(Rezension) Die vierte Nachfahrin von Allison Maruska

 Als Michelle den Anruf eines Historikers aus Virginia erhält, freut sie sich über die Gelegenheit, einmal aus ihrem Alltag auszubrechen. Dafür muss sie lediglich einen hundert Jahre alten Schlüssel finden.

Ähnliche Anrufe erreichen auch einen Gitarristen, einen Ingenieur und eine Witwe. Jede ihrer Familien besitzt einen der Schlüssel zu den vier Schlössern eines Safes, der in einem alten Gerichtsgebäude in Virginia verborgen ist. Was verbindet diese vier Familien? Das bleibt genauso rätselhaft wie die Herkunft des Safes selbst. Was hatten ihre Vorfahren miteinander zu tun? Und warum sind sie zur gleichen Zeit verschwunden?

Mit den Schlüsseln in ihren Händen treffen sich die vier Nachfahren im Keller des Gerichts, öffnen den Safe und entdecken allmählich die Wahrheit über ihre Vorfahren – eine Wahrheit, die seltsamer, tödlicher und welterschütternder ist, als sie sich je hätten vorstellen können. Nun müssen sie verhindern, dass ihre Entdeckung in die falschen Hände gerät.

 

Allison Maruska: Die vierte Nachfahrin

Übersetzer: Kay-Viktor Stegemann

2,49 € / ca. 266 Print Seiten / e-book  

www.buchfantasie.de 

Leseprobe

 

 

Meine Meinung:

„Die vierte Nachfahrin“ von Allison Maruska hat mir gut gefallen, in diesem Buch steckt irgendwie so viel mehr als es auf Anhieb erzählt.

Die Autorin verwebt sehr geschickt vier verschiedene Handlungsstränge zu einem Großen und Ganzen was damit beginnt, dass alle vier Hauptprotagonisten einen Anruf von einem Historiker bekommen. Er beschriebt den Fund eines Safes bei Renovierungsarbeiten und die Nachricht, dass vier Schlüssel in vier verschiedenen Familien weiter gegeben wurden die diesen öffnen sollen. Die „Nachfahren“ bekommen die Chance mit dem Schlüssel ihrer Familie anzureisen und gemeinsam den Safe zu öffnen.

Die vier Hauptprotagonisten sind sehr verschieden und genauso unterschiedlich sind auch ihre Gründe nach dem Schlüssel zu suchen. Michelle, verheiratete Mutter von zwei Kindern, möchte die Chance nutzen aus ihrem Alltag auszubrechen und ein paar Tage fern von ihrem herrschsüchtigen Mann zu verbringen. Jonah, ein lebenslustiger junger Musiker mit Sinn für Familie. Außerdem sind da noch Damien und Sharon. Er ein junger Naturwissenschaftler der gerne große Probleme lösen würde und sie die frisch pensionierte Witwe. Besonders gut gefallen hat mir die persönliche Entwicklung zwischen Michelle und Damien. Dieser Handlungsstrang endet (verständlicherweise) sehr abrupt, was ich sehr schade fand, ich hätte gerne mehr gelesen.

Der Plot hat mir gut gefallen, er war gerade eben so abgehoben, dass er noch real war und gerade real genug damit es nicht langweilig wurde. Viele Details hätten doch irgendwann, irgendwo passiert sein können und das Ende ist gerade so offen, das die „Die vierte Nachfahrin“ zwar beendet ist, aber viel Platz für kreative Ideen zu einem Nachfolgeband bleibt.

Ich kann allerdings nicht abstreiten das es einige kleinere Punkte gab die entweder mehr Potential hatten als ausgeschöpft wurde oder einfach völlig unlogisch wirkten. Vielleicht waren das aber auch nur Vorlagen, die die Autorin im Nachfolger gerne aufnehmen möchte.

„Die vierte Nachfahrin“ würde ich weiter empfehlen, vor allem an diejenigen die sowieso schon ein Faible für Antikes und Familien haben. Dazu der Plot der zwar sehr oberflächlich wirkt, aber eine wirklich tiefgründige Frage aufwirft. Von mir bekommt Allison Maruskas Debütroman 4 von 5 Sternen. Ich freue mich wahnsinnig auf den nächsten Band und hoffe er lässt ich all zu lange auf sich warten.

4

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