muss und will.)

Die Charaktere sind mir sehr sympathisch. Drei junge wissensdurstige Menschen die mit viel Elan ihrer Arbeit nachgehen. Lucy selbst, das neuste Mitglied von Lockwood und Co. erzählt wie sie zu ihren Fähigkeiten und ihrem Job gekommen ist. Von ihr erfahren wir auf diese Weise noch am meisten. Lockwood selbst gibt nur sehr wenig von sich Preis und ist sehr mysteriös und geheimnisvoll.

Besonders gut gefällt mir das Glossar am Ende des Buches. Die meisten Begriffe erklären sich zwar aus dem Zusammenhang, aber sollten doch mal Fragen offen bleiben, kann man sie ganz einfach nachschlagen. Viele werden bei dem Wort „Geisterjäger“ wohl eher an die Ghostbusters denken, aber in Lockwood und Co. weht ein ganz anderer und frischer Wind.

Lockwood und Co. – Die seufzende Wendeltreppe ist ein spannend gruseliger Jugendbuchauftakt. Diese Reihe ist sehr vielversprechend und unglaublich gut. Ich bin in jedem Fall begeistert. (Man beachte an dieser Stelle das sehr gewagte Wortspiel…)

5

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