(Rezension) Das Jahr der Schatten von Hannah Richell

Das Jahr der SchattenAls Lila ein verfallenes Cottage im englischen Peak District erbt, scheint dies ihre Rettung zu sein. Ihr Leben und ihre Ehe stecken in der Krise, und so entschließt sie sich zu einer Auszeit an dem idyllischen Ort am See. Sie genießt die Einsamkeit, bis sie beunruhigende Spuren der früheren Bewohner entdeckt, die auf einen überstürzten Aufbruch hindeuten. Ein mysteriöser Brief lässt ein Unglück erahnen. Welches Geheimnis bergen die Mauern des Hauses, und welche Bedeutung hat es für Lilas Leben?

 

 

Hannah Richell: Das Jahr der Schatten

9,99 € / 496 Seiten / ISBN: 978-3-453-29163-8

Taschenbuch / Diana Verlag / Hier kaufen! 

 

Über den Inhalt möchte ich heute nicht viel schreiben, dass lasse ich euch lieber direkt von der Autorin erzählen:

 

Meine Meinung: 

Die Idee hinter „Das Jahr der Schatten“ hat mir gut gefallen. Zwei ineinander verwobene Erzählsprünge die sich ein ums andere mal kreuzen und am Ende sehr geschickt zu einem Zusammen laufen. Ich muss allerdings zugeben, das mir der „Heute“ Zeitstrang wesentlich besser gefallen hat als die „Vergangenheit“. Das mag zum einen daran gelegen haben, das für mich Lila einfach die für mich mit Abstand sympathischte Protagonistin in diesem Buch war. Mit der Studentengruppe und vor allem ihrem ungezählten Anführer Simon habe ich mich nicht recht anfreunden können. Obwohl sie alle 5 kluge junge Menschen sind, lassen sie sich von Simon in seine „Scheinwelt“ ziehen und merken viel zu spät, dass es ganz einfach viel zu spät ist.

Das Buch selbst ist sehr flüssig geschrieben und in verschiedene Kapitel aufgeteilt, jeweils abwechselnd einmal ein Gegenwarts- und ein Vergangenheitskapitel. Und obwohl fast 30 Jahre zwischen diesen Einzelnen Erzählsträngen liegen, ergänzen diese sich immer wieder auf wundersame weise.

Das Ende ist mit Abstand das beste an diesem Buch, sehr geschickt lässt die Autorin hier beide Zeiten ineinander laufen und klärt alle erdenklichen Fragen. Im Grunde hat dieses Buch auch nicht „das Ende“ wie man es vielleicht erwartet, sondern wird über mehrere Kapitel hinweg häppchenweise aufgelöst.

Warum das Buch von mir dann trotzdem nur 4 Sterne bekommt? Weil mir die düstere, karge und ärmliche Atmosphäre der 5 Cottage Bewohner einfach nicht so recht gefallen hat. Ich konnte mich einfach nicht in sie hineinversetzen, wieso sie dieses Leben wählten und vor allem wieso sie sich von Simon alles „diktieren“ lassen.

 4

 

Vielen herzlichen Dank an den Goldmann Verlag der mir dieses Rezensionsexemplar zur verfügung gestellt hat.

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