(Rezension) Agatha Raisin und die tote Urlauberin (Band 6) von M.C. Beaton

Quelle: Bastei Entertainment



Autor: M.C. Beaton  
Übersetzer: Sabine Schilasky  
Preis: € 6,99 [D]  als e-book
Seitenzahl: 224Seiten
ISBN: 978-3-7325-1466-3
Verlag: Bastei Entertainment
Ab 16 Jahre





Inhalt:

Agatha Raisin ist fassungslos: Ihr Verlobter James hat sich einfach aus dem Staub gemacht. Nach Zypern. Dorthin, wo sie die Flitterwochen verbringen wollten. Eigentlich. Bevor er die Hochzeit platzen ließ. Doch Agatha wäre nicht Agatha, wenn sie tatenlos zusehen würde, wie ihr Glück den Bach runtergeht. Beherzt packt sie ihre Koffer und reist James hinterher. Doch Agathas Traum von der romantischen Versöhnung unter mediterraner Sonne ist schnell ausgeträumt: Kaum gelandet, muss sie sich mit englischen Urlaubern und einem Mörder rumschlagen, der es auf ebendiese abgesehen hat … (Quelle: Bastei Enterteinment)


Bewertung:

Agatha Raisin und die tote Urlauberin ist für mich leider bisher der schwächste Teil der ganzen Reihe. Obwohl sich Agatha auch in diesem Band treu bleibt und gewohnt frustriert tapsig mit der Abflug ihres Verlobten umgeht ist in diesem Band irgendwie alles anders. 

Mir ist in den ersten Kapiteln zum ersten Mal bewusst geworden, wie alt die Raisin Romane eigentlich sind, Agatha darf nämlich mitten in England nicht nur am Gate rauchen, sie sitzt auch im Flugzeug in einer Rauchwolke nachdem die “Bitte nicht rauchen” Zeichen erloschen sind. Erschienen ist das Original unter dem Namen ” Agatha Raisin and the Terrible Tourist” schon 1997. Das ist übrigens kein Nachteil; was dem einen vielleicht angestaubt und alt vorkommt macht für mich das “Cozy-Crime” Flair aus. Alles in allem recht bodenständig, ohne viel Technik-Schnick-Schnack und vor allem ohne viel Gewalt. (Klar, Morde gibt es hier auch, sie werden aber nicht bis ins kleinste beschrieben. Das tut zwischen all den Thrillern richtig gut.) 

Aufmachung: 

Ich lese zwar dieses Mal das e-book, weiß aber, dass das Cover sowie die gesamte Aufmachung zu seinen Vorgängern passt. Ein schlichter schwarzer Einband mit farbigem Cover. Sie machen sich im Regal nebeneinander richtig klasse. Mit 224 Seiten ist es zwar eher ein recht kurzer, dünner Krimi, ich finde aber, diese Länge ist für solche Geschichten optimal. 

Handlung: 

In diesem Buch befindet sich Agatha nicht hauptsächlich in Carsely in den malerischen Cotswolds sondern auf Zypern. Aber egal wo sie sich aufhält, Agatha zieht Verbrechen einfach magisch an. 
Das Buch steckt dieses Mal voller Klischees und Anspielungen, besonders Touristen (ganz besonders Englische) bekommen hier ordentlich “ihr Fett weg” wie man so schön sagt. Den einen mag die Häufung stören, ich fand sie eher amüsant. 

Durch diesen Band musste ich mich etwas zwingen. Ich habe mich schon sehr schwer getan mit der Entwicklung in der Liebesgeschichte zwischen Agatha und James und tue mich noch schwerer, das Agatha ihm nun förmlich hinterher rennt. Dabei ist sie, typisch Agatha, gleichzeitig trotzig und wütend. 

Schreibstil: 

M.C. Beaton bedient sich in der Agatha Raisin Reihe eines sehr einfachen, leichten Schreibstils. Ohne es damit abwerten zu wollen, würde ich behaupten, dieser Schreibstil passt super in diese ländliche Idyle. 
Die Charaktere sind sehr vielfältig und dabei trotzdem liebevoll über die verschiedenen Bände hinweg entwickelt worden. Ganz langsam entdeckt man an Agatha eine Seite die man einfach mögen muss, denn hinter ihrer direkten Art und ihrer patzigen Ausdrucksweise steckt eine sehr liebevolle Persönlichkeit die einfach nur verstanden werden will. Knackt man erst mal ihre Schale erhält man eine treue Freundin, solange man ihr nicht krumm kommt. 
Besonders angetan hat es mir neben Agatha die Vikarsfrau Mrs Margaret Bloxby, sie hat nicht nur einen wundervollen Namen, sie lässt sich auch von Agatha’s ruppiger Art nicht abschrecken und hat immer nur ihr bestes im Sinn… 

Auch wenn dieser Band für mich schwächer war wie alle anderen, freue ich ich schon auf Band 7 welcher bereits 1998 unter dem Namen “Agatha Raisin and the Wellspring of Death” erschienen ist. Ich hoffe, wir müssen nicht all zu lang auf diese Fortsetzung der Reihe warten. 

Fazit: 

Agatha Raisin und die tote Urlauberin ist nett für zwischendurch auch wenn dieser Band nicht ganz so überzeigt wie die Vorgänger. Dennoch ist und bleibt es eine meiner liebsten Cozy Crime Reihen und bekommt von mir 3 von 5 Sternen. Liest sich gut, bliebt aber nicht im Gedächtnis.







Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.