(Rezension) Fingerhut Sommer von Ben Aaronovitch

Quelle: dtv Verlag



Autor: Ben Aaronovitch 
Übersetzer: Christiane Blum
Preis: € 9,95 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 416 Seiten
Teil 5 der Peter Grant Reihe 
ISBN: 978-3-423-21602-9
Verlag: dtv Verlag


Inhalt:

Obwohl sich Police Constable Peter Grant schon unwohl fühlt, wenn er Londons Skyline auch nur ein paar Kilometer weit hinter sich lässt, wird er jetzt in die tiefste Provinz geschickt: in einen kleinen Ort in Herefordshire – wo sich Fuchs, Hase und der Dorfpolizist Gute Nacht sagen. Aber es werden zwei Kinder vermisst, und ihr Verschwinden erfolgte womöglich unter magischen Umständen. Also muss Peter notgedrungen sein angestammtes Biotop verlassen. Mit der Flusstochter Beverley Brook begibt er sich mutig nach Westen, hinein ins ländliche England … (Quelle: dtv verlag)



Meine Meinung: 



Diese Rezension kann Spoiler enthalten falls ihr Band 4 noch nicht gelesen habt. 



 „Fingerhut Sommer“ ist der fünfte Teil der Peter Grant Reihe vom englischen Autor Ben Aaronovitch. Ein neuer Band der sich frei innerhalb des bereits bekannten Rahmens bewegt. Ich finde es gut, das nicht direkt an „Der böse Ort“ angeknüpft wird und auch der „Gesichtslose“ nicht mehr so viel Raum einnimmt. In meinen Augen ein echter Pluspunkt für dieses Buch. 
 
Peter Grant bleibt sich und seinen Lesern auch in diesem Band treu und erzählt in gewohnt lockerer Art und Weise von seinem neuen Fall. Dieser spielt auf dem Land, eigentlich so gar nicht Peter’s Ding, aber Nightingale schickt ihn trotzdem. Wahrscheinlich auch deshalb, weil beide kaum wissen, wie sie mit dem plötzlichen Verlust von Lesley May umgehen sollen. 
 
„Fingerhut Sommer“ ist in zwei Teile aufgeteilt. Der erste, der Vermisste Mädchen Fall ist weniger magisch oder ohne „abstrusen Scheiß“ wie Peter es nennen würde. Erst später in Teil Zwei darf Peter auch in diese Richtungen Ermitteln und zeigt wahrlich magisch abstrusen Erfindergeist. 
 
Auch wenn mir persönlich hier der London-Flair fehlt, bekommt man statt dessen skurrilen Landei-Zauber mit einer großen Priese englischem Humor. Der Autor geizt in diesem Band so gar nicht mit Anspielungen auf aktuelle und/oder britische Gegebenheiten. Seine Art zu schreiben ist einfach klasse. Der treue Leser findet in „Fingerhut Sommer“ viele Antworten auf Fragen die schon seit Band 1 im Raum stehen. Zum Beispiel was Haushälterin Molly wirklich ist und was es mit diesem ominösen Ettersberg in Deutschland auf sich hat. 
 
Durch Lesleys Abwesenheit bekommt Peter die Gelegenheit seine Beziehung zu „Fluss“ Beverley weiter aus zu bauen. Sie nimmt ein Stück weit den Platz ein, den Lesley nach ihrem Abgang hinterlassen hat. Die Standard Charaktere Peter Grant und Nightingale sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich finde es großartig, wie Peter sich im Laufe der ganzen Zeit verändert und entwickelt hat. 
 
Das Ende wird die Frage nach dem Verbleib von Lesley leider nicht komplett aufklären. Ich erwähne das, weil diese Tatsache einfach typisch für den Schreibstil von Aaronovitch ist. Mit diesem Kniff lässt er sich noch viel Potential für eine Fortsetzung offen und ich denke, wir können uns was diese Angelegenheit betrifft noch auf einen großen Showdown freuen. 
 
In vielen Aspekten ist dieser Band einfach typisch für die Peter Grant Reihe obwohl er eher vor sich hin plätschert als das Große und Ganze weiter zu bringen. Eine Art Lückenfüller eben. 



Das Hörbuch zu Teil 5 wird Ende Oktober im GoyaLit Verlag erscheinen und wieder vom altbewährten Dietmar Wunder eingelesen. Obwohl ich die Bücher alle schon gelesen habe, ist das Hörbuch gerade wegen dem Sprecher ein absolutes Muss für mich.  


Fazit: 

Fingerhut Sommer bekommt von mir 4 1/2 Sterne weil dieser Band, so toll er auch war, noch Luft nach oben hat.  


Vielen herzlichen Dank an den dtv Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

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