(Rezension) Die Frauen von Salem von Brunonia Barry

Inhalt:

Salem, Neuengland: drei tote Frauen, ein kleines Mädchen als Augenzeugin und eine bekannte Historikerin unter Mordverdacht – ein Fall, der nie ganz gelöst werden konnte. Auf den Tag genau fünfundzwanzig Jahre nach dieser unheilvollen Nacht, an Halloween 2014, wird wieder ein Mord verübt. Erneut wird Rose Whelan verdächtigt, der man damals jedoch nichts nachweisen konnte. John Rafferty, Polizeichef in Salem, untersucht den aktuellen Fall und rollt im Zuge der Ermittlungen auch diesen berühmtesten Cold Case der Stadt wieder auf. Callie Cahill, das Mädchen, das damals verschont wurde und später Salem verließ, erfährt aus dem Fernsehen von dem Mord – und kommt zurück in ihre Heimatstadt, denn sie muss beweisen, dass Rose nicht die Täterin sein kann. Rose, die Frau, bei der sie aufwuchs, die ihr einst so nahe stand. Sie kann es einfach nicht gewesen sein – weder damals noch heute. Oder etwa doch? (Quelle: btb Verlag)

 

Die Frauen von Salem von Brunonia Barry

9,99 € / 608 Seiten / Taschenbuch

ISBN: 978-3-442-71436-0 / btb Verlag

 Meine Meinung: 

Eigentlich hatte ich nach dem Klappentext einen spannenden Krimi erwartet, eingebettet in eine reale historische Begebenheit. „Die Frauen von Salem“ ist aber keine Kriminalgeschichte im eigentlichen Sinne. In diesem Buch steck von vielem etwas, Mystik, Spannung, Aberglaube und auch ein klein wenig Wahnsinn. 

Die Autorin Brunonia Barry hat ihre eigene fiktive Geschichte sehr geschickt in zahlreiche reale historische Details eingeflochten. Der Übergang ist nahtlos und gut gemacht.  

Die Sprache der Autorin hat mir gut gefallen, sehr bildhaft und mitreißend. Trotz der Spannung und des Sprachstils gab es für mich zwischendurch die ein oder andere Länge. Den Fluss mit dem man in die Geschichte startete reichte nicht bis zum Ende. Apropos Ende, der Fall wurde schlüssig aufgelöst und lässt zwar keine Fragen offen. Zufrieden lässt es mich aber auch nicht zurück. Ich kann es nicht genau beschrieben, aber für mich ist die Autorin an einigen Stellen einfach mit zu viel Mystik am Ziel vorbei geschossen. (Ich fand zum Beispiel den Beruf der Protagonistin Callie beliebig ersetzbar. Sie ist Klangtherapeutin und eben diese Stellen sind es oft die sich zäh in die Länge ziehen.) 

Grundsätzliche bekommt „Die Frauen von Salem“ eine Leseempfehlung von mir. Es ist was es ist und das füllt dieses Buch gut aus, aber eine fundierte klassische Kriminalgeschichte sollte man nicht erwarten um nicht enttäuscht zu werden.

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