(Rezension) Das fremde Mädchen von Katherine Webb

Quelle: Diana Verlag



Autor: Katherine Webb
Übersetzer: Katharine Volk
Preis: € 19,99 [D]
Einband: Gebunden
Seitenanzahl: 640
ISBN: 978-3-453-29165-2
Verlag: Diana Verlag
Leseprobe: Das fremde Mädchen 




Inhalt:

Dunkle Schatten hinter herrschaftlichen Mauern Die prächtigen Häuser von Landsdown Crescent thronen über der englischen Stadt Bath – hier stellt sich Rachel als Gesellschafterin vor und begegnet dem zurückgezogenen Jonathan zum ersten Mal. Obwohl ihn dunkle Erinnerungen zu quälen scheinen, zieht er sie in seinen Bann. Einst verlor er seine große Liebe Alice unter mysteriösen Umständen. Welches Geheimnis verbindet Rachel mit jener jungen Frau, die so plötzlich verschwand und der sie aufs Haar gleicht? Immer tiefer gerät sie in eine Spurensuche, die ihr Schicksal bestimmen wird …


Bewertung: 

Alles fängt an mit einer harmlosen Familiengeschichte, zwei Menschen heiraten, andere trauern und wieder andere versuchen mit den Erlebnissen im Krieg klar zu kommen. Zu Anfang hatte ich einige Schwierigkeiten die Personen auseinander zu halten und vor allem ihren Zusammenhang zu verstehen, das legt sich allerdings schnell wieder und man kann komplett eintauchen in diese geheimnisvolle von Hass gesteuerte Atmosphäre im frühen England. Physische Gewalt hält sich in diesem Roman, und das ist auch passend, in Grenzen. Was den Protagonisten allerdings auf der psychischen Ebene angetan wird ist noch viel grausamer und abscheulicher als alles was man zu erwarten glaubt. Die Tatsache das Frauen wie Rachel ohne die Erlaubnis ihre Männer keinen Schritt vor die Tür setzen durften, macht mich sehr nachdenklich und der Spruch „Bis das der Tot und scheidet“ bekommt in diesem Zusammenhang eine ganz andere besondere Bedeutung. Immer wenn man als Leser gerade glaubt, wenigstens eines der verworrenen Geheimnisse aufgedröselt zu haben, bringt Kathrerine Webb mit überraschenden Windungen frischen Wind in die Geschichte. Das Ende ich für mich trotz offener Fragen seht stimmig. Ich habe eigentlich alles für meine lieb gewonnene Protagonisten bekommen, was ich mir gewünscht hatte. Leider hat dieses Buch auch seine Längen und zwar immer dann, wenn Jonathan von seinen Erlebnissen im Krieg berichtet. Es ist zwar wichtig um zu verstehen, warum dieser Mann ist wie er ist, aber es bringt die eigentliche Geschichte im großen und ganzen nicht mehr weiter. 

Hörbuch:

Ich hatte letzte Woche zusätzlich die Gelegenheit bei einer Freundin in das Hörbuch zu „Das fremde Mädchen“ rein zu hören. Da ich die Geschichte ja nun schon kannte, konnte ich mich voll und ganz auf die Stimme konzentrieren und finde, das Anna Thalbach (Tochter von Katharina Thalbach) wirklich wunderbar zu diesem Text passt. Vor allem ihre Interpretation der jungen Starling hat mir sehr gut gefallen. Man kann es nicht genau beschreiben, aber ihre Stimme hat was wunderbar rauchiges das klasse zu Zeit und Handlungsort passt. 

Fazit: 

Ich würde dieses Buch und vor allem auch das Hörbuch uneingeschränkt weiter empfehlen. Es hat mir trotz seiner Längen sehr gut gefallen… In welches Genre ich dieses Buch einordnen soll, weiß ich leider bis jetzt immer noch nicht. 



Vielen lieben Dank an den Diana Verlag für dieses Rezensionsexemplar!







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