(Rezension) Die Stunde der Liebenden von Lucy Foley

Quelle: insel taschenbuch



Autor: Lucy Foley  
Übersetzer: Christel Dormagen und Brigitte Heinrich    
Preis: € 14,99 [D] 
Seitenzahl: 460 Seiten 
ISBN: 978-3-458-36107-7
Verlag: insel taschenbuch 



Inhalt:

England, 1928. Alice und Tom – die lebenshungrige Tochter aus gutem Hause und der talentierte Künstler aus einfachen Verhältnissen: Sie kennen sich aus ihrer Kindheit, nach Jahren führt der Zufall sie wieder zusammen. Ihre Liebe ist die reine Magie. Doch nicht nur Alices Familie steht dem gemeinsamen Glück im Weg …
London, 1986. Kate, eine junge Fotografin, fängt auf ihren Streifzügen durch die Stadt das pulsierende Leben ein. Sie selbst lebt zurückgezogen, auch Familie hat sie keine mehr: Ihre Mutter war eine Waise und kam vor Jahren ums Leben, ihren Vater hat sie nie gekannt. Eines Tages fällt Kate eine alte Zeichnung in die Hände, aus den 1920er Jahren. Und sie traut ihren Augen kaum: Denn die Frau darauf sieht ihrer Mutter täuschend ähnlich … Kate beschließt, dem Geheimnis um die Zeichnung auf den Grund zu gehen, und stößt dabei nicht nur auf die Geschichte einer großen Liebe, sie findet auch den Mut, für ihr eigenes Glück zu kämpfen.

Trailer zum Buch 



Meine Meinung: 

Ich habe mich sowohl mit dem Buch als auch mit der Rezension recht schwer getan, dabei gefällt mir „Die Stunde der Liebenden“ recht gut. 

Lucy Foley beschriebt in ihrem Roman eine Familiengeschichte mit vielen Tiefen und Geheimnissen. Geschickt hat sie mehrere Zeitebenen miteinander verwoben und regt den Leser zum miträtseln und entwirren an. Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven beschrieben. Angefangen bei Kate im Jahr 1986, der eher zufällig ein Bild ihrer leiblichen Großmutter in die Hände fällt. Eine andere Perspektive ist die der Alice, die Großmutter, die sich ab Ende der 1920er in die gleiche Richtung bewegt. 

Die Figuren werden einem gerade zum Ende hin immer sympathischer und als Leser wird man von Lucy Foley an viele verschiedene Handlungsorte entführt. Da wären zum Beispiel Paris, New York und Korsika. Mit viel Liebe zum Detail beschriebt die Autorin Kates Eindrücke des sommerlich heißen Korsika. Man kann die Hitze förmlich spüren und die verschiedenen Gerüche riechen. Als Gegensatz dazu das kühle und steife London des Jahres 1928 als noch Teeparties und Umgangsformen das Leben prägten. 

Gelungen ist hier auch das Cover. Die vorrangingen Farben harmonieren gut miteinander und entsprechen der Atmosphäre die das Buch ab Teil 2 (Seite 75) annimmt. Es zeigt vermutlich eines der korsischen Kliffe die im Buch oft Erwähnung finden. 

An manchen Stellen wirkte das Buch durch seine vielen Zeitsprünge und Rückblenden sehr in die Länge gezogen. Manchmal hatte ich das Gefühl, die Autorin wollte her auf den 460 Seiten mehr unterbringen als möglich war. Den Anfang und den Schluss fand ich besonders spannend und zum mitfühlen. Der Mittelteil allerdings war es, der es mir so schwer gemacht hat mit diesem Buch warm zu werden. Diesen mit den richtigen und vor allem fairen Worten zu beschreiben fällt mir immer noch schwer. 

Der junge unverbrauchte Schreibstil hat mir gut gefallen. Die Autorin schafft es mit viel viel Gefühl über Konventionen zu schreiben die sowohl lange vor meinem als auch vor ihrem Geburtsjahr liegen. 


Fazit:
 
Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen und bekommt trotz des schwächendem Mittelteils immer noch 4 Sterne. Mit viel Gefühl beschreibt die Autorin eine tiefgreifende Liebes- und Familiengeschichte die sich über Generationen hinweg zieht. Ein Buch wie gemacht für lange Leseabende im Herbst.  






Vielen Dank an den „insel taschebuch“-Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

 

 



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