(Rezension) Hörspiel Stolz und Vorurteil von Jane Austen

Die fünf Töchter der nicht gerade wohlhabenden Familie Bennet müssen unter die Haube gebracht werden. Hoffnung schöpft die Familie, als der unverheiratete Gutsbesitzer Darcy im benachbarten Herrenhaus zu Gast ist. Doch seine stolze Reserviertheit wird ihm von der klugen und selbstbewussten Eliza als Standesdünkel ausgelegt. Erst wenn Eliza ihre Vorurteile und Darcy seinen Stolz ablegt, kann sich das Hochzeitskarussell wieder drehen.

 

Jane Austen: Stolz und Vorurteil

14,99 € / 1h und 15 Min  / 1 CD Hörspiel 

ISBN: 978-3-8445-1915-0 / der Hörverlag

Hörprobe: 

Meine Meinung: 

Dieses Hörspiel stammt aus einer Produktion des Hessischen Rundfunk aus dem Jahre 1959 und reiht sich damit nahtlos in die Reihe anderer Klassiker ein. Gesprochen wird es unter anderem von Gerhard Ritter, Ellinor von Wallenstein, Margot Trooger und Ihren Marhold. 

Ich traue mich kaum zu sagen, dass “Stolz und Vorurteil” mein erster Jane Austen war, aber ich finde, dieses Hörspiel war eine gute erste Wahl. Natürlich hört man dem Stück sein Alter an, das sehe ich allerdings eher als Pluspunkt in diesem Fall, denn es trägt meiner Meinung nach nur zur Authentizität bei. Neben vielen tollen Sprechern wurde die Geschichte liebevoll mit Musik und Geräuschen untermalt. Die Sprecher haben meiner Meinung nach tolle Arbeit geleistet, auch wenn dem ein oder anderen die Sprechweise affektiert oder die Aussprache etwas seltsam vorkommen mag. Man sollte dabei aber bedenken, das “Stolz und Vorurteil” bereits 1813 erschienen ist und die damalige Sprache eine ganz andere war wie heute. In jedem Falle finde ich es gut, dass man die Sprache nicht angepasst hat, das würde ein solches Buch einfach nicht wiedergeben können.  

Mein einziger kleiner Minuspunkt ist meiner Meinung nach die Länge, oder eher die Kürze. Diese wundervolle, vielsagende und ehrliche Geschichte wurde hier in knappe 75 Minuten gequetscht. Auch wenn die Grundidee der Autorin in diesem Hörspiel zu finden ist, fehlte mir irgendwie die gewisse Ironie, der ganz eigene Flair den ich später beim lesen des Originals kennen lernen durfte.

Für zwischendurch ein wirkliches Schätzchen das ich sicherlich noch einmal hören werde.  

4

“der Hörverlag” hat mich mit diesem Rezensionsexemplar beglückt und ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal herzlich dafür bedanken.

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