(Rezension) Das Lilienhaus von Sarah Harvey

Quelle: Piper Verlag



Autor: Sarah Harvey
Übersetzer: Frauke Brodd
Preis: € 9,99 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 415
ISBN: 978-3-492-30207-4
Verlag: Piper Verlag 
Leseprobe: Das Lilienhaus 




Inhalt:
Als ihre Mutter stirbt, reist Ellis für die Beerdigung in ihre Heimat Cornwall. Ihr Leben scheint an einem Tiefpunkt angelangt: Ihr Mann betrügt sie, und der Tod der Mutter Rose ruft schmerzhafte Erinnerungen daran wach, wie ihr geliebter Vater vor vielen Jahren spurlos verschwand. Beim Sichten der Hinterlassenschaften stößt Ellis auf das Foto einer mysteriösen jungen Frau, deren Schönheit betörend ist. Welche Rolle mag sie im Leben ihrer Eltern gespielt haben?
Bewertung:

Gleich zu Anfang lernen wir Ellis kennen, auf dem Weg zur Beerdigung ihrer Mutter Rose. Da die beiden nie wirklich warm miteinander wurden und ihr einziges Bindeglied Vater Alexander schon lange verschwunden ist, weckt die Rückkehr nach Hause kaum gute Erinnerungen. Ich finde gerade die ersten Kapitel sehr stimmig, auch wenn die Geschichte schon etwas abgenutzt ist. (Kind kehrt zu Beerdigung eines Elternteils nach Hause zurück, kennt man eben schon x-Mal.) Man erfährt viel über Ellis, das Verhältnis zu ihrer Mutter und dann ist da ja auch noch der gute Patenonkel “Ferdie”. Was mit Alexander passiert ist bleibt aber die ganze Zeit über irgendwie nebulös, der Leser spielt permanent mit dem Gedanken, das da noch irgendwas kommen muss, dass das Verschwinden aufklärt. Ich finde die Personen sind liebevoll ausgearbeitet worden, vor allem die Beziehung zwischen Ellis und Ferdie sich besonders hervor. 
Der Mittelteil hat mir nicht ganz so gut gefallen, es waren mir zu viele, konstruierte Zufälle aufeinmal. Erst versteckte Hinweise die ihre Mutter ihr hinterlassen haben muss, dann die Reise nach Argentinien und dann die Leute auf die sie dorft trifft. (Das sind übrigens keine Spoiler, alles das steht auch im Klappentext.) 
Die letzte Hälfte hat mir am aller besten gefallen, alles fügt sich am Ende zusammen, lässt leider aber trotzdem noch mindestens eine wichtige Frage offen. Eigentlich schlägt die Geschichte immer genau dann eine komplett andere Richtung ein, wenn man gerade endlich glaube das Geheimnis von Ellis’ Mum entdeckt zu haben. Es wir bis zum Schluss weder langweilig noch über die Maßen Spannend. 
Den Schreibstil würde ich als sehr blumig und malerisch Bezeichnen, vor allem die Beschreibungen der Gegend in Argentinien. Etwas schade fand ich die Tatsache, das das “Lilienhause” eigentlich nur eine untergeordnete Rolle gespielt hat. Vielleicht passt der englische Titel ja besser, den habe ich allerdings immer noch nicht gefunden. Also wenn ihn jemand kennt, immer her damit. 


Fazit:

Vier Sterne gibt es von mir, da am Ende alles zu einem schlüssigen Gesamtbild zusammen läuft. Einen Stern Abzug nur, wegen dem schwächelnden Mittelteil. 




Vielen lieben Dank an den Piper Verlag für dieses Rezensionsexemplar!







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