(Rezension) Der Tote im Whiskey Fass von Ivy A. Paul

Der Tote im Whiskey Fass Inhalt:

Loreena besucht nach dem Tod ihres Vaters den Whisky Trail in Irland um dort an jeder Destille ein klein wenig seiner Asche zu verstreuen. Während einer Präsentation bei O’Mulligans, der letzten Destillerie, soll ein Fass einer Sonderabfüllung feierlich geöffnet werden. Darin befindet sich aber nicht nur der erwartete Whisky, sondern auch eine Leiche. Diese trägt eine Visitenkarte von Loreenas verstorbenem Vater bei sich was viele Fragen aufwirft. Während die Polizei noch nach dem Mörder sucht, lernt Loreena diesen auf der Suche nach dem irischen Zweig ihrer Familie bereits kennen.

Der Tote im Whiskey-Fass von Ivy A. Paul  

10,50 € / 240 Seiten / Taschenbuch  

ISBN: 978-3-940258-55-7 / Dryas Verlag

Meine Meinung: 

Es hat mir gut gefallen, das man sehr schnell mitten in der Geschichte ist und auf ewig langes Vorgeplänkel verzichtet wurde. Kaum wurde dem Leser die Protagonistin Loreena vorgestellt, taucht auch schon die Leiche auf und die Polizei befragt alle Zeugen. 

Viele schnelle Szenenwechsel bringen zwar ordentlich Tempo in die Geschichte, führen aber auch dazu, das man aufmerksam lesen muss um nichts zu verpassen. 

Die Charaktere gefallen mir sehr gut. Loreena ist eine starke junge Frau die weiß was sie möchte. Spätestens nachdem sie den Whiskey Laden von ihrem Vater geerbt hat steht sie mitten im Leben. (Wir lernen die Protagonistin erst auf dieser Irlandreise kennen, es gibt keine Rückblenden die aus ihrem Leben erzählen.) 

Außerdem gibt es da noch Mae. Eine sehr skurrile ältere Irin die ein Bed and Breakfast betreibt. Diese Figur strotzt vor Lebenserfahrung und ist ein Whiskey Almanach auf zwei Beinen. Sie hat etwas sehr mütterliches. Das wird besonders dort deutlich, wenn sie sich um ihren Gast Loreena kümmert und von sich selbst sagt, das sie das nicht für jeden ihrer Gäste macht. 

Der Kriminalfall ist sehr durchdacht und bietet einige interessante Wendungen. Ich hatte zwischenzeitlich an mehreren Stellen das Gefühl den Fall gelöst zu haben, am Ende hat sich nichts davon als Lösung des Falles heraus gestellt.  

Sprachlich ist „Der Tote im Whiskey Fass“ sehr leicht und sachlich gehalten. Das mag nicht jeder, ich fand es hier aber sehr stimmig. Die Stellen in der es um Whiskey geht bilden dabei eine sehr bildliche Ausnahme. Wenn die Figuren über Whiskey reden oder etwas erkläret wird, wird die Sprache sehr bildlich und man kann den Whiskey fast riechen. Bildlich gesprochen bekommt die ganze Sprache dann eine bernsteinfarbenen Schimmer. 

Allen die Angst haben, das Whiskey eine zu große Rolle in diesem Buch spielen, kann ich Entwarnung geben. Das Hauptaugenmerk liegt hier noch immer auf der Kriminalgeschichte. 

Sollte es eine Fortsetzung geben könnte ich mir diese nur mit einer Handlung in Irland vorstellen. 

Fazit: 

„Der Tote im Whiskey Fass“ ist leichte aber sehr durchdachte Krimikost die ich allen Fans der Genre Britcrime oder Cozycrime bedenkenlos empfehlen kann. 

5 Sterne

Vielen herzlichen Dank an den Dryas Verlag für dieses Rezensionsexemplar.  

2 thoughts on “(Rezension) Der Tote im Whiskey Fass von Ivy A. Paul

  1. Dem Tital nach zu urteilen, hätte ich eher mit einer humorvollen Geschichte gerechnet, aber das scheint hier ja doch nicht der Fall zu sein. Ich mag’s eigentlich eher blutig und böse, aber ich werde mir das Buch mal als Geschenke-Empfehlung für Leute merken, die es nicht ganz so brutal lieben wie ich.
    Danke für die Buchvorstellung.

    LG Gabi

  2. Hallo Gabi,
    also als Allgemeine Leseempfehlung eignet es sich wunderbar. Eine super Geschenkidee.

    Viele liebe Grüße,
    Rena

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