(Rezension) Der Marsianer von Andy Weir

Quelle: Heyne Verlag



Autor: Andy Weir 
Übersetzer: Jürgen Langowski  
Preis: € 9,99 [D] 
Seitenzahl: 509 Seiten als Taschenbuch
ISBN: 978-3-4533-1691-1
Verlag: Heyne Verlag




Inhalt:

Gestrandet auf dem Mars Bei einer Expedition auf dem Mars gerät der Astronaut Mark Watney in einen Sandsturm und wird bewusstlos. Als er aus seiner Ohnmacht erwacht, ist er allein. Auf dem Mars. Ohne Nahrung. Ohne Ausrüstung. Und ohne Crew, denn die ist bereits auf dem Weg zurück zur Erde. Für Mark Watney beginnt ein spektakulärer Überlebenskampf … 


Meine Meinung:

Ohne Nahrung und Ausrüstung? Na das stimmt wohl nicht so ganz. Mark Watney wird nach einem riesigen Marssturm für tot gehalten und bleibt so alleine auf dem Mars zurück, während sich seine Crew-Kollegen durch eine Not-Evakuierung retten können. 

Andy Weit, Softwareentwickler aus Kalifornien, beschreibt von Anfang an sehr realistisch, man wird als Leser direkt angesprochen und ist auch auf anhieb Mitten im Geschehen. 
Aus Sicht des Protagonisten Mark Watney hören wir also, wie er an SOL 5 auf dem Mars gestandet ist. Er führt auch weiterhin ein Logbuch um vielleicht irgendwann, irgendwem die Möglichkeit zu geben, herauszufinden, das er den Sturm überlebt hat und alles ihm mögliche getan hat, damit das auch so bleibt. 

Mir viel Sarkasmus bringt er seine ausweglose Situation auf den Punkt, Mark Watney betrachtet sich selbst als „Im Arsch!“ (Hättet ihr etwa eine bessere Bezeichnung für soetwas?) 

Der Schreibstil gefällt mir außerordentlich gut und nicht bloß weil der Leser/Hörer/Zuschauer direkt angesprochen wird. Mark Watney gibt einfach nicht auf und legt immer wieder von irgendwoher eine Menge Optimismus und Hoffnung an den Tag, er reißt einen förmlich mit sich. Der von mir erwartete „Marskollar“ weicht einem wild entschlossenen Aktionismus alles ihm nur mögliche zu tun um zu überleben bis Hilfe kommt. Doch was wird es ihm nutzen auf dem Mars zu überleben, wenn niemand nach ihm sucht? 
Die einzelnen Kapitel sind als die Logbucheinträge an den einzelnen SOLs aufgebaut. Ein SOL bei Mark auf dem Mars entspricht übrigens knapp 24 Stunden und 39 Minuten bei uns auf der Erde. 

Die Charaktere waren allesamt gut durchdacht, wenn sie auch nicht besonders in die Tiefe gehen. Das ist aber auch nicht verwunderlich, nicht nur Mark sondern auch alle andere Beteiligten befinden sich schließlich im absoluten Ausnahmemodus, dieser trägt dazu bei, das Panik gar nicht erst aufkommen kann. 
Wir erfahren sehr wenig aus Mark’s privatem Leben auf der Erde, die Familien der Crew-Mitglieder tauchen nur kurz als Videogruß auf und alle anderen begleiten wir hauptsächlich während der Arbeit. 

„Der Marsianer“ ist sehr eindrucksvoll beschreiben, aber gleichzeitig auch sehr technisch und Physiklästig. Dem ein oder anderen mag das reichlich langweilig oder Marssand trocken vorkommen, wer sich aber etwas drauf einlassen kann, der kann vielleicht sogar noch ein Fünkchen Wissen mitnehmen. 
Was die Nutzung der sich auf dem Mars zurückgelassenen Ausrüstung angeht kennt Mark keine Grenzen, was da ist wird benutzt, so oder so. Viele seiner Probleme löst er mit größtem Einfallsreichtum und dem festen Willen am Leben zu bleiben, sein Proviant setzt ihm allerdings sehr bald seine Grenzen. 

Obwohl die Thematik im Grunde sehr bedrückend ist, schafft Andy Weir es uns mit seiner Geschichte nicht auf Gemüt zu schlagen. Man hofft mit Mark, man lacht mit Mark und freut sich über jeden weiteren Tag. Die Spannung zieht sich teilweise ins „unermessliche“ um mich mal dieser Metapher zu bedienen. Dieses Buch macht einfach süchtig, einmal angefangen wird man es beenden wollen um zu erfahren ob Rettung überhaupt möglich ist. 

Was den wissenschaftlichen Teil des Buches angeht, so will und kann ich nicht sehr viel dazu sagen. Ich kann es nämlich weder be- noch widerlegen, aber das brauche ich ja auch gar nicht, schließlich lesen wir hier einen Science Fiction Roman der in der Zukunft spielt und was nicht ist, kann schließlich noch werden.

Fazit:
 
Für mich gehört der Marsianer zu den Highlights dieses Jahres und man sollte sich von der technischen Seite nicht abschrecken lassen. Diese „Alles geht“ Atmosphäre zieht einen einfach in seinen Bann und macht süchtig. Von mir gibt es satte 5 Sterne, keine Frage.






Vielen herzlichen Dank an den „Heyne“-Verlag für dieses wirklich tolle Rezensionsexemplar.
 



One thought on “(Rezension) Der Marsianer von Andy Weir

  1. Huhu
    Der Marsianer gehört auch zu meinen Jahreshighlight. Ebenso wie der Film dazu, den ich vor dem Buch gesehen hab xD
    Mit der Technik kannte ich mich auch nicht so gut aus, aber es hat die Spannung nicht genommen.

    Liebe Grüße
    Lilly

    P.S
    Ich hab mich auch auf deinem Blog umgesehen und mich entschieden direkt hier zu bleiben ^^

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