(Rezension) Ich lass dich nicht los von Madeleine Reiss

Quelle: Goldmann



Autor: Madeleine Reiss 
Übersetzer: Karin Diemerling
Preis: € 9,99 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 352 Seiten 
ISBN: 978-3-442-48098-2
Verlag: Goldmann Verlag



Inhalt:

„Ich hab dich lieb, jeden und jeden Tag.“ Unzählige Male hat Carrie diesen Satz zu ihrem fünfjährigen Sohn Charlie gesagt, so auch an jenem Sommertag an der Küste von Norfolk, als ein langer Schatten auf ihr Leben fiel: Sie hatte nur für einen Moment die Augen geschlossen, und als sie sie wieder aufschlug, war Charlie fort. Auch drei Jahre später bestimmt dieses traumatische Ereignis noch Carries Leben, als sie zufällig die alleinerziehende Mutter Molly kennenlernt. Doch noch können die beiden Frauen nicht ahnen, dass an jenem Tag am Strand eine Verbindung entstanden ist, die ihrer beider Schicksal bestimmen wird … (Quelle: Goldmann Verlag)



Meine Meinung: 

Eher selten lese ich Bücher, die mich wirklich so sehr bewegen, dass ich sie auch nach dem Lesen einfach nicht vergessen kann. “Ich lass dich nicht los” von Madeleine Reiss darf sich dort allerdings auf jeden Fall ein Reihen. 
 
Das Buch besteht aus zwei Erzähl-Strängen die zu Beginn rein gar nichts miteinander zu tuen haben. Zum einen geht es um Carrie und ihren Mann. Während eines Strandbesuches verschwindet ihr kleiner Sohn spurlos. Die beiden gehen auf sehr unterschiedliche Arten mit ihrem Verlust um und finden auf diese Weise keine gemeinsame Basis mehr. 
 
Zum anderen handelt dieses Buch von Molly, ihrem Mann Rupert und ihrem kleinen Sohn Max. Ihr Leben ist komplett unertschiedlich und sie hat kaum Gemeinsamkeiten mit Carrie, trotzdem überschneiden sich ihre Wege auf ziemlich einschneidende Weise. 
 
Die Charaktere, besonders die weiblichen, sind mehr sehr schnell ans Herz gewachsen. Zwei liebevolle Mütter, die beide mit Situationen in ihrem Leben zu kämpfen haben, die sich wirklich niemand wünscht. Beide wachsen an dem was sie erleben/ erlebt haben. Carries guter Freund Peter ist der Nebencharakter der mir am besten gefallen hat. Ein Mann mit Hund im Pullover der so etwas wie ein Eigenleben in meinem Kopf entwickelt hat. Das passiert mir recht selten, also geht es doch kaum besser, oder? 
 
Die Schreibweise finde ich sehr gelungen, die verschiedenen Kapitel werden entweder aus der Sicht von Carrie oder der von Molly beschrieben. Gegen Ende beschreibt sogar auch der kleine Max was um ihn herum geschieht und das tatsächlich in dieser typisch kindlichen Sprechweise ohne albern zu wirken. Die Autorin wechselt hier sehr geschickt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, in etwa so als würde man gerade in die Erinnerungen der Protagonisten sehen. 
 
Ich kann nicht genau sagen in welches Genre ich es einordnen würde, aber mir hat dieses Buch gut gefallen. Die Erzähl-Stränge brauchen zwar relativ lange bis sie zusammen wachsen, aber der Rest ist so mitfühlend geschrieben das man es einfach nicht Langweilig nennen kann. Man hofft und bangt bis zum Schluss und zumindest der Leser bleibt man nach der letzen Seite mit einem tiefen Gefühl der Zufriedenheit zurück.  
 
 
Fazit: 

So gefühlvoll und emotional, der bleibt einem definitiv noch lange im Gedächtnis. Außerdem lässt es einen so wunderbar Zufrieden zurück. Dieses Buch lohnt sich in jeder Hinsicht.  


Vielen herzlichen Dank an den “Goldmann Verlag” für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

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