(Rezension) Albert muss nach Hause von Homer Hickam


Albert muss nach Hause
Albert muss nach Hause von Homer Hickam   

„Ich oder der Alligator!“
Keinen Tag länger will Homer Hickam der Ältere sein Badezimmer mit einem bissigen Reptil namens Albert teilen. Als der Bergwerksarbeiter seiner Frau ein Ultimatum stellt, muss Elsie lange überlegen. Schließlich ist ein Leben ohne Alligator doch sinnlos. Wie alles hier in Coalwood, West Virginia. Die ganze trostlose Stadt liegt unter einer schwarzen Staubschicht begraben. Und selbst vor ihrer Ehe hat die Große Depression keinen Halt gemacht. Trotzdem fällt Elsie die Entscheidung – unter einer Bedingung: Sie müssen Albert nach Hause bringen. Zurück nach Florida. In einem alten Buick. Mit Alligator auf dem Rücksitz … 
Homer Hickam: Albert muss nach Hause       

19,90 € / 528  / Hardcover

ISBN: 978-3959-67022-7 / HarperCollins Verlag

 

Meine Meinung: 

„Albert muss nach Hause“ ist so ganz anders. Dieser Roman beschreibt die irrwitzige Reise des jungen amerikanischen Bergarbeiters Homer Hickam und dessen Frau Elsie. Es sind die 30er-Jahre und Homer will nicht länger mit einem mittlerweile ausgewachsenen Alligator, einem Hochzeitsgeschenk an seine Frau, unter einem Dach leben. Nach ein paar Diskussionen einigt man sich darauf das Tier zurück nach Florida zu fahren. Wieso ein Hahn die drei begleitet oder warum eigentlich nie etwas wie geplant läuft, lest ihr am besten selbst.  

Mir hat dieser Roman gut gefallen. Die Charaktere und besonders das Ehepaar Hickam sind sehr real und sympathisch. Zugegeben, Elsie nervt zu Beginn etwas, aber sie wächst einem ans Herz und lernt zu schätzen was sie hat. Die verschiedenen Ereignisse die das junge Paar während dieses seltsamen Roas Trips durchleben müssen, verändern die beiden und man kann die Entwicklung der Persönlichkeiten mitverfolgen. Ach ja und da wäre ja auch noch Albert der Alligator. Wieso ich den mit in die Abteilung Charaktere packe? Nun Albert hat seinen ganz eigenen Charakter und weiß sich auch als Tier auszudrücken. Wenn er sich über etwas freut, macht er Geräusche die sich anhören wie „Yeah, Yeah, Yeah“ und seine Abneigung tut er mit einem dumpfen „No, No, No“ gut. Das zieht sich wie ein kleiner Runnig-Gag durch das ganze Buch, ich habe seine Reaktionen geliebt. 
Selbst vor dem geschichtlichen Hintergrund der Großen Depression schafft der Schreibstil es den Leser von Kapitel zu Kapitel mitzureißen. Die Geschichte ist sehr flott formuliert und außerdem trotz seines ernsten Hintergrundes durchweg amüsant gehalten.

Ob „Albert muss nach Hause“ nun eine reale Geschichte ist oder nicht vermag ich nicht zu beantworten. Das Buch ist skurril und anders und das ist sehr erfrischend. 

Von mir bekommt Alligator Albert definitiv eine ganz klare Leseempfehlung und selbstverständlich auch 5 Sterne. Ein tolles Buch für kommende kurze Wintertage und auch noch für den Sommer danach. 

 

5

Vielen Dank an den HarperCollins Verlag für dieses Rezensionsexemplar. 

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