(Rezension) Das Haus der Lügen von Stephanie Lam

Quelle: page & turner



Autor: Stephanie Lam 
Übersetzer: Andresa Brandl
Preis: € 12,99 [D]
Einband: Klappenbroschur
Seitenanzahl: 480
ISBN: 978-3-442-20445-8
Verlag: page & turner
Leseprobe: Das Haus der Lügen 





Inhalt:

Eine alte Villa an der Südküste Englands – und in jedem Zimmer schlummert ein dunkles Geheimnis. 

1924: Der 19-jährige Robert Carver will den Sommer bei seinem reichen Cousin Alec Bray und dessen hübscher Frau Clara verbringen, die im Castaway House, einer Villa auf den Klippen des kleinen Küstenstädtchens Helmstone, wohnen. Robert genießt eine unbekümmerte Zeit, und als er sich in Lizzie, die Tochter der Nachbarn, verliebt, glaubt er sich endgültig im Glück. Doch schon bald ziehen dunkle Wolken am Horizont auf, denn die Brays hüten ein böses Familiengeheimnis … 

 1965: Die 18-jährige Rosie Churchill ist von zu Hause ausgezogen und mietet sich für ein Jahr in dem etwas heruntergekommenen, aber noch immer imposanten Anwesen Castaway House ein. Eines Tages entdeckt sie, dass ins Fensterbrett ihres Zimmers der Satz »Robert Carver ist unschuldig« eingeritzt ist. Doch sie ahnt noch nicht, dass sich hinter diesem Satz ein lang gehütetes Geheimnis verbirgt, das nicht nur die Vergangenheit von Castaway House, sondern auch ihr eigenes Leben betrifft …

Bewertung:

„Das Haus der Lügen“ braucht relativ lange bis es in Fahrt kommt, dennoch stellt sich später heraus, dass jedes noch so kleine langweilige Detail eigentlich zur Auflösung des Buches beiträgt. 
Dieser Roman ist in zwei Zeitebenen unterteilt und fängt an im Jahre 1965 als die 18-jährige Rosie Churchill von zu Hause flüchtet und sich ein Zimmer im etwas in die Tage gekommenen Castaway Haus mietet. Sie schmeißt die Schule, mag keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter (zu ihrem Stiefvater schon mal gar nicht) und geht „für die Hand in den Mund“ als Hilfe in einem benachbarten Hotel arbeiten. Irgendwann taucht plötzlich ein alter muffiger betrunkener Mann im Castway Haus auf und behauptet, dass er schon mal hier gewesen sei und das er aus einem ganz wichtigen Grund von Dublin her gekommen ist. Warum, dass kann er leider nicht mehr sagen, weil er Jahre zuvor das Gedächtnis verloren hat. Nicht mal seinen richtigen Namen kennt er, denn alle nennen ihn nur Dockie, weil man ihn schon vor vielen Jahren in den Docks aufgefunden hatte. Rosie kümmert sich, wenn auch aus unerklärlichem Pflichtgefühl, um den alten Mann und deckt dabei nach und nach sein Geheimnis auf. Immer mal wieder hat Dockie seine hellen Momente in denen er Teile seine Geheimnisses lüftet und mach taucht dabei immer wieder ab in das Jahr 1924. 

Die zweite Zweitebene beginnt damit, das Robert Carver 1924 die Einladung seines Cousins Alec annimmt im Sommerhaus der Familie an der Küste den Sommer zu verbringen. Er kommt nach Castaway Haus, welches zu dieser Zeit noch das Sommerhaus der Familie Bray ist, und muss feststellen, dass die Einladung seines Cousins nicht jedes Familienmitglied billigt. Vor allem Clara, die Frau seine Cousins zeigt ihre Abneigung gegen den Gast und auch Alecs Vater, Roberts Onkel, scheint nicht besonders begeistert zu sein. Robert und Alec könnten unterschiedlicher nicht sein. Robert stammt eher aus dem, nenne wir es mal gut bürgerlichem Teil der Familie, leidet unter seinem Asthma und ist schon von Natur aus eher der ruhigere Typ. Alec hingegen hatte das Privileg im wohlhabenderen Teil der Familie aufwachsen zu dürfen und ist der typische junge Mann, dessen Beruf Sohn ist. 

Fazit:

Warum nur 4 Sterne? Ganz einfach, nachdem das Buch fast die ersten 300 Seiten vor sich hin dümpelt und am Ende alles ganz schnell zusammen geführt wird, fehlt mir trotzdem noch etwas. Trotz der wirklich schlüssigen Auflösung weckt gerade der Satz “ Sie ahnt nicht, dass sie alte Villa ein lang gehütetes Geheimnis verbirgt, das auch ihr eigenes Leben betrifft…“ aus dem Klappentext den Wunsch zu Erfahren was nach dem großen Showdown passiert ist. Ich finde, die Handlung im Jahre 1924 wurden so sehr schlüssig aufgeklärt und beendet, die Handlungen 40 Jahre später lassen noch viel Platz für eigene Interpretationen.   




Vielen herzlichen Dank an den Page&Turner Verlag für das Rezensionsexemplar dieses Buches. 



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