(Rezension) Der fünfte Tag von Jake Woodhouse



Autoren: Jake Woodhouse
Preis: € 14,99 [D]
Übersetzer: Norbert Jakober
Einband: Klappenbroschur
Seitenanzahl: 448 Seiten 
ISBN: 978-3-4422-0437-3
Verlag: Page&Turner

Inhalt:

Amsterdam am Morgen des 2. Januar: Inspector Jaap Rykel wird zu einem morbiden Schauplatz gerufen: Aus dem Fenster eines Hauses in der Altstadt ragt die Leiche eines Mannes und baumelt über der Gracht. Schon bald ergibt sich eine Verbindung zu einem anderen Verbrechen: In Friesland wurde ein Haus abgefackelt, die Bewohner, ein altes Ehepaar, kamen ums Leben. Seltsam nur, dass in den verbrannten Ruinen des Hauses eine Puppe gefunden wurde, das Ehepaar aber keine Kinder hatte. Zeugenaussagen lassen darauf schließen, dass ein kleines Mädchen dem Feuer entkommen konnte. Inspector Rykel muss nicht nur einen Mörder suchen, sondern auch das Mädchen finden, das in größter Gefahr ist. Aber auch in den eigenen Reihen hat er mit Problemen zu kämpfen. Der junge Inspector Kees Terpstra hat ein Kokain-Problem. Seine Kollegin Sergeant Tanya van der Mark nimmt den Fall zu persönlich. Doch die drei Polizisten müssen sich konzentrieren, denn sie haben in ein Wespennest gestochen, und ihre Gegner sind clever, gut organisiert – und völlig skrupellos …  (Quelle: Page&Turner Verlag) 



Meine Meinung: 
 
Selten habe ich mich mit einer Rezension so schwer getan wie mit der zu „Der fünfte Tag“ von Jake Woodhouse. Müsste ich diesen Thriller mit einem Wort beschreiben wäre es wahrscheinlich am ehesten „abgedroschen“. 
„Der fünfte Tag“ beginnt ganz klassisch mit dem Fund der ersten Leiche und Leichen gibt es in diesem Buch bei weitem genug. Was im Klappentext noch so gut klingt, endet im Plot als flache und nichts sagende Geschichte. 448 Seiten voller abgedroschener Klischees. Angefangen bei Jaap Rykel, dem Amsterdamer Inspektor der nach einer „Auszeit“ zurück kehrt an seinen niederländischen Arbeitsplatz. (Weswegen er sich eine Auszeit gegönnt hat habe ich tatsächlich schon wieder vergessen, das zeigt aber auch nur wie alltäglich dieser Grund war.) Sein Kollege Kees Terpstra kann da gut mithalten, Mann mittleren Alters, Drogensüchtig und Eheprobleme. Ach ja und da ist ja auch noch Sergeant Tanya van der Mark. Junge ambitionierte Polizistin die leider einen Vollidioten als Vorgesetzten hat. Soll ich weiter machen oder wisst ihr worauf ich hinaus will? 
Ganz Allgemein finde ich den Plot ziemlich konfus und oberflächlich. Es ist nichts dabei, was man nicht schon aus anderen Büchern kennt. Irgendwie schien mir der Autor ziemlich Lustlos an die Sache ran gegangen zu sein, so wie der Fall klingt, hat er sich wohl auch nicht außerordentlich damit beschäftigt wie Real das ist, was er da schreibt. Das Buch ergibt für mich kein stimmiges Gesamtbild und ich würde danach wahrscheinlich nicht zu einem zweiten Band greifen. 
Vielleicht hätte der Autor, immerhin Oboist, Winzer und Weinhändler einfach bei seinen Leisten bleiben sollen, wie man so schön sagt. 
 
Fazit: 
 
Ich hatte mir von diesem Serienauftakt mehr versprochen. Der Amsterdamer Handlungsort hätte wirklich mal etwas anderes abgeben können, leider war dem nicht so. Alles in allem kann ich dem Buch nicht mehr als 2 1/2 Sterne geben. 

Vielen herzlichen Dank an den Page&Turner Verlag für diese Rezensionsexemplar!

One thought on “(Rezension) Der fünfte Tag von Jake Woodhouse

  1. Ganz genau so habe ich das beim Lesen auch empfunden!!! Mir kam das vor, als hätte da jemand mal gehört, dass so oder so ähnlich ja ein Thriller auszusehen hat und das dann alles sehr lieblos zusammengeschustert wurde! Und soo traurig, dass dem Autor Recherche nicht wichtig zu sein scheint, so kann man doch keinen vernünftigen Thriller schreiben! 🙁 Also zumindest nicht für Fans des Genres. Ganz schwaches Ding, bin da ganz bei Dir!

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