(Rezension) Das Geheimnis von Fairfleet von Eliza Graham

Quelle: blanvalet



Autor: Eliza Graham 
Übersetzer: Elfriede Peschel
Preis: € 9,99 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 411
ISBN: 978-3-442-38280-4
Verlag: blanvalet

 

 



Inhalt:

Eine junge Frau. Ein altes Landhaus. Das Echo einer Schuld…

Die Krankenschwester Rosamund Hunter nimmt eine Anstellung im Landhaus Fairfleet an, um den im Sterben liegenden Besitzer Benny Gault zu pflegen. Sie verrät dabei nicht, dass sie selbst in dem Haus aufwuchs und nun zurückgekehrt ist, um sich den Gespenstern ihrer Vergangenheit zu stellen. Doch auch Benny hat ein Geheimnis: In den 30er Jahren floh er als Kind aus seiner deutschen Heimat und fand Zuflucht in Fairfleet. Doch er zahlte einen hohen Preis für seine Freizeit. Und nun ist der Moment gekommen, sich endlich der Wahrheit zu stellen. 
Eine mitreißende Familiengeschichte über Erinnerungen, Liebe und Verrat. 

 

Bewertung:
 

Zu diesem Buch habe ich gegriffen, weil ich Familien-Sagen mit verworrenen Geheimnissen unglaublich gerne lese. Und diese Buch hat gleich zwei davon… 

Eliza Graham hat es geschafft, alle 3 Zeit Ebenen der Geschichte raffiniert miteinander zu verknüpfen und sie an passenden Stellen ineinander über gehen zu lassen. Durch den flüssigen Schreibstil überfordern diese Sprünge den Leser allerdings nie, man bekommt eher das Gefühl mitten drin zu sein. Bei den verschiedenen Zeit Ebenen handelt es sich um Rosamunds Jugend, was so gegen 1984 in England gewesen sein müsste. Man kommt nicht drum herum, sie und ihre Familie sympatisch zu finden und Mitleid mit ihr zu haben, wegen… Nein, das werde ich natürlich nicht verraten. 
Benjamins Geschichte hingegen fängt schon wesentlich früher an, als er mit 11 Jahren vor dem Nationalsozialismus aus Deutschland fliehen muss und in England eine neue Heimat finden soll. (Die Zeit in Deutschland bildet allerdings nur den Anfang, es handelt sich nicht um ein „Geschichtsbuch“.) Die dritte Ebene ist das Heute in dem beide Charaktere aufeinander treffen. Schon nach wenigen Kapiteln hat man das Gefühl, das Buch nicht mehr beiseite legen zu können, man will nur noch eins: Das Geheimnis endlich lüften! Lediglich das letzte Kapitel hat mir nicht so sehr gefallen. Nachdem die Handlungsstränge der Vergangenheit abgeschlossen sind, wird auf wenigen Seiten der Strang der Gegenwart zum Ende gebracht. Daraus hätte man noch ein paar Seiten mehr machen müsse, dieses Kapitel lässt, ohne Hoffnung auf eine Fortsetzung, noch ein paar Fragen offen. 

Fazit:
                                   
Dieses Buch bekommt von mir 4,5 Sterne. Wäre das letzte Kapitel noch ein ganz klein wenig weiter ausgearbeitet worden, wären es 5 gewesen. Zu empfehlen für alle diejenigen die Familien Geheimnisse, ganz gleich welchen Endes mögen. Erinnert an die Romane von Kate Morton, allerdings ohne die langatmigen Passagen die diese manchmal mit sich bringen. 

 

 

2 thoughts on “(Rezension) Das Geheimnis von Fairfleet von Eliza Graham

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.