(Rezension) Bald ruhest du auch von Wiebke Lorenz

Quelle: Diana Verlag




Autor: Wiebke Lorenz    
Preis: € 14,99 [D] 
Seitenzahl: 448 Seiten
ISBN: 978-3-453-29171-3
Verlag: Diana Verlag 
Klappenbroschur 

 

Inhalt:

Töte dich selbst – sonst stirbt deine Tochter

Nach dem Unfalltod ihres Mannes fühlt Lena sich wie in einem Albtraum. Aber sie weiß, dass sie leben muss – für ihr Kind, denn Lena ist im achten Monat schwanger. Dabei ahnt sie nicht, dass ihr der wahre Horror erst noch bevorsteht. Vier Wochen nach der Geburt ist die kleine Emma plötzlich spurlos verschwunden. Entführt aus ihrer Wiege. Schon bald wird Lena klar: Sie soll büßen. Doch wofür? Ein perfider und grausamer Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Meine Meinung: 

Wie durch ein Wunder sitzt die Hochschwangere Lena nach einem Streit mit ihrem Mann nicht mit im Auto als dieser tödlich verunglückt. Im 8. Monat, tief verstört und trauernd muss sie sich nun mit der Tatsache abfinden, ihr Kind alleine groß zu ziehen. Sie braucht lange um eine Beziehung zu ihrem kleinen Mädchen aufzubauen und ist um so verstörter als ihr Kind eines Tages aus der Wiege im Wohnzimmer entführt wird.

 

Mit “Bald ruhest du auch” erzählt Wiebke Lorenz die bewegende Geschichte von Lena aus deren eigenen Sicht. Die aktuellen Geschehnisse werden immer wieder durch Rückblenden unterbrochen in denen der Leser Lena und ihren Mann besser kennen lernt und erfährt wie sie sich kennen und lieben gelernt haben. Zwischendurch erhalten wir auch immer wieder Einblicke in das Gefühlsleben des bis dahin unbekannten Täters/Täterin. Diese Einblicke sind sehr kurz, zeugen aber jedes Mal von einer Menge aufgestauter Wut und anderen Gefühlen.

Die Figur der Lena hat mir sehr gut gefallen, die Autorin beschreibt die Gefühle ihrer Hauptprotagonistin nach dem Tod ihres Mannes sehr treffend. Auf der einen Seite kann man ihr handeln voll und ganz nachvollziehen und auf der anderen Seite spätestens nach dem ihr Kind entführt wird, ist ihr Handeln an manchen Stellen ziemlich Kopf- und Ziellos. Natürlich hat man hier den Einwand, dass man eben nicht mehr rational reagiert wenn einem das eigene Kind genommen wird, aber hier schießt Lena an machen Stellen über Ziel hinaus.

Eine Stelle dir mir so gar nicht gefallen hat, war die Begebenheit mit dem geliebten Familienhund Guinness. Das war auch für mich als regelmäßiger Thrillerleser einfach eine Spur zu drüber. Mehr kann ich natürlich leider hierzu nicht schreiben ohne zu spoilern.

Wiebke Lorenz hat es tatsächlich geschafft gleich zu Anfang einen Spannungsbogen aufzubauen und das einfach nur durch die Tatsache, dass der Leser die ganze Zeit auf die besagte Entführung wartet. Alleine das Wissen, das der Leser hat, gleich passiert etwas, reizt die Nerven schon sehr. Sie hält die Spannung auch bis zum Ende hin an, schafft es sogar noch mal einen oben drauf zu setzen wenn man gerade glaubt nun alles zu kennen und alles zu wissen. Im Laufe der Geschichte hat sowohl Lena als auch der Leser eine reihe möglicher Täter angelegt. Jeder klingt plausibel und jeder war es dann eventuell doch nicht.

Die Thematik des Buches ist im Grunde ein einziger Albtraum, das meine ich hier nicht wertend, sondern wörtlich. Eigentlich ist es schon schlimm genug den eigenen Ehemann zu verlieren, dann aber auch noch das eigene Kind, offensichtlich aus Rache, ist der absolute Horror. Dieses Buch ist nicht unbedingt etwas für schwache Nerven und hat auch mich sprachlos zurück gelassen.

 

Fazit:

“Bald ruhest du auch” lässt einen Sprachlos zurück und wird Thriller Fans garantiert gefallen. Man will das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen und muss zu Ende lesen.

 

4

 

Vielen herzlichen Dank an den „Diana Verlag“ für dieses Rezensionsexemplar.


 

 
Veröffentlicht in 2015

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