(Rezension) Gequält von Hans Koppel



Autor: Hans Koppel
Übersetzer: Lotta Rüegger und Holger Wolandt
Preis: € 14,99 [D]
Einband: Klappenbroschur
Seitenanzahl: 368
ISBN: 978-3-453-26802-9
Verlag: Heyne


Inhalt:

Über die Toten nur Böses 
Im Zusammenhang mit einer Recherche über Menschen, die zu früh aus dem Leben gerissen wurden, stößt der Journalist Calle Collin auf einen jugendlichen Unfalltoten, der sein Interesse weckt. Collin kontaktiert die Familie des Jungen, die ihm eine tränenreiche Geschichte präsentiert. Doch irgendetwas stimmt nicht. Collin forscht weiter nach und bringt sich in tödliche Gefahr. 
Der 13-jährige Kent kommt bei einem Unfall mit Fahrerflucht ums Leben. Jahre später stößt der Journalist Calle Collin auf den Fall. Er sitzt an einer Story über Menschen, die zu früh sterben mussten. Um ein wenig mehr über den Jungen und die Hintergründe des Unfalls zu erfahren, kontaktiert Collin Kents Mutter. Noch immer untröstlich, berichtet sie ihm unter Tränen von ihrem Sohn und seinem tragischen Tod. Collin verfasst darauf in einen sehr emotionalen Artikel über Kent – den allseits beliebten Jungen, dem es verwehrt war, erwachsen zu werden. Als der Artikel erscheint, regt sich Protest. Anders Malmberg, ein bekannter und anerkannter Journalist, ist mit Kent zur Schule gegangen und weiß eine andere Geschichte zu berichten. Diese kommt in einem gepfefferten Gegenartikel zum Ausdruck. Kurz darauf überschlagen sich die Ereignisse. Malmberg wird brutal zusammengeschlagen. Durch Zufall ist Collin Augenzeuge.
Bewertung:

Über die Toten nichts böses? Und was sagen wir dann zu diesem „Thriller“? Zum einen würde ich sagen, sollte man dieses Buch nicht Thriller nennen, bestenfalls ein Krimi. Der Leser weiß zu jeder Zeit wer hier der/die/das Böse ist und Spannung kommt eigentlich kaum auf. Noch im ersten drittel kann man erraten, was oder wer am Ende die beiden Erzählstränge zusammen führen wird, es wird einfach keine Spannung aufgebaut. Lediglich mit dem Ende für Calle habe ich absolut nicht gerechnet. Es hat mich gleichzeitig geschockt und enttäuscht und irgendwie unzufrieden zurück gelassen. Es überrascht daher auch nicht, dass das Ende auf relativ wenigen Seiten kurz und grausam abgehandelt wird. Irgendwie unbefreidrigend. 
Was spricht für das Buch? Es liest sich wirklich super einfach und flüssig. An die nordischen Namen gewöhnt man sich sehr schnell. Die Kapitel sind extrem kurz, teilweise sogar nur 3 Seiten, beschreiben aber jedes für sich die Geschehnisse rund um einen anderen Protagonisten. Direkt mit dem ersten Kapitel steigt man ohne lange Erklärungen in die Geschichte ein, man ist direkt dabei was es sehr leicht zu lesen macht. 
Ich weiß zwar, das dieses Buch bald auch als Taschenbuch erscheinen wird, aber ich finde die Form des Klappenbroschur tut diesem Buch sehr gut. Große Seiten, große Schrift, das bringt Tempo beim lesen und ich finde genau das braucht dieses Buch. 
Fazit:

Trotz seiner Schwächen habe ich diese Buch sehr gerne gelesen und vor allem auch sehr schnell. 3 Sterne bekommt es für seine Vorhersehbarkeit und die fehlende Spannung. Auf keinen Fall würde ich es als Langweilig beschreiben, aber ganz sicher nicht jeder Mannes Sache.   






     


Vielen lieben Dank an den Heyne Verlag für dieses Rezensionsexemplar. Ich hatte viel Spaß damit. 






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