(Rezension) Das Rosenholzzimmer von Anna Romer

Autor: Anna Romer 
Übersetzer: pociao, Roberto de Hollanda 
Preis: € 19,99 [D]
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 576 
ISBN: 978-3-442-31377-8
Verlag: Goldmann
Leseprobe






Inhalt:

Als die Fotografin Audrey Kepler das verlasene Thornewood House im ländlichen Queensland erbt, ergreift sie sofort die Chance, ihrem hektischen Leben in Melbourne zu entkommen und einen Neustart zu wagen. In einem entlegenen Zimmer des alten, aber noch immer prächtigen Hauses entdeckt sie die verblasste Fotografie eines gut aussehenden Mannes. Wie sie bald herausfindet, handelt es sich um Samuel Riordan, den vormaligen Besitzer von Thornwood House, und Audreys Interesse ist geweckt. Schließlich erfährt sie, dass Samuel beschuldigt wurde, kurz nach dem Krieg eine junge Frau ermordet zu haben, was Audrey nicht glauben will. Doch als sie immer tiefer in Samuels Geschichte eintaucht, hat Audrey die böse Ahnung, dass der Mörder von damals noch lebt. Und dann droht sich ihr Verdacht auf gefährliche Weise zu bestätigen… 


Bewertung:

 
Ich bin schwer begeistert von diesen 575 wundervollen Seiten auf denen Anna Romer eine Generationen übergreifende düstere Geschichte erzählt. Der Anfang ist etwas traurig als Audrey mit ihrer kleinen Tochter Bronwyn in das abgelegene Haus Thornwood zieht, dass sie von Brons Vater geerbt hat. Dieser hat sich, nachdem er die beiden verlassen und geheiratet hat selbst umgebracht. Nach Tonys Tod tauchen viele Fragen auf und nicht nur Audrey möchte wissen, warum er nie von seinem Leben auf Thornwood erzählt hat. Die kleine Bronwyn ist für ihr Alter sehr reif und teilweise auch sehr Altklug, sie blüht sie im Australischen Queensland förmlich auf. Sie findet schnell eine neue Freundin, hat Spaß in der Schule und liebt das riesige alte Haus das ihr Vater ihnen vermacht hat. Audrey findet derweil beim aufräumen in einer Kommode alte Briefe und Fotos und ohne zu Wissen, in was sie sich rein ziehen lässt, ist sie von diesen Briefen wahnsinnig fasziniert. In vielen Rückblenden, Tagebucheinträgen und Zeitungsartikeln tauchen wir als Leser in eine weit verpflochtene, Generationen übergreifenden Familiengeschichte ein. Die Atmosphäre ist sehr düster und mystisch. Man spürt die Australische Hitze und die Leidenschaft der Protagonisten. Trotz der vielen verschiedenen Personen ist die Geschichte sehr flüssig und griffig geschrieben. Ein ganz besonderes Extra dieser Hardcover Ausgabe sind ganz klar die Zeichnungen der Autorin am Anfang des Buches. Sie hat einen Brief an die Leser in Deutschland geschrieben und dem Buch Zeichnungen der im Buch vorkommenden Handlungsorte hinzugefügt. (Thornwood House und die Umgebung) Auch nach dem Lesen lässt einen dieses Buch nicht los, mit der passenden Mischung aus Spannung, Unterhaltung und düsterem „McLeods Töchter“Charme hat dieses Buch genau meinen Geschmack getroffen. Obwohl ich „offene Enden“ eigentlich gar nicht so mag, gefällt mir dieses sehr gut. Ich möchte natürlich nicht verraten wie es ausgeht, aber ich kann sagen, dass dieses Ende noch genug Platz für eigene Interpretationen lässt, ohne das noch Fragen offen bleiben. Das finde ich sehr gelungen.  
 

Fazit:

Eine tolle mystische Familiengeschichte die auf jeden Fall 5 Sterne von mir bekommt. 


 
Vielen herzlichen Dank an den Goldmann Verlag für dieses ganz besondere Rezensionsexemplar einer wundervollen Geschichte. 
                                                                    

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