(Rezension) Der Anschlag von Stephen King

Der Anschlag Am 22. November 1963 fielen in Dallas, Texas, drei Schüsse. John F. Kennedy starb, und die Welt veränderte sich für immer. Wenn man das Geschehene ungeschehen machen könnte – wären die Folgen es wert? Jake Epping kann in die Vergangenheit zurückkehren und will den Anschlag verhindern. Aber je näher er seinem Ziel kommt, umso vehementer wehrt sich die Vergangenheit gegen jede Änderung. Stephen Kings neuer großer Roman ist eine Tour de Force, die ihresgleichen sucht – voller spannender Action, tiefer Einsichten und großer Gefühle.

 

Stephen King: Der Anschlag    
26,99 € / 1056 Seiten 
978-3-453-26754-1 
Gebunden
Heyne Verlag 

 

 

Meine Meinung: 

Stephen King hat hier ein wirklich geniales Was-wären-wenn Szenario geschaffen, was wäre wenn man ein Ereignis das Amerika für lange Zeit geprägt hat ungeschehen machen könnte und die Zukunft dadurch verändert? Mit über 1000 Seiten ist dieses Buch natürlich ein ganz schöner Brecher, aber die Thematik und vor allem der eigene Drang am Anfang des Buches, endlich alle Zusammenhänge verstehen zu wollen, treibt einen ganz sicher durch die Seiten.

Die Hauptperson Jake Epping ist, finde ich, ein typischer Amerikaner wie er in jedem King Roman vorkommen könnte. Ein geschiedener High-School Lehrer mit Hauskatze. Von Freunden ist an dieser Stelle erst mal keine Rede, es sei denn man zieht Al Templeton dazu, Besitzer des alten Diners den Jake gerne aufsucht. Eines Tages bittet ein total veränderter Al ihn seine Geschichte erzählen zu dürfen und diese bringt mit ein paar wenigen Erklärungen auch jede Menge Fragen mit sich. Ein Zeitportal mitten im Lebensmittellager! Ich finde es sehr sympathisch, das Jake nicht direkt alles glaub und auch als er es selbst ins Jahr 1958 “geschubst” wird, noch nicht alles sieht was um ihn herum passiert. Mit der Zeit erkennt Jake aber die Möglichkeiten die sich ihm plötzlich auftuen. Um zu testen ob Al’s Theorie stimmt und er wirklich dazu in der Lage wäre ein großes geschichtliches Ereignis zu verhindern, versucht er zunächst das Leben einer seiner Abendschüler im Jahr 2011 zu verändern um zu sehen, was dieser Eingriff in die Zeit nach sich zieht.

Die Geschichte selbst ist sehr spannend inszeniert, dadurch das die Zeit nicht verändert werden möchte bekommt der Leser ein ständiges auf und ab, ein Hoffen und Bangen. Ob er es am Ende schaffen wird und auf welche Weise sein Versuch endet werde ich natürlich nicht verraten, aber eins ist sicher, auch kleine Taten haben eine Auswirkung auf die  Zukunft.

Was mich außerdem an diesem Buch so sehr begeistert sind die vielen kleinen Anspielungen auf andere Stephen Kind Werke. Wer die anderen Bücher nicht gelesen hat wird sie nicht bemerken und das ist auch gar nicht so schlimm. Wer allerdings schon den ein oder anderen King Roman gelesen hat, kann sich an Details erfreuen wie zum Beispiel das “Der Anschlag” teilweise in der Kleinstadt Derry spielt die man unter anderem au ES kennt. Hier trifft die Hauptfigur auch auf Personen die in ES später eine größere Rolle spielen werden, zeitlich gesehen überschneiden sich die beiden Handlungsstränge nämlich.

Der Anschlag auf John F. Kennedy nimmt übrigens keine Hauptrolle in diesem Buch ein. Es dreht sich eher um Al, Jake und das Zeitloch.

Fazit:

Spannende Lektüre vor geschichtlichem Hintergrund, sympathische wiederkehrende Charaktere mit ihrem ganz eigenen Charme. Von mir gibt es 5 Sterne, ich wünschte es gäbe mehr Bücher dessen Thema einen so sehr fesselt.

 5

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