(Hörbuch) Die Witwe von Fiona Barton

  Die Witwe von Fiona Barton   Als Bella Elliot 2006 aus dem Vorgarten ihrer Mutter verschwindet, ist ganz England in Aufruhr. Wie kann ein zwei Jahre altes Mädchen in einer beschaulichen Kleinstadt einfach verloren gehen? Detective Bob Sparkes ist ratlos. … Weiterlesen

(Rezension) Hörspiel Stolz und Vorurteil von Jane Austen

Die fünf Töchter der nicht gerade wohlhabenden Familie Bennet müssen unter die Haube gebracht werden. Hoffnung schöpft die Familie, als der unverheiratete Gutsbesitzer Darcy im benachbarten Herrenhaus zu Gast ist. Doch seine stolze Reserviertheit wird ihm von der klugen und selbstbewussten Eliza als Standesdünkel ausgelegt. Erst wenn Eliza ihre Vorurteile und Darcy seinen Stolz ablegt, kann sich das Hochzeitskarussell wieder drehen.

 

Jane Austen: Stolz und Vorurteil

14,99 € / 1h und 15 Min  / 1 CD Hörspiel 

ISBN: 978-3-8445-1915-0 / der Hörverlag

Hörprobe: 

Meine Meinung: 

Dieses Hörspiel stammt aus einer Produktion des Hessischen Rundfunk aus dem Jahre 1959 und reiht sich damit nahtlos in die Reihe anderer Klassiker ein. Gesprochen wird es unter anderem von Gerhard Ritter, Ellinor von Wallenstein, Margot Trooger und Ihren Marhold.  Weiterlesen

(Rezension) Agatha Raisin und der Tote im Wasser von M.C. Beaton

 Frühling in den Cotswolds. Agatha Raisin langweilt sich fürchterlich, zu lange liegt ihr letzter Fall zurück. Nur ein Streit im Nachbardorf sorgt für etwas Abwechslung: Ein Mineralwasserhersteller will sich für viel Geld aus der örtlichen Trinkwasserquelle bedienen, was die Dörfler bis hinauf zum Gemeinderat spaltet. Als der Vorsitzende des Rats ermordet in der Quelle treibt, sieht Agatha das Ende ihrer kriminalistischen Durststrecke gekommen. Mit Inbrunst stürzt sie sich in die Ermittlungen – und muss rasch erkennen: Dieser Mörder ist mit allen Wassern gewaschen.

M.C. Beaton: Agatha Raisin und der Tote im Wasser     

8,99 € / 222 Seiten / Taschenbuch / Leseprobe

ISBN: 978-3-404-17359-4 / Bastei Lübbe 

 

 

Meine Meinung: 

Ohne zuviel verraten zu wollen, kann ich sagen das dieses Mal ein Streit im Nachbardorf Agatha Aufmerksamkeit auf sich zieht. (Es wurde schließlich auch langsam unwirklich wie oft Mrs. Raisin über Leichen in ihrem „eigenen Vorgarten“ stolpert.) Bei dem Streit geht es darum, dass eine Firma das Wasser einer Quelle vermarkten möchte, viele Dorfbewohner aber der Meinung sind, das nur die gesamte Gemeinde das Recht zum Verkauf habe, nicht ein einzelner. Da Agatha sich gerade die Langeweile damit vertreibt kurzfristig wieder in der PR-Branche zu arbeiten sieht sie das als ihre Chance endlich wieder an einem Fall zu ermitteln.

Meine Follower werden vielleicht schon gemerkt haben, dass ich einfach auf Cozy Crime stehe. Hierbei gilt, je britischer, desto besser. Nach langen Monaten des Wartens konnte ich nun wieder eintauschen in die skurrile Welt von Hobby Detektivin Agatha Raisin. Für mich geht es in Band 7 „back to the roots“ (zurück zu den Wurzeln), endlich wieder mehr Agatha und weniger Jammern, denn dieses Mal steht wieder der Fall im Vordergrund und nicht ihr Privatleben.

Ich gebe es zu, auch hartgesottene Fans brauchen manchmal starke Nerven um diese nervige On-Off Beziehung zwischen Agatha und James zu ertragen. Ob was wohl jemals zu einem ordentlichen Happy End führt? Agatha legt wieder, wie sollte es auch anders sein, ihre gewohnt schroffe und harsche Art an den Tag. Im Grunde ist sie auch in Band 7 immer noch kein typischer Sympathieträger, man muss sie schon mögen um bei Band 7 gelandet zu sein. James, den ich übrigens in dieser Folge nur als Nebenfigur bezeichnen würde, gefällt mir dieses Mal eigentlich recht gut. Keine unnötigen Dates oder Eifersüchteleien sondern einfach mal wieder gute einfach Detektivarbeit.

Was ich an dieser Serie so sehr mag? Im Grunde ist die Agatha Raisin Reihe schon ein paar Tage alt, den in Britannien wurde der erste Teil schon 1994 veröffentlicht. Dieses Alter merkt man der Geschichte an und zwar auf eine ganz besondere Art und Weise. Es gibt noch keine Handy und Laptops die den beiden die Arbeit erleichtern. Das höchste der Gefühle ist zur Zeit noch ein Anrufbeantworter der regelmäßig zum Einsatz kommt. Der ganze Plot wirkt auf den Technologieverwöhnten Leser stark entschleunigt und genau das macht für mich im Moment den Charme dieser Reihe aus. Ich hoffe, diese Reihe wird ihre Langsamkeit nicht mit der Zeit verlieren.

Nachdem mir im Vorgänger zu viel Liebeskummer zu wenig Cotswolds vorgekommen waren, kann „Agatha Raisin und der Tote im Wasser“ bei mir wieder punkten und bekommt 4 von 5 Sternen.

4

 

(Rezension) Wo du auch bist von Fleur Smithwick

In ihrer Kindheit waren sie unzertrennlich: Alice und Sam, der imaginäre Freund, der ihr nach der Scheidung der Eltern durch eine schwere Zeit half. Zwanzig Jahre später stellt ein tragischer Autounfall Alices Welt erneut auf den Kopf. Sie erwacht aus dem Koma – und Sam ist wieder da. Er bringt sie zum Lachen, führt sie langsam ins Leben zurück. Doch Sam will mehr, und vor allem will er nicht, dass Alice ihrer Jugendliebe Jonathan wieder näherkommt. Fast zu spät erkennt Alice, in welcher Gefahr sie schwebt … 

 

 

Fleur Smithwick: Wo du auch bist   

9,99 € / 464 Seiten / Taschenbuch 

ISBN: 978-3-453-35853-9 / Diana Verlag 

 

 

Meine Meinung: 

Der Debütroman „Wo du auch bist“ der Autorin Fleur Smithwick hat mir gut gefallen. Leider beginnt dieser Roman sehr traurig und bedrückend, nach einer Feier verunglückt Rory Alices Jugendfreund nach einem Autounfall tödlich. Nachdem Alice im Krankenhaus aufwacht sitzt Sam an ihrer Seite. Ihr imaginärer Freund aus Kindertagen…

Sam hat Alice während einer schweren Zeit in ihrer Kindheit geholfen und zur Seite gestanden, das Problem ist nur: niemand außer Alice kann Sam sehen. Als kleines Kind kommt man mit so etwas durch, man findet es wohlmöglich auch noch süß, Alice aber ist erwachsen und kann Sam nicht mehr rational erklären. Sam mischt sich zunehmend in Alices Leben ein sodass am Ende nicht mal mehr Alice sagen kann, was davon wirklich passiert ist.

„Wo du auch bist“ wurde in der Ich-Form geschrieben, daher erfährt der Leser genau soviel, wie die Hauptprotagonistin weiß. Nicht nur Alice, auch der Leser, wird immer wieder in unmögliche Vorkommnisse verwickelt und Alice verliert zunehmend mehr die Kontrolle. Es fällt immer schwerer zwischen Real und Einbildung zu unterscheiden.

Der Plot spielt in der Gegenwart, wird aber immer wieder durch Rückblenden unterbrochen. Wir erfahren Sams Ursprung und Details ihrer Kindheit. Als Leser leidet man im stillen mit Alice mit und ich kann sie einfach so gut verstehen. Sie ist ein sehr sensibler und gutmütiger Charakter und macht im Laufe des Buches eine wirklich tiefe Entwicklung durch.

Das Buch ist eigentlich in sich abgeschlossen, lässt aber noch genug Platz für eigene Interpretationen. Alles in allem ein sehr gefühlvoller Liebesroman mit einem guten Hauch Spannung und einem kleinen Quäntchen Fantasie. Von mir bekommt dieser wunderbar tierschürfende Roman 4 Sterne.

Vielen herzlichen Dank an den Diana Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

 

4

(Rezension) Germany von Don Winslow gelesen von Martin Kessler

Privatermittler Frank Decker ist ein Meister seines Fachs: Er findet Menschen, die vermisst werden. Keiner hat seine Härte, seine Besessenheit und seine Unnachgiebigkeit. Hat er einen Fall angenommen, verfolgt er ihn erbarmungslos. Als die atemberaubend schöne Frau seines Freundes verschwindet, ihr Auto verlassen in den Ghettos von Miami, und die Polizei im Dunkeln tappt, setzt er sich auf die Fährte. Die Spur führt ihn aus dem sonnenverwöhnten Florida ins kalte Deutschland. Decker kennt Deutschland: Hier hat er die schönste Zeit seines Leben verbracht. Doch das soll sich bitter rächen. Nun lernt er das Deutschland der Rotlichtbezirke, des Mädchenhandels und der Drogen kennen.

 

 

Don Winslow: Germany    

19,95 € / 8h und 10 Min / 6 Audio CDs / ungekürzt

ISBN: 978-3-8398-1488-8 /Argon Verlag 

Meine Meinung: 

Nachdem mir Frank Decker in seinem ersten Fall um die verschwundenen Haily so gut gefallen hatte, musste nun auch der nächste Teil auf meine Ohren.

In diesem Fall geht es um die Frau eines alten Freundes von Decker. Diese verschwindet Spurlos und was sollte näher liegen, als das Decker als privater Ermittler sie finden soll. Schließlich ist es das was Frank tut, er findet Menschen. Der Plot bietet dieses Mal die Gelegenheit Frank Decker näher kennen zu lernen und vielleicht auch ihn etwas besser zu verstehen. Leider entwickeln sich genau die Charakterzüge die ich in Teil 1 noch so an diesem Charakter mochte ins negative. Obwohl sich Decker sehr öffnet und einiges von sich preisgibt, entwickelt er sich aber auch immer mehr zu einer Art Action Held. Seine Methoden die Frau seines Freundes aufzuspüren werden immer abgedrehter und ich möchte auch fast sagen brutaler und erinnern mich am Ende nur noch an einen Blockbuster mit Vin Diesel oder Nicolas Cage. Der Gedanke ist übrigens gar nicht so weit hergeholt, denn der ein oder andere wird den Sprecher Martin Kessler genau daher kenne, als Synchronstimme aus vielen Action Filme. Meiner Meinung nach hätte „Germany“ mehr spannende Ermittlung, dafür aber weniger Action und Schlägerei vertragen können. 

Wie schon oben erwähnt wurde auch „Germany“ wieder von Martin Kessler gelesen und egal was man von der Geschichte halten mag, seine ruhige und doch gleichzeitig markante Stimme passen wirklich gut zu diesem Hörbuch.

Das Gesamtpaket aus Plot, Stimme und Umsetzung bekommt von mir 4 Sterne. 

4

(Rezension) Die vierte Nachfahrin von Allison Maruska

 Als Michelle den Anruf eines Historikers aus Virginia erhält, freut sie sich über die Gelegenheit, einmal aus ihrem Alltag auszubrechen. Dafür muss sie lediglich einen hundert Jahre alten Schlüssel finden.

Ähnliche Anrufe erreichen auch einen Gitarristen, einen Ingenieur und eine Witwe. Jede ihrer Familien besitzt einen der Schlüssel zu den vier Schlössern eines Safes, der in einem alten Gerichtsgebäude in Virginia verborgen ist. Was verbindet diese vier Familien? Das bleibt genauso rätselhaft wie die Herkunft des Safes selbst. Was hatten ihre Vorfahren miteinander zu tun? Und warum sind sie zur gleichen Zeit verschwunden?

Mit den Schlüsseln in ihren Händen treffen sich die vier Nachfahren im Keller des Gerichts, öffnen den Safe und entdecken allmählich die Wahrheit über ihre Vorfahren – eine Wahrheit, die seltsamer, tödlicher und welterschütternder ist, als sie sich je hätten vorstellen können. Nun müssen sie verhindern, dass ihre Entdeckung in die falschen Hände gerät.

 

Allison Maruska: Die vierte Nachfahrin

Übersetzer: Kay-Viktor Stegemann

2,49 € / ca. 266 Print Seiten / e-book  

www.buchfantasie.de 

Leseprobe

 

 

Meine Meinung:

„Die vierte Nachfahrin“ von Allison Maruska hat mir gut gefallen, in diesem Buch steckt irgendwie so viel mehr als es auf Anhieb erzählt.

Die Autorin verwebt sehr geschickt vier verschiedene Handlungsstränge zu einem Großen und Ganzen was damit beginnt, dass alle vier Hauptprotagonisten einen Anruf von einem Historiker bekommen. Er beschriebt den Fund eines Safes bei Renovierungsarbeiten und die Nachricht, dass vier Schlüssel in vier verschiedenen Familien weiter gegeben wurden die diesen öffnen sollen. Die „Nachfahren“ bekommen die Chance mit dem Schlüssel ihrer Familie anzureisen und gemeinsam den Safe zu öffnen.

Die vier Hauptprotagonisten sind sehr verschieden und genauso unterschiedlich sind auch ihre Gründe nach dem Schlüssel zu suchen. Michelle, verheiratete Mutter von zwei Kindern, möchte die Chance nutzen aus ihrem Alltag auszubrechen und ein paar Tage fern von ihrem herrschsüchtigen Mann zu verbringen. Jonah, ein lebenslustiger junger Musiker mit Sinn für Familie. Außerdem sind da noch Damien und Sharon. Er ein junger Naturwissenschaftler der gerne große Probleme lösen würde und sie die frisch pensionierte Witwe. Besonders gut gefallen hat mir die persönliche Entwicklung zwischen Michelle und Damien. Dieser Handlungsstrang endet (verständlicherweise) sehr abrupt, was ich sehr schade fand, ich hätte gerne mehr gelesen.

Der Plot hat mir gut gefallen, er war gerade eben so abgehoben, dass er noch real war und gerade real genug damit es nicht langweilig wurde. Viele Details hätten doch irgendwann, irgendwo passiert sein können und das Ende ist gerade so offen, das die „Die vierte Nachfahrin“ zwar beendet ist, aber viel Platz für kreative Ideen zu einem Nachfolgeband bleibt.

Ich kann allerdings nicht abstreiten das es einige kleinere Punkte gab die entweder mehr Potential hatten als ausgeschöpft wurde oder einfach völlig unlogisch wirkten. Vielleicht waren das aber auch nur Vorlagen, die die Autorin im Nachfolger gerne aufnehmen möchte.

„Die vierte Nachfahrin“ würde ich weiter empfehlen, vor allem an diejenigen die sowieso schon ein Faible für Antikes und Familien haben. Dazu der Plot der zwar sehr oberflächlich wirkt, aber eine wirklich tiefgründige Frage aufwirft. Von mir bekommt Allison Maruskas Debütroman 4 von 5 Sternen. Ich freue mich wahnsinnig auf den nächsten Band und hoffe er lässt ich all zu lange auf sich warten.

4

(Hörbuch) Silent Scream von Angela Marsons gelesen von Andrea Sawatzki und Christian Berkel

Detective Inspector Kim Stone, West Midlands Police. Vierunddreißig, schlagfertig, kompromisslos. Nicht immer freundlich, nicht immer fair, nicht immer regelkonform. Ihre Mutter lebt in der geschlossenen Psychiatrie, doch wie es der alten Schlange geht, interessiert Kim nicht. Als eine Schuldirektorin in ihrer Badewanne ertränkt und kurz darauf ein Mann mit aufgeschnittener Kehle gefunden wird, finden Kim Stone und ihr Team heraus, dass beide in einem inzwischen geschlossenen Kinderheim gearbeitet haben. Auf dem brachliegenden Grundstück sollen Ausgrabungen durchgeführt werden. Liegt im lehmigen Boden ein Geheimnis verborgen? Doch um ihm auf den Grund zu kommen, muss sich Kim den Dämonen ihrer eigenen Kindheit stellen …

Angela Marsons: Silent Scream 

14,995 € / 558 Minuten / 1 Mp3 CD

ISBN: 978-3-8445-2183-2 / der Hörverlag 

Meine Meinung: 

„Silent Scream“ geht weit über einen Krimi hinaus, das Hörbuch ist eher ein sehr sozialkritischer Psychothriller der einen das ein oder andere Mal doch sehr zum Nachdenken bringt. Eingelesen wurde das ganze von Andrea Sawatzki und Christian Berkel.

Zunächst wusste ich die verschiedenen Tatorte und Schauplätze kaum zusammen zu bringen, aber von Kapitel zu Kapitel fügen sich die verschiedenen Teile zusammen und ergeben ein neues ganzes. Das letzte fehlende Stückchen bekommt der Leser, oder in diesem Falle Hörer, erst kurz vor Ende was einem lange Freude am Hören lässt. 

Die Charaktere und vor allem die burschikose Hauptprotagonistin Kim Stone gefallen mir seht gut. Sie ist nicht der typische weibliche Detektive sondern eine ganz eigene, eher kühle Persönlichkeit mit sehr wenig sozial Kompetenz. Gerade das macht sie so besonders, gerade heraus und direkt. Ihre eigene Vergangenheit und die Tatsache das ihre Mutter in einer Psychiatrie lebt drängeln während des Falles immer wieder in der Vordergrund. Teilweise vermischen sich ihre Vergangenheit und der Fall zu einem großen Ganzen. Während des Buches sucht Kim nicht bloß nach dem grausamen psychopathischen Mörder, sie macht auch eine ganz persönliche Entwicklung durch die mir sehr gefallen hat. Am Ende beweist sie uns allen, das in ihr viel mehr steckt als man ahnt.

Der Spannungsbogen der Geschichte baute sich für mich eher langsam auf, steigerte sich aber bis zum Ende hin erheblich. Manchmal fand ich es schwer die Flut von Charakteren auseinander zu halten, besonders zwei der männlichen ähneln sich so sehr, das ich hier und da nicht wusste, wer wer ist.

Die Wahl der Sprecherin ist gut gelungen, Andrea Sawatzki unterstützt mit ihrer Stimme den kühlen und forschen Eindruck den der Charakter der Kim Stone bei mir hinterlassen hat. Sie bringt noch einmal extra Spannung in die Geschichte und verleitet zum weiter hören. Die wenigen Passagen die Christian Berkel liest sind eigentlich eine ungewohnte Unterbrechung, man gewöhnt sich aber daran. Leider finde ich diese Stimme nicht ganz so passend nachdem ich nun das Ende des ganzen Hörbuches kenne, diese Passagen sind aber so kurz, das sie für mich im Endeffekt nicht ins Gewicht fallen.

„Silent Scream“ ist der erste Teil um Detektive Inspektor Kim Stone und ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

Die Auflösung hat mir gut gefallen, die Autorin hat hier einen sehr raffinierten Weg gewählt, lässt den Hörer bis zum Schluss um unklaren und hat einen wirklich perfiden Plot Twist eingebaut. Von mir bekommt „Silent Scream“ 4,5 Sterne für das Gesamtpaket aus Plot und Sprecherin. Detektive Inspector Kim Stone ist definitiv einen zweiten Blick wert.

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(Rezension) Black Rabbit Hall von Eve Chase

Amber Alton weiß, dass die Stunden auf Black Rabbit Hall, dem Sommersitz ihrer Familie, anders vergehen, ihren eigenen Takt haben. Es ist ruhig und idyllisch. Bis zu einem stürmischen Abend 1968. Vereint durch eine unfassbare Tragödie, müssen sich die vier Alton-Geschwister mehr denn je aufeinander verlassen. Doch schon bald wird diese Verbundenheit auf eine harte Probe gestellt.

Jahrzehnte später fahren Lorna Smith und ihr Verlobter Jon auf der Suche nach einem Ort für ihre Hochzeitsfeier durch die wilde Landschaft Cornwalls – und stoßen auf ein altes, leicht verfallenes, aber wunderschönes Haus. Ein Haus, das Lorna nach und nach seine schönsten Geschichten und traurigsten Momente verrät …

 

Eve Chase: Black Rabbit Hall

19,99 € / 416 Seiten / Hardcover

ISBN: 978-3-7645-0560-8 / blanvalet Verlag 

 

 

Meine Meinung: 

„Black Rabbit Hall“ von Eve Chase ist eine wunderbar einfühlsame Familiengeschichte die auf den ersten Blick einfach nicht so recht zusammen passen will, aber genau dadurch ihren eigenen Charme erhält. Genau wie das große Geheimnis das sich langsam durch die Generationen frisst, brauchte ich am Anfang etwas Zeit um in das Buch hinein zu finden. 

Die Geschichte: „Black Rabbit Hall“ wird in zwei Zeitebenen erzählt. Einmal haben wir die junge Lorna Smith die mit ihrem Verlobten in Cornwall auf der Suche nach einer perfekten Hochzeitlocation ist. Es soll nicht irgendeine werden, Lorna hat da schon feste Vorstellungen. Sie finden ein leicht verfallenes „Pancraw Hall“ vor und um Lorna ist es geschehen.

Die andere Zeitebene spielt Ende der 60er Jahre und erzählt uns die Geschichte der 16 jährigen Amber Alton die mit ihren drei Geschwistern und ihren Eltern einen unbeschwerten Sommer auf „Pancraw Hall“ verbringt. Sie alle genießen den Sommer in Cornwall bis ein Unglück das Leben aller für immer verändert. Von da an soll nichts mehr so sein wie es sich die junge Amber und ihre Geschwister wünschen. Der Plot hat mir gut gefallen, er wirkt gut durchdacht und fügt sich zu einem Großen und Ganzen zusammen. 

Schreibstil: Wie bereits erwähnt wird „Black Rabbit Hall“ in zwei Zeitebenen erzählt. Regelmäßig wechseln sich die Ebenen ab, laufen aber am Ende des Buches zusammen. Durch eine sehr geschickte Erzählweise werden wir allerdings permanent auf eine andere Fährte geschickt, die Lösung springt wie ein Ping-Pong Ball von einem zum anderen und es bleibt spannend bis zum Schluss. Einige wenige Malt hatte ich leider das Gefühl irgendwas überlesen zu haben, eine Handvoll Übergänge waren für meinen Geschmack ein wenig zu hart. 

Die Autorin verwendet eine eher einfache, dafür aber eine sehr ausdrucksstarke und bildliche Sprache. Wenn Amber die grünen Wiesen runde um „Black Rabbit Hall“ beschreibt, kann man das nasse Gras nach einem Unwetter förmlich spüren.  

Charaktere: Der Charakter der Lorna gefällt mir besonders gut. Sie hat von Anfang an eine Ahnung das sie irgendetwas mit „Black Rabbit Hall“ verbindet, die Wahrheit allerdings hätte sie niemals erwartet. Von Kapitel zu Kapitel gewinnt sie die Stärke ihre Wünsche zu äußern und durchzusetzen und weder sie noch der Leser ahnt welche Ausmaße das ganze annehmen wird.

Amber Alton ist mir auch sehr sympathisch, ein junges Mädchen Ende der 60er Jahre, welches gerade erst die Liebe für sich entdeckt und dabei auch feststellen muss, dass nicht alles so ist wie es scheint.

Die restlichen Charaktere sind sehr verschieden. Der augenscheinlich bodenständige Verlobte, die fürsorgliche Haushälterin die mehr einer Freundin gleicht als einer Angestellten und nicht zu vergessen die undurchdringliche Dame des Hauses. 

Cover: Das Cover ist der Knaller! Zwar habe ich Black Rabbit Hall als ebook gelesen, konnte die Printausgabe aber in einer Buchhandlung in die Hand nehmen. Eigentlich besteht das Cover aus zwei Teilen. Einmal eine Abbildung des Landhauses direkt auf dem Buchdeckel und dann der halbtransparente Schutzumschlag versehen mit Titel, Autor etc.

Fazit: „Black Rabbit Hall“ sollte man als Liebhaber verworrener Familiengeschichten unbedingt gelesen haben. Bildkräftig beschrieben tauchen wir ein in die Zeit in der das Landhaus noch mit Leben gefüllt war und lernen sie kennen, die Familie Alton. Hier gibt es von mir 4 dicke Punkte. Kleine Abzüge gibt es für die paar leicht holprigen Absätze und den langgezogenen Anfang. 

 

4Vielen Dank an den blanvalet Verlag für dieses Rezensionsexemplar. 

(Rezension) Abendruh von Tess Gerritsen

Abendruh Sie sind die einzigen Überlebenden schrecklicher Familientragödien. Erst wurden ihre Eltern und dann obendrein ihre Pflegefamilien brutal ermordet. In Abendruh, einem Internat in der Abgeschiedenheit Maines, sollen sie ihre Sicherheit wiedergewinnen und in ein normales Leben zurückfinden. Doch obwohl die Schule hermetisch gesichert ist, kommt es zu höchst beunruhigenden Vorfällen, und drei Jugendliche bangen um ihr Leben. Maura Isles, die eine persönliche Verbindung zu Abendruh hat, ist vor Ort, als die Bedrohung eskaliert …

 

 

 

 

 

 

 

 

Tess Gerritsen: Abendruh (Rizzoli&Isles Reihe Band 11)      
9,99 € / 412 Seiten 
978-3-442-37483-0
Taschenbuch
blanvalet Verlag 
Hier kaufen! 

 

 

Meine Meinung: 

„Abendruh“ kann man auch lesen wenn man mal ein oder zwei Bände der Rizzoli & Isles Reihe übersprungen hat, dann muss man allerdings damit rechnen, dass man Anspielungen nicht versteht oder man sich zwischendurch fragt wer denn nun eigentlich Person XY ist, der offensichtlich kein neu eingeführter Charakter ist.

Die Hauptcharaktere Maura Isles und Jane Rizzoli finde ich sehr gelungen. Zwei starke weibliche Persönlichkeiten die eine Menge verbindet. Scheinbar ist im Vorgänger Band irgendetwas zwischen Maura und Jane vorgefallen, dass sich zur Zeit etwas auf das Zusammenspiel zwischen den beiden auswirkt. Oberflächlich alles beim alten schwelt da unterschwellig irgendetwas vor sich hin. Da ich „Grabesstille“ aber übersprungen habe, kann ich leider nicht sagen worum es da eigentlich genau geht.

Die Schüler des Internats Abendruh finde ich sehr gelungen, viele verschiedene Persönlichkeiten die alle ein und das selbe Schicksal verbindet: sie alle haben in ihrem jungen Leben schon schreckliche Verluste erlitten. Obwohl viele von ihnen noch immer traumatiesiert sind, bleiben doch die ganz normalen und realen Teenager Zickereien nicht aus.

Der Plot gefällt mir im Grunde sehr gut auch wenn ich zwischendurch nicht immer wusste in welche Richtung es nun gehen soll. Zwischen Thriller und leicht mysteriös weist „Abendruh“ viele Facetten auf die sich einem erst erschließen, wenn man geduldig bis zum Ende gelesen hat.

Das Cover passt, im Gegensatz zu einigen der anderen Bände dieses Mal wirklich gut. Das wird man nicht von Anfang an erkennen, aber ungefähr ab der Hälfte bekommt die Abbildung endlich einen Sinn.

Fazit:

Wer Band 9 „Totengrund“ mochte, der wird auch Band 11 „Abendruh“ mögen. Zum einen haben wir in diesem Band die Ehre Julian noch ein wenig mehr kennen zu lernen und zum anderen bringt dieser erneut eine ganz neue Seite an Maura Isles zum Vorschein. Unbedingt lesen! Trotzdem kann ich „Abendruh“ nur 4 Sterne geben, weil mir z.B. „Totengrund“ besser gefallen hat.

4

Ich möchte an dieser Stelle dem „blanvalet“ Verlag für dieses Rezensionsexemplar danken. Vielen Dank für die tollen Lesestunden!