(Rezension) Der Heiratsplan von Sophia Farago

Quelle: Dryas Verlag




Autor: Sophia Farago     
Preis: € 8,95 [D] 
Seitenzahl: 320 Seiten
ISBN978-3-940855-60-2
Verlag: Dryas Verlag 
im Dryas Verlag nur als Taschenbuch 

 

 

 

 

Inhalt:

England, 1811. Frederica, die älteste Tochter des verstorbenen Viscounts of Panswick, träumt von einer glanzvollen Saison in London. Doch ihr Vater hat der Familie einen Berg Schulden hinterlassen.

Um wenigstens das Anwesen Lancroft Abbey zu retten, beschließt ihre Mutter, alles auf eine Karte zu setzen. Anstelle von Frederica soll zuerst die zweitälteste und schönste Tochter Penelope in London debütieren, ausgestattet mit dem letzten Bargeld.

Als sich Penelopes Anstandsdame das Bein bricht, übernimmt Frederica, als verwitwete Cousine verkleidet, ihren Part. Die ersten Versuche, Kontakt zur vornehmen Gesellschaft aufzunehmen, scheitern kläglich. Kann Frederica ihre Aufgabe doch noch erfüllen und einen reichen Junggesellen für ihre Schwester finden?

Meine Meinung: 

Ich muss gestehen, besonders anspruchsvolle Literatur ist „Der Heiratsplan“ nicht, aber gerade das macht es zu etwas besonderem. Für mich war es eine sehr kurzweilige, aber mitreißende Geschichte. Tatsächlich irgendetwas zwischen Downton Abbey und Seifenoper.

Aber fangen wir vorne an: Im Gegensatz zu ihrer kleinen Schwester Penelope träumt Lady Frederica seit eh und je von ihrer Einführung in die Gesellschaft, zu ihrem Entsetzen beschließt ihre Mutter aus Geldnot allerdings zunächst die jüngere nach London zu schicken um einen Ehemann zu finden. Einen finanziell gut gestellten Gentleman natürlich, der mit seinem Geld bereit ist das bankrotte Anwesen Lancroft Abbey zu retten. Das Vorhaben droht schon zu scheitern, als Lady Abigail, Cousine der beiden und geplante Anstandsdame, sich den Fuß bricht und nun nicht mehr in der Lage ist Penelope zu begleiten.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Ich kann nicht sagen ob es der authentischen Sprache im Jahre 1811 entspricht, aber ich finde es bis auf zwei Ausnahmen sehr stimmig und passend. (Ich fand die Worte „krass“ und „dumm“ in diesem zeitlichen Zusammenhang einfach unpassend. Das war aber auch schon alles das ich daran auszusetzen habe.)

Die beiden Hauptprotagonistinnen gefallen mir sehr gut. Zwei Schwestern die sich sehr nahe stehen und dabei unterschiedlicher nicht sein könnten. Penelope ist die ruhigere, liebt Tiere, die Natur und das Leben auf dem Land und macht auch keinen Hehl daraus. Frederica ist weltoffene aber verträumte junge Frau die am liebsten sofort am Gesellschaftsleben in London teilhaben möchte. Die Mutter der beiden spielt mirt vielen Klischees und wird am Ende noch den ein oder anderen von euch überraschen.

Die Geschichte ist leider manchmal etwas vorhersehbar und berechnend, und genau das machte den Flair dieses Buches aus. Nichts wird dem Zufall überlassen, alles hat seinen Platz und jeder hat seine Stellung. Es passt einfach irgendwie zusammen. Ich hatte zu Beginn befürchtet das es sich um einen trockenen historischen Roman handeln könnte, aber „Der Heiratsplan“ entpuppt sich als recht jugendlich und flott und zu seiner Zeit sogar modern.

Fazit:

„Der Heiratsplan“ ist ein toller Auftakt in die Lancroft Abbey Reihe, zumindest hoffe ich, das noch weitere Bände folgen werden. Von mir bekommt dieses Buch 4,5 von 5 Sternen und wir mir ganz sicher in Erinnerung bleiben.

 

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