(Rezension) Selection Die Krone von Kiera Cass

Selection Die Krone von Kiera Cass

Quelle: Sauerländer

Selection Die Krone von Kiera Cass

Die große Liebe, das große Finale – darauf haben alle ›Selection‹-Fans gewartet!

Als das Casting begann, war Eadlyn wild entschlossen, sich nicht zu verlieben und keinen der Bewerber an sich heranzulassen. Doch nun muss sie sich eingestehen, dass einige von ihnen doch Eindruck bei ihr hinterlassen haben: Henri, der charmante Lockenkopf, und sein bester Freund Erik. Der aufmerksame und rücksichtsvolle Hale. Der selbstsichere und attraktive Ean. Und natürlich Kile, Eadlyns Lieblingsfeind aus Sandkastenzeiten, der sie zu ihrem Ärger immer wieder aus der Reserve lockt.

Sie alle haben es geschafft, einen Platz in Eadlyns Welt zu erobern. Aber wird es auch jemand in das Herz der Prinzessin schaffen?

 

Kiera Cass: Selection Die Krone (Teil 5 der Selection Reihe)   

16,99 € / 352 Seiten / Hardcover 

ISBN: 978-3-7373-5421-9 / Sauerländer

 

Meine Meinung: 

Das war er also, der lang ersehnte letzte Band der Selection Reihe von Kiera Cass. Mich hat dieses Buch total überzeugt und doch irgendwie mit dem Gefühl zurück gelassen das da noch was kommen könnte. Oder eher gesagt kommen sollte. 

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(Rezension) Als unsere Herzen fliegen lernten von Iona Grey

1943, London: In der Ruine einer zerbombten Kirche trifft der amerikanische Pilot Dan Rosinski die junge Engländerin Stella Thorne. Es ist der Beginn einer unaufhaltbaren, aber unmöglichen Liebe, denn Stella ist verheiratet, und Dans Chancen, den Krieg zu überleben, sind mehr als gering. In einer Zeit, in der alles ungewiss ist, schreiben sie sich Briefe, um an dem festzuhalten, woran sie glauben: ihre Liebe. Viele Jahrzehnte später rettet sich eine junge Frau in ein leerstehendes Haus in einem Londoner Vorort. Da erreicht sie ein Brief, der sie in die Geschichte einer Liebe hineinzieht, die ein halbes Jahrhundert überlebt hat …

Trailer: Als unsere Herzen fliegen lernten

 

Iona Grey: Als unsere Herzen fliegen lernten   

9,99 € / 608 Seiten / Taschenbuch 

ISBN: 978-3-7341-0188-5 / blanvalet Verlag 

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(Rezension) Daniel, mein jüdischer Bruder von Marianne J. Voelk

190947

Starr vor Schrecken sieht Daniel, wie seine Eltern in ein Auto gezerrt und abtransportiert werden. Zitternd kauert er eine Weile hinter dem Schornstein, da sich noch Gestapo im Garten aufhält. Dann rennt er, so schnell er in der Dunkelheit kann. zum Wäldchen. 

Als Daniels jüdische Eltern deportiert sind, besorgt ihm Rosalies Familie falsche Papiere und gibt ihn nach ihrem Umzug aufs Land als ihren leiblichen Sohn aus. Trotz Angst davor, bei der Hitlerjugend entdeckt zu werden, verleben Rosalie und Daniel eine frohe Kindheit. Doch die ist bedroht, als Daniel eines Tages zum Arzt muss und sein Geheimnis entdeckt wird…

Eine autobiographische Geschichte. 

 

Marianne J. Voelk: Daniel, mein jüdischer Bruder    

17,99 € / 304 Seiten / gebundenes Buch  

ISBN: 978-3-7655-0947-6 / Brunnen Verlag 

 

Meine Meinung: 

Rosalie und Daniel wachsen nebeneinander auf und sind fast wie Geschwister. Ihrer beider Eltern sind befreundet und verbringen viel Zeit miteinander. Und plötzlich dürfen sie sich nicht mehr sehen, nicht mal mehr kenne. Denn Daniels Familie ist jüdisch. Weiterlesen

(Rezension) Hörspiel Stolz und Vorurteil von Jane Austen

Die fünf Töchter der nicht gerade wohlhabenden Familie Bennet müssen unter die Haube gebracht werden. Hoffnung schöpft die Familie, als der unverheiratete Gutsbesitzer Darcy im benachbarten Herrenhaus zu Gast ist. Doch seine stolze Reserviertheit wird ihm von der klugen und selbstbewussten Eliza als Standesdünkel ausgelegt. Erst wenn Eliza ihre Vorurteile und Darcy seinen Stolz ablegt, kann sich das Hochzeitskarussell wieder drehen.

 

Jane Austen: Stolz und Vorurteil

14,99 € / 1h und 15 Min  / 1 CD Hörspiel 

ISBN: 978-3-8445-1915-0 / der Hörverlag

Hörprobe: 

Meine Meinung: 

Dieses Hörspiel stammt aus einer Produktion des Hessischen Rundfunk aus dem Jahre 1959 und reiht sich damit nahtlos in die Reihe anderer Klassiker ein. Gesprochen wird es unter anderem von Gerhard Ritter, Ellinor von Wallenstein, Margot Trooger und Ihren Marhold.  Weiterlesen

(Rezension) Agatha Raisin und der Tote im Wasser von M.C. Beaton

 Frühling in den Cotswolds. Agatha Raisin langweilt sich fürchterlich, zu lange liegt ihr letzter Fall zurück. Nur ein Streit im Nachbardorf sorgt für etwas Abwechslung: Ein Mineralwasserhersteller will sich für viel Geld aus der örtlichen Trinkwasserquelle bedienen, was die Dörfler bis hinauf zum Gemeinderat spaltet. Als der Vorsitzende des Rats ermordet in der Quelle treibt, sieht Agatha das Ende ihrer kriminalistischen Durststrecke gekommen. Mit Inbrunst stürzt sie sich in die Ermittlungen – und muss rasch erkennen: Dieser Mörder ist mit allen Wassern gewaschen.

M.C. Beaton: Agatha Raisin und der Tote im Wasser     

8,99 € / 222 Seiten / Taschenbuch / Leseprobe

ISBN: 978-3-404-17359-4 / Bastei Lübbe 

 

 

Meine Meinung: 

Ohne zuviel verraten zu wollen, kann ich sagen das dieses Mal ein Streit im Nachbardorf Agatha Aufmerksamkeit auf sich zieht. (Es wurde schließlich auch langsam unwirklich wie oft Mrs. Raisin über Leichen in ihrem „eigenen Vorgarten“ stolpert.) Bei dem Streit geht es darum, dass eine Firma das Wasser einer Quelle vermarkten möchte, viele Dorfbewohner aber der Meinung sind, das nur die gesamte Gemeinde das Recht zum Verkauf habe, nicht ein einzelner. Da Agatha sich gerade die Langeweile damit vertreibt kurzfristig wieder in der PR-Branche zu arbeiten sieht sie das als ihre Chance endlich wieder an einem Fall zu ermitteln.

Meine Follower werden vielleicht schon gemerkt haben, dass ich einfach auf Cozy Crime stehe. Hierbei gilt, je britischer, desto besser. Nach langen Monaten des Wartens konnte ich nun wieder eintauschen in die skurrile Welt von Hobby Detektivin Agatha Raisin. Für mich geht es in Band 7 „back to the roots“ (zurück zu den Wurzeln), endlich wieder mehr Agatha und weniger Jammern, denn dieses Mal steht wieder der Fall im Vordergrund und nicht ihr Privatleben.

Ich gebe es zu, auch hartgesottene Fans brauchen manchmal starke Nerven um diese nervige On-Off Beziehung zwischen Agatha und James zu ertragen. Ob was wohl jemals zu einem ordentlichen Happy End führt? Agatha legt wieder, wie sollte es auch anders sein, ihre gewohnt schroffe und harsche Art an den Tag. Im Grunde ist sie auch in Band 7 immer noch kein typischer Sympathieträger, man muss sie schon mögen um bei Band 7 gelandet zu sein. James, den ich übrigens in dieser Folge nur als Nebenfigur bezeichnen würde, gefällt mir dieses Mal eigentlich recht gut. Keine unnötigen Dates oder Eifersüchteleien sondern einfach mal wieder gute einfach Detektivarbeit.

Was ich an dieser Serie so sehr mag? Im Grunde ist die Agatha Raisin Reihe schon ein paar Tage alt, den in Britannien wurde der erste Teil schon 1994 veröffentlicht. Dieses Alter merkt man der Geschichte an und zwar auf eine ganz besondere Art und Weise. Es gibt noch keine Handy und Laptops die den beiden die Arbeit erleichtern. Das höchste der Gefühle ist zur Zeit noch ein Anrufbeantworter der regelmäßig zum Einsatz kommt. Der ganze Plot wirkt auf den Technologieverwöhnten Leser stark entschleunigt und genau das macht für mich im Moment den Charme dieser Reihe aus. Ich hoffe, diese Reihe wird ihre Langsamkeit nicht mit der Zeit verlieren.

Nachdem mir im Vorgänger zu viel Liebeskummer zu wenig Cotswolds vorgekommen waren, kann „Agatha Raisin und der Tote im Wasser“ bei mir wieder punkten und bekommt 4 von 5 Sternen.

4

 

(Hörbuch) Fremdes Leben von Petra Hammesfahr gelesen von Regina Lemnitz

 „Mach sie tot, mach sie tot!“ Mit diesen Worten im Kopf erwacht eine Frau auf der Intensivstation. Doch was hat das zu bedeuten? Fast zwei Jahre soll sie im Koma gelegen haben, doch sie weiß nichts mehr. Sie erkennt weder ihren Ehemann noch den erwachsenen Sohn. Erst als sie sich an einen kleinen Jungen erinnert, der in einer brennenden Wohnung nach seiner Mutter ruft, kommt ihr ein entsetzlicher Verdacht.

 

Petra Hammesfahr: Fremdes Leben    

19,99 € / 7h 21 Min / Hörbuch gekürzt / 6 CDs 

ISBN: 978-3-8371-3361-5 / Random House Audio 

 

Hörprobe: 

 

Meine Meinung: 

Eine Frau wacht in einem Krankenhaus auf, schwer verletzt und ohne jegliche Erinnerung an ihr eigenes Leben. Nach und nach versucht sie zu ergründen woher sie kommt oder wer sie war.

Die Figuren, besonders die der Claudia finde ich sehr lebensnah beschrieben. Dadurch das Claudia selbst nicht weiß woher sie kommt oder was sie bisher mit ihrem Leben angefangen hat, bleibt dem Hörer noch viel Freiraum für eigene Vorstellungen. Im Laufe der Geschichte bekommt Claudia von einem Mann den man ihr als ihren Ex-Ehemann vorstellt, eine Menge über ihr altes Ich erzählt, er verstrickt sich allerdings immer wieder in irgendwelchen Ungereimtheiten die er jedoch äußerst geschickt zu erklären weiß.

Der Autorin ist es gelungen, die Geschichte sehr dicht und stimmig zu beschreiben. Ihr Schreibstil hört sich sehr flott und flüssig und auch wenn es lange nicht ihr erstes Buch ist, habe ich nicht das Gefühl irgendetwas verpasst zuhaben. Obwohl die Geschichte selbst eigentlich zunächst sein simple gestrickt ist, baut sich alleine durch die psychische Ungewissheit der Hauptfigur ein bedrohlicher, düsterer Spannungsbogen auf, der sich bis in die letzen Minuten hinein hält. Eine sehr gelungene Mischung aus (Psycho?)Thriller und Krimi ohne allzu brutal zu sein.

Die Auflösung des Plots ist sehr gelungen, denn bis zum Ende hin steht die große Frage „Wer ist Claudia wirklich?“ im Raum. Erst hier schlägt der genial im Hintergrund aufgebaute oben erwähnte Spannungsbogen richtig zu, ein wirklicher Showdown der das ganze abgerundet hat.

Gelesen wird „Fremdes Leben“ von der großartigen Regina Lemnitz, einer Stimme die mich nicht nur in Hörbüchern sondern auch aus dem Fernsehen schon fast mein Leben lang begleitet hat. Ihre resolute, aber sehr warme und markante Stimme passt sehr gut zu dieser Geschichte. Man hat schnell das Gefühl die Figur Claudia schon ewig zu kennen und diese „persönliche“ Note lässt einen umso mehr von Kapitel zu Kapitel mitfiebern.

Vielen herzlichen Dank an den Verlag “ Random House Audio“ für dieses spannende Rezensionsexemplar.

5

 

(Rezension) Wo du auch bist von Fleur Smithwick

In ihrer Kindheit waren sie unzertrennlich: Alice und Sam, der imaginäre Freund, der ihr nach der Scheidung der Eltern durch eine schwere Zeit half. Zwanzig Jahre später stellt ein tragischer Autounfall Alices Welt erneut auf den Kopf. Sie erwacht aus dem Koma – und Sam ist wieder da. Er bringt sie zum Lachen, führt sie langsam ins Leben zurück. Doch Sam will mehr, und vor allem will er nicht, dass Alice ihrer Jugendliebe Jonathan wieder näherkommt. Fast zu spät erkennt Alice, in welcher Gefahr sie schwebt … 

 

 

Fleur Smithwick: Wo du auch bist   

9,99 € / 464 Seiten / Taschenbuch 

ISBN: 978-3-453-35853-9 / Diana Verlag 

 

 

Meine Meinung: 

Der Debütroman „Wo du auch bist“ der Autorin Fleur Smithwick hat mir gut gefallen. Leider beginnt dieser Roman sehr traurig und bedrückend, nach einer Feier verunglückt Rory Alices Jugendfreund nach einem Autounfall tödlich. Nachdem Alice im Krankenhaus aufwacht sitzt Sam an ihrer Seite. Ihr imaginärer Freund aus Kindertagen…

Sam hat Alice während einer schweren Zeit in ihrer Kindheit geholfen und zur Seite gestanden, das Problem ist nur: niemand außer Alice kann Sam sehen. Als kleines Kind kommt man mit so etwas durch, man findet es wohlmöglich auch noch süß, Alice aber ist erwachsen und kann Sam nicht mehr rational erklären. Sam mischt sich zunehmend in Alices Leben ein sodass am Ende nicht mal mehr Alice sagen kann, was davon wirklich passiert ist.

„Wo du auch bist“ wurde in der Ich-Form geschrieben, daher erfährt der Leser genau soviel, wie die Hauptprotagonistin weiß. Nicht nur Alice, auch der Leser, wird immer wieder in unmögliche Vorkommnisse verwickelt und Alice verliert zunehmend mehr die Kontrolle. Es fällt immer schwerer zwischen Real und Einbildung zu unterscheiden.

Der Plot spielt in der Gegenwart, wird aber immer wieder durch Rückblenden unterbrochen. Wir erfahren Sams Ursprung und Details ihrer Kindheit. Als Leser leidet man im stillen mit Alice mit und ich kann sie einfach so gut verstehen. Sie ist ein sehr sensibler und gutmütiger Charakter und macht im Laufe des Buches eine wirklich tiefe Entwicklung durch.

Das Buch ist eigentlich in sich abgeschlossen, lässt aber noch genug Platz für eigene Interpretationen. Alles in allem ein sehr gefühlvoller Liebesroman mit einem guten Hauch Spannung und einem kleinen Quäntchen Fantasie. Von mir bekommt dieser wunderbar tierschürfende Roman 4 Sterne.

Vielen herzlichen Dank an den Diana Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

 

4

(Rezension) Germany von Don Winslow gelesen von Martin Kessler

Privatermittler Frank Decker ist ein Meister seines Fachs: Er findet Menschen, die vermisst werden. Keiner hat seine Härte, seine Besessenheit und seine Unnachgiebigkeit. Hat er einen Fall angenommen, verfolgt er ihn erbarmungslos. Als die atemberaubend schöne Frau seines Freundes verschwindet, ihr Auto verlassen in den Ghettos von Miami, und die Polizei im Dunkeln tappt, setzt er sich auf die Fährte. Die Spur führt ihn aus dem sonnenverwöhnten Florida ins kalte Deutschland. Decker kennt Deutschland: Hier hat er die schönste Zeit seines Leben verbracht. Doch das soll sich bitter rächen. Nun lernt er das Deutschland der Rotlichtbezirke, des Mädchenhandels und der Drogen kennen.

 

 

Don Winslow: Germany    

19,95 € / 8h und 10 Min / 6 Audio CDs / ungekürzt

ISBN: 978-3-8398-1488-8 /Argon Verlag 

Meine Meinung: 

Nachdem mir Frank Decker in seinem ersten Fall um die verschwundenen Haily so gut gefallen hatte, musste nun auch der nächste Teil auf meine Ohren.

In diesem Fall geht es um die Frau eines alten Freundes von Decker. Diese verschwindet Spurlos und was sollte näher liegen, als das Decker als privater Ermittler sie finden soll. Schließlich ist es das was Frank tut, er findet Menschen. Der Plot bietet dieses Mal die Gelegenheit Frank Decker näher kennen zu lernen und vielleicht auch ihn etwas besser zu verstehen. Leider entwickeln sich genau die Charakterzüge die ich in Teil 1 noch so an diesem Charakter mochte ins negative. Obwohl sich Decker sehr öffnet und einiges von sich preisgibt, entwickelt er sich aber auch immer mehr zu einer Art Action Held. Seine Methoden die Frau seines Freundes aufzuspüren werden immer abgedrehter und ich möchte auch fast sagen brutaler und erinnern mich am Ende nur noch an einen Blockbuster mit Vin Diesel oder Nicolas Cage. Der Gedanke ist übrigens gar nicht so weit hergeholt, denn der ein oder andere wird den Sprecher Martin Kessler genau daher kenne, als Synchronstimme aus vielen Action Filme. Meiner Meinung nach hätte „Germany“ mehr spannende Ermittlung, dafür aber weniger Action und Schlägerei vertragen können. 

Wie schon oben erwähnt wurde auch „Germany“ wieder von Martin Kessler gelesen und egal was man von der Geschichte halten mag, seine ruhige und doch gleichzeitig markante Stimme passen wirklich gut zu diesem Hörbuch.

Das Gesamtpaket aus Plot, Stimme und Umsetzung bekommt von mir 4 Sterne. 

4

(Rezension) Die vierte Nachfahrin von Allison Maruska

 Als Michelle den Anruf eines Historikers aus Virginia erhält, freut sie sich über die Gelegenheit, einmal aus ihrem Alltag auszubrechen. Dafür muss sie lediglich einen hundert Jahre alten Schlüssel finden.

Ähnliche Anrufe erreichen auch einen Gitarristen, einen Ingenieur und eine Witwe. Jede ihrer Familien besitzt einen der Schlüssel zu den vier Schlössern eines Safes, der in einem alten Gerichtsgebäude in Virginia verborgen ist. Was verbindet diese vier Familien? Das bleibt genauso rätselhaft wie die Herkunft des Safes selbst. Was hatten ihre Vorfahren miteinander zu tun? Und warum sind sie zur gleichen Zeit verschwunden?

Mit den Schlüsseln in ihren Händen treffen sich die vier Nachfahren im Keller des Gerichts, öffnen den Safe und entdecken allmählich die Wahrheit über ihre Vorfahren – eine Wahrheit, die seltsamer, tödlicher und welterschütternder ist, als sie sich je hätten vorstellen können. Nun müssen sie verhindern, dass ihre Entdeckung in die falschen Hände gerät.

 

Allison Maruska: Die vierte Nachfahrin

Übersetzer: Kay-Viktor Stegemann

2,49 € / ca. 266 Print Seiten / e-book  

www.buchfantasie.de 

Leseprobe

 

 

Meine Meinung:

„Die vierte Nachfahrin“ von Allison Maruska hat mir gut gefallen, in diesem Buch steckt irgendwie so viel mehr als es auf Anhieb erzählt.

Die Autorin verwebt sehr geschickt vier verschiedene Handlungsstränge zu einem Großen und Ganzen was damit beginnt, dass alle vier Hauptprotagonisten einen Anruf von einem Historiker bekommen. Er beschriebt den Fund eines Safes bei Renovierungsarbeiten und die Nachricht, dass vier Schlüssel in vier verschiedenen Familien weiter gegeben wurden die diesen öffnen sollen. Die „Nachfahren“ bekommen die Chance mit dem Schlüssel ihrer Familie anzureisen und gemeinsam den Safe zu öffnen.

Die vier Hauptprotagonisten sind sehr verschieden und genauso unterschiedlich sind auch ihre Gründe nach dem Schlüssel zu suchen. Michelle, verheiratete Mutter von zwei Kindern, möchte die Chance nutzen aus ihrem Alltag auszubrechen und ein paar Tage fern von ihrem herrschsüchtigen Mann zu verbringen. Jonah, ein lebenslustiger junger Musiker mit Sinn für Familie. Außerdem sind da noch Damien und Sharon. Er ein junger Naturwissenschaftler der gerne große Probleme lösen würde und sie die frisch pensionierte Witwe. Besonders gut gefallen hat mir die persönliche Entwicklung zwischen Michelle und Damien. Dieser Handlungsstrang endet (verständlicherweise) sehr abrupt, was ich sehr schade fand, ich hätte gerne mehr gelesen.

Der Plot hat mir gut gefallen, er war gerade eben so abgehoben, dass er noch real war und gerade real genug damit es nicht langweilig wurde. Viele Details hätten doch irgendwann, irgendwo passiert sein können und das Ende ist gerade so offen, das die „Die vierte Nachfahrin“ zwar beendet ist, aber viel Platz für kreative Ideen zu einem Nachfolgeband bleibt.

Ich kann allerdings nicht abstreiten das es einige kleinere Punkte gab die entweder mehr Potential hatten als ausgeschöpft wurde oder einfach völlig unlogisch wirkten. Vielleicht waren das aber auch nur Vorlagen, die die Autorin im Nachfolger gerne aufnehmen möchte.

„Die vierte Nachfahrin“ würde ich weiter empfehlen, vor allem an diejenigen die sowieso schon ein Faible für Antikes und Familien haben. Dazu der Plot der zwar sehr oberflächlich wirkt, aber eine wirklich tiefgründige Frage aufwirft. Von mir bekommt Allison Maruskas Debütroman 4 von 5 Sternen. Ich freue mich wahnsinnig auf den nächsten Band und hoffe er lässt ich all zu lange auf sich warten.

4